Myrten und Mauern

Gespeichert unter: Allgemein, Neue Maier-Lyrik — 12. Juni 2008 @ 21:43

unserem großartigen Gastgeberehepaar Jutta und Dieter gewidmet

In Lichtspielen
zwischen Himmel und Meer
in duftendem Pflanzen-Universum
das Paradies,

den Menschen zugedacht:
unbescheidend sie abbildend,
die Kräuter, die Bäume,
verehrend eintauchend in den Schatten
der umgedrehten Kettenbögen
der Zypressen, den
der Mandelbäume und Pinien,
der Olivenbäume und Palmen.

Zugänglich rechtens
für alle:
die oberen Klassen.
ein Bürgertum, nur noch umgeben
von Gartenmauern
mit den Mosaik-Emblemen drauf
jener Propheten
meinetwegen
der heilsuchenden Bourgeoisie:
Güell und Gaudì.

3 Kommentare »

  1. Petros:

    …zum Schwelgen!
    Und umgekehrt: Die angelegten Gärten sind Pseudo-Paradiese. Das wahre Eden ist bei näherer Betrachtung nicht selten im sog. “Unkraut” zu finden.

    …grüßt Petros
    den “Heimkehrer”

  2. Paul Spinger:

    Nun war ich auch im Urlaub, Dank Deines Gedichts.

  3. Helmut:

    Vielen Dank Euch erst einmal, Ihr beiden, ‘Peter und Paul’ :-) .

    @Petros:

    So viele “Unkräuter” wie in den mediterranen Gärten wünschte ich mir in manchem Garten Mitteleuropas.

    @Paul:

    … und den sozialen Urlaub von der herrschenden neoliberalen Ideologie wünschen wir uns vielleicht beide noch …

    Liebe Grüße
    Helmut

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