Archiv fürDezember, 2007

Posted:Montag, Dezember 31st, 2007 @ 5:56 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Raunacht-Traum

Nicht hängen bleiben
will ich
in den Spalten
zwischen Sonne und Mond.
Auf ihrem Ruheplatz
stärke ich mich
für den Klimmzug
vom Bekenntnis hin
zum Vertrauen,
von der Hoffnung hinauf
zum Gelingen.
Noch liegen Moospolster
hingebettet,
noch lauert der Sonnenschein nicht
auf Verdrängung des Mondlichts,
noch kosen Lichtstrahlen
das kostbare Dunkel.
Aufbruch liegt vor uns.
Neues wird,
umfängt uns mit Schleiern
des Vergessens von
abgestorbenen Zweigen.
Verheißung heißt
der Name der Zukunft.

Posted:Freitag, Dezember 28th, 2007 @ 4:59 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Wir leben zwischen den Zeiten

Wir leben zwischen den Zeiten.
Zwischen den Jahren.
Zwischen den Festen.
Zwischen Unbewusstem
und dem Bewussten.
Wir sind auf der Reise.
Zwischen den Zielen.
Zwischen Aufbruch und Bleiben.
Zwischen dem Traum
und dem Wachen.
Wir leben, als gälte es sicher,
dass es bleibe, dass alles
ja seinen Sinn hat.
Wir leben und wissen
nicht um das Datum,
das uns Gegeb’ne.
Und setzen es fest.
Gefangen halten wir
die verklingende Zeit.
Wir leben, als gälte [...]

Posted:Montag, Dezember 24th, 2007 @ 10:16 in Allgemein
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Weihnachtsgruß

Allen, die bis hierher sich in meinem Blog durchgelesen haben, wünsche ich ein besinnliches und doch fröhliches Fest und mute ihnen diese Wikipedia-Seite zu.
Für alle, die nicht gleich Zeit haben, alles zu lesen: Der jüdische Theologe Pinchas Lapide, den ich zu meiner großen Freude einmal selber erleben durfte, fasst es [...]

Posted:Sonntag, Dezember 23rd, 2007 @ 2:26 in Neue Maier-Lyrik
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Die Sonne scheint …

Die Sonne weiß ja nicht,
wen sie bescheint,
ob einer lacht,
ob einer weint,
ob es ein Guter ist
oder ein Böser,
der seine Welt
nach seinen Maßen misst,
ein Weltenfeind
oder Erlöser.
Ich weiß nur,
dass sie heute lachte,
einen Tag nur
nach der Wintersonnenwende,
die sie nicht machte,
sondern diese Erde.
Von sol invictus keine Spur.
Doch ist ein Anfang und
es ist kein Ende
des Sonnenscheins.
Es bleibt der Wunsch,
dass alles richtig [...]

Posted:Freitag, Dezember 21st, 2007 @ 2:11 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Wintersonnwend-Trilogie

Wandel
Weniger wurden die Tage
des schwindenden Lichts.
Die Sanftheit des Dunkels,
die Wonne des Winterschlafs
wird schon gemindert.
Ein Neues wird kommen.
Genommen wird und gegeben.
Trauer ist ja ein Teil
jedes Wandels.
Auftakt
Ein Keil in die Nacht geschlagen.
Hammerschläge verhallen.
Stille breitet sich aus.
Lichtfunke glüht.
Frost regiert noch ein Weilchen.
Das wärmende Feuer:
Wir entfachen’s.
Nüchternwerdung nach dem Feiertagsrausch
Wenn nun die Nächte kürzer wieder werden,
so raffe ich mich auf [...]

Posted:Donnerstag, Dezember 20th, 2007 @ 5:41 in Neue Maier-Lyrik
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Stein-Zeit (mal ein älteres Gedicht, ein Irlandgedicht vom September 2006)

Die in den Weg
gelegten  Pfade
zeigen uns oft
freundlich den Weg.
Nicht unsere Ziele,
nicht die Ideen
von Zukunft
tun es.
Sie wird uns
gewiesen.
Die Weisung erwartet
unser Erscheinen
am heiligen Tag
der Steine.
Dieser entlässt uns
in weitere Kreise.
Nicht zur Schlachtbank führen
die Schafpfade.
Ein Ende ist nicht.

Posted:Sonntag, Dezember 16th, 2007 @ 8:53 in Allgemein
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Ich bin dann mal weg …

zu einer Nachuntersuchung nach meiner Stentimplantation letzten Sommer. Ich denke, am späten Dienstag oder am Mittwoch bin ich wieder zu Hause. Ich grüße Euch alle!

Posted:Sonntag, Dezember 16th, 2007 @ 6:32 in Neue Maier-Lyrik
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Paradoxie der Gesellschaft

Merkwürdig ist doch
Und kann doch
Logischerweise
Sprachlich
Eigentlich
Gar nicht
Sein, dass
Die Unter - nehmer
Über - legen sein sollten
Und die Unter – legenen
Nur grade so
Über – leben können.

Posted:Freitag, Dezember 14th, 2007 @ 4:32 in Neue Maier-Lyrik
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Geburtstag kurz vor der Wintersonnenwende

Geschrieben anlässlich von zwei an diesem Wochenende zu feiernden Geburtstagen:
Geboren in der Zeit,
da immer noch die Tage
kürzer werden,
wo immer noch
die sanfte Dunkelheit regiert
bis über jenen Tag hinaus,
wo sich das Blatt dann
wieder wendet,
wo jeden Tag
mehr Raum im Licht
für Tätigkeiten bleibt.
So tief gegründet und
herausgefordert auch,
bald jenem Drang zu folgen,
dass mehr und mehr
das Tun dem Ruhen,
ja, das Vorwärtsdrängen
dem [...]

Posted:Mittwoch, Dezember 12th, 2007 @ 4:24 in Allgemein, Aphorismen, Neue Maier-Lyrik
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Lyrischer Aphorismus

Wenn die Lichtschlangen
im Advent
der einzige
Lichtblick sind,
ist alles
zappenduster.