Archiv fürJanuar, 2008

Posted:Freitag, Januar 11th, 2008 @ 12:30 in Neue Maier-Lyrik
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Tag-Gestirn

Ihr Privileg nützt sie
auf strahlende Weise,
so oft sie nur kann.
Hässliches hebt sie
mit natürlichem Charme
ins Übernatürliche.
Ein Glänzen erweckt sie
auf ödesten Farben,
selbst wenn diese
mit einem prächtigen
Regenbogen
konkurrieren müssen.
Und die sie verbergenden
Regenwolken
nützt sie,
die Firnisschicht zu schaffen,
die sie leuchten lässt
im Festtagsglanz,
wenn sie die Bühne
des siegenden Tages betritt
zu ihrer immer wiederkehrenden
Vernissage.
Helios, sole, soleil, sun,
liebe Sonne.

Posted:Donnerstag, Januar 10th, 2008 @ 8:08 in Aphorismen
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Aphorismus 3/08

Nur kübelausschüttende Kritik ist nichts weiter als opportunistisches Auskotzen ohne Chance etwas Gutes zu bewirken: zahnlos und sabbernd.

Posted:Donnerstag, Januar 10th, 2008 @ 2:10 in Neue Maier-Lyrik
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Illumination

Illuminieren
heißt ja: beleuchten.
Illuminiere ich
mit meinen kritischen Worten
die Politik der Regierung?

Posted:Mittwoch, Januar 9th, 2008 @ 7:31 in Neue Maier-Lyrik
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Einfließendes, Ausfließendes

Glücklicher Virus,
wenn Du vergisst,
was doch nicht
zu ändern ist:
dass es Menschen gibt,
auf die Du keinen
Einfluss ausübst:
Influenza.
Und glücklicher Mensch,
wenn Du vergisst…
Es gibt sie eben:
Influenza…
Frei nach Epiktet/frei nach Wikipedia: Nach der Lehre Epiktets soll man strikt unterscheiden, welche Dinge und Geschehnisse von einem selbst beeinflusst werden können und welche nicht.

Posted:Mittwoch, Januar 9th, 2008 @ 4:52 in Allgemein, Spiegel (u.ä.)-Ecke
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Aus der taz von heute - ohne etwas an ihr auszusetzen

Roland Koch kürzte bei Gewaltprävention
Tatort Hessen
Entgegen seiner Rhetorik produziert Roland Kochs Politik Kriminelle: Über Jahre hat das Land Hessen Sozialprojekte für straffällige Jugendliche zusammengestrichen.

Posted:Sonntag, Januar 6th, 2008 @ 11:36 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Wo i mi druf b’sonna han

Oh je! Wann i mi no
uf dia Zeita b’senn,
wo m’r en meim Flecka bloß
hot miassa russische
Oier essa ond scho
isch m’r ganz
lenks gwea:
no wird m’r’s
ganz andersch.
Übersetzung bei Kommentar Nr.2

Posted:Sonntag, Januar 6th, 2008 @ 7:26 in Aphorismen
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Aphorismus 2/08

Das Glück ist ein so unzuverlässiger Geselle, dass man nicht auf ihn angewiesen sein möchte.
(angeregt durch einen Aphorismus von Petros )

Posted:Donnerstag, Januar 3rd, 2008 @ 6:03 in Allgemein, Spiegel (u.ä.)-Ecke
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SOS: Hilfe gegen Monsanto

Genforscher von Monsanto haben bestimmte Abschnitte des schweinischen Erbgutes entschlüsselt und beschrieben. Dieses wollen sie nun weltweit als Patent anmelden. Im Falle einer Erteilung wäre Schweinezucht nur noch mit der Genehmigung des Konzerns möglich.
Das berichtete heute der Fernsehsender Phoenix - leider ohne Handlungsangebot.
Hier gibt es weitere Informationen.
Und eine entsprechende Unterschriftenliste kann hier heruntergeladen [...]

Posted:Donnerstag, Januar 3rd, 2008 @ 12:04 in Aphorismen, Neue Maier-Lyrik
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Lyrischer Aphorismus 1/08

Der Traum
ist nichts anderes
als die andere Seite
der Wirklichkeit.

Posted:Mittwoch, Januar 2nd, 2008 @ 5:39 in Neue Maier-Lyrik
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Partizipien der Vergangenheit

1. Verlassen,
verloren,
verborgen,
verbraucht,
verraten
und verkauft.
2. Erleuchtet,
erfreut,
erfahren,
erfunden,
erlebt
und ererbt.
3. Befunden,
begangen,
befangen,
beglichen,
bedacht
und belacht.
4. Zerpflückt,
zerfleddert,
zerrissen,
zerronnen,
zersponnen
und zerdacht.
5. Gebracht
und gedacht,
gefunden
und gebunden,
gelauscht
und gebauscht.
Aufgebahrt und aufgebauscht,
vorgefunden und wertbefunden,
zugespitzt, den Mund gespitzt,
hinterfragt und weisgesagt.
Lauter erzählenswerte Geschichten.