Archiv fürFebruar, 2008

Posted:Freitag, Februar 29th, 2008 @ 4:04 in Neue Maier-Lyrik
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Frühling

Der Hirte,
der die Sehnsucht
hütete,
lässt nun
die Lämmer springen.

Posted:Freitag, Februar 29th, 2008 @ 11:05 in Neue Maier-Lyrik
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Freiheit, die ich meine (anagrammatischer Wunsch)

Betreten verboten?
Verb netto erbeten!
- angeregt durch Brigitte Fuchs

Posted:Montag, Februar 25th, 2008 @ 5:11 in Neue Maier-Lyrik
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Von Faurndau nach Schwäbisch Gmünd heute

Ein Seelenhügel,
hinmodelliert zwischen
zu kunterbunten Villen
mutierten Bahnhöfen
abgelegter Geschichte.
Im alten Gras unter
ans blaue Firmament
ornamentzeichnendem
Geäst der Apfelbäume
ausgestreckt.
Die Kette der Juraberge,
hinmodelliert auch,
wenn auch in Zeiträumen
über menschliches Denken hinaus,
begleitend führte mich her
der alte Bahndamm,
asphaltiert seit langem
für Flaneure jeglicher Art.

Posted:Freitag, Februar 22nd, 2008 @ 10:57 in Neue Maier-Lyrik
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Allem Anschein nach

Das Angeber-Weiß
„Silber“
hat seinen Glanz
auch nur
von der Sonne
entliehen.

Posted:Donnerstag, Februar 21st, 2008 @ 8:35 in Allgemein
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Tag der Mundart bzw. (eigentlich) der Muttersprache

Bei Mikel bin ich grade noch daran erinnert worden: Heit isch d’r Dag vom Dialekt:
Grad gnuag
hanne d’rvoo:
Vo meim Schwäbisch,
wo me glei jeder
d’ra kennt.
Grad gnuag
hanne davoo:
Dass e meine Kender
net schwäbisch
han erzooga.
Ond selber
schbrech i
jo au
Hochdeitsch,
moin’e.

Posted:Donnerstag, Februar 21st, 2008 @ 3:31 in Spiegel (u.ä.)-Ecke
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Datenschützer

„Datenschützer im Visier der Fahnder“*
Ist ein Datenschützer als Datenschützer im Visier der Fahnder?
Sind die Datenschützer im Visier der Fahnder?
Sind die Datenschützer oder der Datenschützer moralisch im Recht?
Oder sind es die Fahnder?
Leben wir in einem Stasi-Staat,
in dem Datenschutz ein Fremdwort ist?
Leben wir in einem Staat,
der sich Datenschutz nicht leisten kann,
weil sonst die Gesellschaft zerbricht?
Oder ist der, [...]

Posted:Dienstag, Februar 19th, 2008 @ 11:27 in Neue Maier-Lyrik
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Der Kleiber

Der Kleiber
in unserem Vorfrühlingsgarten
läuft kopfüber
kopfunter am Stamm meines
Aufrechtstehens.
Ich traue mich
nicht mich fallen zu lassen,
um ihn nicht zu
vertreiben.

Posted:Montag, Februar 18th, 2008 @ 12:44 in Neue Maier-Lyrik
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Noch ein Gedicht aus dem Klinikum

Der Halbmond zeigt:
Er nimmt zu.
Mein Wohlbefinden
nach der OP nimmt zu.
Bleich steht der Mond
am blaustrahlenden Sonnenhimmel,
wie die brennende Lampe
am Eingang der Urologie
so bleich.
Hat eine von beiden
Unscheinbarkeiten
etwas zu bedeuten?

Posted:Montag, Februar 18th, 2008 @ 12:30 in Neue Maier-Lyrik
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Im Klinikum

Wo ich mich befinde,
wo ich hause:
unbehaust.
Wo ich mich finde,
von wo ich fern bin,
lebe ich
mein gegenwärtig virtuelles Leben,
das ich unbesehen
Leben nenne.
In der Klinik hier,
wo man mir Gutes tut,
bin ich
- geboren in dieser Stadt,
hier um die Ecke -
ein Türke,
passe mich an, lehne mich auf,
sehne mich nach Hause,
dahin, wo ich eigentlich
ein Zugezogener bin.
Hier, wo ich geboren bin,
bin ich [...]

Posted:Samstag, Februar 16th, 2008 @ 2:54 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Am (geplanten) Tag der OP

Di erschde Sonnaschdrahla
kommat s’Nesabachdal rufg’schwirrt.
A Röde isch iber’m Reizaschdoi kurz.
Heller wird’s scho,
au wenn’s Lichder grad gnuag gibt
en d’r nächdlicha Schdadt.
Ab’r s’Firmament wird jo heller.
Dag isch’s jo glei.
Hektik isch gnuag uf de Schdroßa.
Ond was brengt jetzt d’r Dag?
M’r wird’s seha.
 
So viel zwischendurch. Die um einen Tag verschobene OP ist gut verlaufen. Mir geht’s blendend - bis [...]