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	<title>Kommentare zu: Paradoxon der Geschichte</title>
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	<description>Lyrisches von Helmut Maier</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 21:17:52 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.maierlyrik.de/blog/2008/03/31/paradoxon-der-geschichte/comment-page-1/#comment-5243</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 11:53:21 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Petros,
Zuerst vielen Dank f&#252;r Dein gr&#252;ndliches Nachdenken und Deine gro&#223;artige, fast zu freundliche Interpretation. Ich selber war mir beim Schreiben sicher, dass &#252;ber den platten Anlass zum Schreiben hinaus noch mehr in der Metapher stecken k&#246;nnte. Es h&#228;tte mir aber auch passieren k&#246;nnen (und kann mir noch passieren), dass jemand, der in EU-Recht und gleichzeitig in der Geschichte zuhause ist, mir die Plattitude vorwirft, die in den puren genannten Parametern steckt:
1. Champagner darf nach EU-Recht nur genannt werden, was aus der Champagne in Frankreich stammt.
2. Tilsit liegt in Ostpreu&#223;en, heute als Teil Russlands. Wenn die Russen den Namen Tilsit daf&#252;r beibehalten h&#228;tten (und es nicht in Sowetsk umbenannt h&#228;tten)oder noch eher wenn sie es gar nicht f&#252;r sich behalten h&#228;tten, k&#246;nnte Tilsit m&#246;glicherweise das Recht f&#252;r sich reklamieren, dem K&#228;se, der in Tilsit produziert wird, diesen Titel 'Tilsiter' zu reservieren. Da die Dinge aber so liegen, wie sie liegen, kann Sowetsk hier wohl nichts ausrichten, oder?

Deshalb nun kann es Tilsiter K&#228;se sonstwo geben, weil Tilsit nun eben nicht dem EU-Recht unterliegt.

Ob das nun paradox im strengen Sinne ist, kann ich nicht hundertprozentig nachvollziehen. Mir erscheint es aber so, weil die Geschichte hier Verwerfungen geschaffen hat, die sie der Champagne nicht zugemutet hat.

Nun kannst Du (und kann jedes) urteilen.
Da Du aber schon so eine tolle Vorlage geliefert hast,
d&#252;rfte das Tor vielleicht doch nicht ein Eigentor abgeben.

Liebe Gr&#252;&#223;e
Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Petros,<br />
Zuerst vielen Dank f&#252;r Dein gr&#252;ndliches Nachdenken und Deine gro&#223;artige, fast zu freundliche Interpretation. Ich selber war mir beim Schreiben sicher, dass &#252;ber den platten Anlass zum Schreiben hinaus noch mehr in der Metapher stecken k&#246;nnte. Es h&#228;tte mir aber auch passieren k&#246;nnen (und kann mir noch passieren), dass jemand, der in EU-Recht und gleichzeitig in der Geschichte zuhause ist, mir die Plattitude vorwirft, die in den puren genannten Parametern steckt:<br />
1. Champagner darf nach EU-Recht nur genannt werden, was aus der Champagne in Frankreich stammt.<br />
2. Tilsit liegt in Ostpreu&#223;en, heute als Teil Russlands. Wenn die Russen den Namen Tilsit daf&#252;r beibehalten h&#228;tten (und es nicht in Sowetsk umbenannt h&#228;tten)oder noch eher wenn sie es gar nicht f&#252;r sich behalten h&#228;tten, k&#246;nnte Tilsit m&#246;glicherweise das Recht f&#252;r sich reklamieren, dem K&#228;se, der in Tilsit produziert wird, diesen Titel &#8216;Tilsiter&#8217; zu reservieren. Da die Dinge aber so liegen, wie sie liegen, kann Sowetsk hier wohl nichts ausrichten, oder?</p>
<p>Deshalb nun kann es Tilsiter K&#228;se sonstwo geben, weil Tilsit nun eben nicht dem EU-Recht unterliegt.</p>
<p>Ob das nun paradox im strengen Sinne ist, kann ich nicht hundertprozentig nachvollziehen. Mir erscheint es aber so, weil die Geschichte hier Verwerfungen geschaffen hat, die sie der Champagne nicht zugemutet hat.</p>
<p>Nun kannst Du (und kann jedes) urteilen.<br />
Da Du aber schon so eine tolle Vorlage geliefert hast,<br />
d&#252;rfte das Tor vielleicht doch nicht ein Eigentor abgeben.</p>
<p>Liebe Gr&#252;&#223;e<br />
Helmut</p>
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		<title>Von: Petros</title>
		<link>http://www.maierlyrik.de/blog/2008/03/31/paradoxon-der-geschichte/comment-page-1/#comment-5218</link>
		<dc:creator>Petros</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 09:49:27 +0000</pubDate>
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		<description>Lange nachgedacht...
Ich beziehe das Geschriebene einmal auf die Reifezeit.
Und in der Tat, w&#252;rden wir die Reifezeit des Champagners (15 Monate bis 3 Jahre) auf die Tilsiter anwenden, der fr&#252;her zumindest 5 Monate (heute vielleicht 2 - 3 Monate) f&#252;r seine pikante W&#252;rze reifen musste, w&#228;re dieser nur noch ein Klumpen Nichts.

...meint
ganz vorsichtig
Petros</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lange nachgedacht&#8230;<br />
Ich beziehe das Geschriebene einmal auf die Reifezeit.<br />
Und in der Tat, w&#252;rden wir die Reifezeit des Champagners (15 Monate bis 3 Jahre) auf die Tilsiter anwenden, der fr&#252;her zumindest 5 Monate (heute vielleicht 2 - 3 Monate) f&#252;r seine pikante W&#252;rze reifen musste, w&#228;re dieser nur noch ein Klumpen Nichts.</p>
<p>&#8230;meint<br />
ganz vorsichtig<br />
Petros</p>
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