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Posted:Montag, Januar 14th, 2008 @ 9:59 in Neue Maier-Lyrik
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Nachtgestirn

Schwebend auf dem Moospolster,
das Du gekost,
in die Räume
zwischen Sein und Sendung
gehoben,
zerfließe ich
in Deinem milden Glanz.
Deine Hörner
teilen die Zeit,
Blutfluss und Meeresflut
gehorchen in Ehrfurcht
Deinem Gebieten.
Du gibst die Fülle
bekannt und
die heilige Leere.
Schwebend zwischen den Welten
Dein Silber,
spottend des Goldes,
des verführerischen;
weich sind und kühl
Deine gesponnenen Fäden.
Du kennst das Schicksal
und stellst es hinein
in die Sterne.
Selene, luna, la lune,
moon, lieber Mond.