Windfluten - ein Bretagnegedicht von 1997

Gespeichert unter: Aus älterem Archiv — 28. April 2008 @ 18:20

Aus den Fluten Gestieg’ne,
nun rufst du den Wind vom Meer:
Er läßt deine Haare flattern.
Und wenn die Wellen
auf die Klippen hochspringen,
sammeln sich leuchtende Flächen
in den heiligen Becken.

Im Vergehen schon wieder
verströmen die Brunnen
doch Kraft
im Labyrinth der Felsen.

Den weißen Gischt
unter den Wolkenhaufen
packt ein Sturmwind
aus dem graugrünen Gewoge.

Die Stirne
umstreichen
Gischttropfen und Schauerschleier
gemeinsam
und wecken den Widerhall
meiner Worte.

Die Windkräfte reißen sie mit sich
über die Heide.
Erst in den fernen Dolmen
legen sie sich
zur Ruhe.

2 Kommentare »

  1. Petros:

    Die Natur hat unzählige Bilder.
    Hier finde ich eines davon beschrieben und kann es sehen, fast an-fassen.

    Gruß
    Petros

  2. Helmut:

    Und in der Bretagne verschmelzen Natur, uralte Kultur und Anderswelt in eins.

    Schön, dass die Bilder für Dich hand-hab-bar wurden.

    Liebe Grüße an Dich, Petros
    Helmut

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