Archiv fürJanuar, 2008

Posted:Dienstag, Januar 29th, 2008 @ 10:37 in Neue Maier-Lyrik
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Lichtmess

Das letzte Warten hat begonnen.
Den Atem eines Neuen spür’ ich schon.
Er schlüpft in alle Poren,
begeistert Haut und Haare,
erwärmt das Innerste,
lässt neue Träume keimen
und neue Verse,
die das Licht schon spüren,
das sich in aller Heimlichkeit
ins Tagewerk einschleicht
und plötzlich strahlend scheint,
als wäre immer es gewesen.
Das letzte Warten,
das ist eins des Hoffens
auf ganz gewiss Erwartetes,
auf Schlüsselblumen, Lämmerhüpfen,
auf Maienduft, auf [...]

Posted:Sonntag, Januar 27th, 2008 @ 9:59 in Neue Maier-Lyrik
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Abendschein

Das Warten auf das Neue
im Abendsonnengold,
auf neuen Tag, ja auch,
doch auch auf Träume,
auf neue Deutung des Gewesenen.
Komplementäres Grau
zum goldnen Glanz:
Schattierungen, in denen
Konturen wachsen,
die im Ruhen
sich ausbauen
zu den Modellen,
die uns tragen
und unser Hoffen.
Was an dem Tag geworden,
recht sichtbar wird es erst
im ahnenden Zerfließen.

Posted:Samstag, Januar 26th, 2008 @ 12:56 in Neue Maier-Lyrik
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Vergänglich blieb nur das Septemberregime

Der Züriputsch wird vor mir lebendig:
Sturz der liberalen, Regeneration
vertretenden Kantonalregierung.
Zu ihm geführt hat der Straussenhandel
um David Friedrich Strauß,
meinen Landsmann, einen Tübinger
Stiftler und Lehrer, in Berlin
Schüler von Hegel, meinem Landsmann,
einem Stuttgarter wie ich.
Straußens Geburt vor zweihundert
Jahren in Ludwigsburg
gedenkt meine Zeitung heute,
dessen, der das „Leben Jesu“ verfasste.
„Recht und Grenze der Bibelkritik“
nannte ich einst meine schriftliche Prüfungsarbeit,
um Lehrer [...]

Posted:Samstag, Januar 19th, 2008 @ 9:11 in Allgemein
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Abmeldung

Hallo,
Ich mache (wahrscheinlich eine Woche lang) Blogpause wegen ‘verschärftem’ Opadienst bei meiner Enkelin Eva. Ich freue mich sehr auf diese Zeit. In meinem Blogroll findet sich sicher etwas, was die Lektüre auf meinem Blog ersetzt.
Liebe Grüße an alle LeserInnen und Leser                                                [...]

Posted:Donnerstag, Januar 17th, 2008 @ 1:11 in Neue Maier-Lyrik
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Die Himmelsregisseurin

Einen spektakulären Tusch
gibt die kaum erschienene Schöne.
Nicht zu viel verspricht sie,
nichts weniger
als den Tag der Tat.
Ergötzung als Kraftschub bietet sie
den der Nacht früh Entstiegenen.
Die Melancholie dieser Nacht
steigert sie in Melodramatik.
Sie zieht die Fäden.
Sie führt Regie.
Ist nicht dienstbar dem Mond,
noch der Sonne.
Die himmlische Schöne selber
lässt klingen den Dreiklang,
den von Rosee dominierten.
Die blauschwarzen Berge,
die glühenden Wolkenschimmer,
das platinprangende [...]

Posted:Mittwoch, Januar 16th, 2008 @ 9:44 in Allgemein, Aphorismen
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Gedankenlyrischer Aphorismus 4/08

Einen gerechten Lohn
mag es nicht geben.
Aber hüten wir uns
wie vor der Pest
vor dem ungerechten.

Posted:Dienstag, Januar 15th, 2008 @ 1:09 in Neue Maier-Lyrik
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zum trotz

sich im kreis drehen
als ob es darum ginge
auf der stelle
zu treten auf die
ausgelatschten spuren der
befehle sich verlassen
verlassen vom eigenen
antrieb und gebunden
an versagungsängste
die morgenröte erneuert
das ritual eines versagenlosen
neubeginns zusagen annehmen
heißt kreise zu ziehen
um das kraftfeld

Posted:Montag, Januar 14th, 2008 @ 9:59 in Neue Maier-Lyrik
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Nachtgestirn

Schwebend auf dem Moospolster,
das Du gekost,
in die Räume
zwischen Sein und Sendung
gehoben,
zerfließe ich
in Deinem milden Glanz.
Deine Hörner
teilen die Zeit,
Blutfluss und Meeresflut
gehorchen in Ehrfurcht
Deinem Gebieten.
Du gibst die Fülle
bekannt und
die heilige Leere.
Schwebend zwischen den Welten
Dein Silber,
spottend des Goldes,
des verführerischen;
weich sind und kühl
Deine gesponnenen Fäden.
Du kennst das Schicksal
und stellst es hinein
in die Sterne.
Selene, luna, la lune,
moon, lieber Mond.

Posted:Sonntag, Januar 13th, 2008 @ 10:55 in Neue Maier-Lyrik
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Werktägliche Nachrichten aus dem Keller

Alte Akten
aus meiner Zeit
als Gemeinderat
habe ich
vor der Entsorgung
im Papiermüll
durch den Reißwolf geschickt.
Auch eine Art
der Leichenzerstückelung.

Posted:Samstag, Januar 12th, 2008 @ 10:59 in Allgemein, Spiegel (u.ä.)-Ecke
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Ein Gespräch mit Horst-Eberhard Richter - Hinweis auf EZ von heute

Ein herausragendes Gespräch mit dem großartigen Horst-Eberhard Richter, einem der ganz Großen der Friedensbewegung fand ich heute in der Esslinger Zeitung hier. Darin prangert er die Sprachtechnik des Verteidigungsministers an, “die dem Soldaten pausenlos in den Kopf hämmert: Du bist ja nur dazu da, um die anderen nicht im Regen stehen zu lassen … [...]