Zur Sommersonnenwende

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 21. Juni 2008 @ 10:48

Den Gipfel haben wir erklommen.
Nun lasst uns Ausschau halten
In die Ebenen und Täler,
Wohin der Abstieg führt,
Darin zu leben.

Die Bilder sollen wir
Ganz im Gedächtnis speichern
Und bewahren,
Damit da unten wir dann wissen,
Wo wir stehen.

11 Kommentare »

  1. syntaxia:

    Ich finde es eher schade, dass nun die Tage schon wieder kürzer werden. Doch macht mir der Kreislauf mit seiner Verlässlichkeit auch Hoffnung.
    Sie kommt ja dann bald wieder, die Wintersonnenwende..

    ..grüßt Monika in dein hoffentlich schönes Wochenende

  2. quersatzein:

    Oh ja, Helmut, das sind schöne Vorsätze zum Sommeranfang!
    Mögen uns solche Licht- und Ausblicke in “tieferen Lagen” Stütze sein…

    Schöne Sommertage wünscht dir
    Brigitte

  3. Helmut:

    Liebe Monika und liebe Brigitte,

    vielen Dank für Eure Kommentare, bzw. für Dein Lob, liebe Brigitte.

    Wir können es natürlich sinngemäß auch so machen wie Till Eulenspiegel, der immer bergabwärts jammerte, weil er sich schon den kommenden beschwerlichen Aufstieg vorstellte. ;-)

    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Traveller:

    das stete Auf und Ab
    der Wechsel von hell und dunkel
    ich glaube, sie machen unser Leben spannend

    sich Überblick verschaffen
    und ihn nicht verlieren
    in den dunklen Zeiten
    das ist ein guter Vorsatz

    liebe Grüße
    Uta

  5. LadyArt:

    Lieber Helmut,

    Dein Gedicht hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es ist eine ganz ruhige, weise Mahnung, die alles offen lässt, jeder Leser mag sich herausnehmen was er auf sich beziehen kann… denn jedes Leben ist anders, aber wir stehen oft im Gewühle und erkennen nicht wo wir eigentlich stehen.
    Ein Blick, von ganz oben, wird den eigenen Lebensraum positionieren, aber auch “bescheidener” machen, wenn wir seine Winzigkeit erkennen, und die Bedeutungslosigkeit vor der Majestät der Größe, die in allem ist.
    Es ist ein wunderschönes Gedicht. Danke dafür!
    Herzlichst
    Gabriele

  6. Helmut:

    Hallo Uta,

    Der Wechsel ist’s, der mich fasziniert, aber auch der Zusammenhang vom einen mit dem andern. Hoffentlich hast Du das mit dem ‘Vorsatz’ nicht so gemeint wie an Silvester, sondern eher als Leitlinie, als Orientierung verstanden.

    Liebe Grüße und vielen Dank für Deinen Besuch
    Helmut

  7. Helmut:

    Hallo Gabriele,

    Es überfordert mich beinahe, wenn Du von ‘Mahnung’ sprichst. Die steht mir nicht zu. Aber Hilfe zur Orientierung darf ich vielleicht doch geben.

    Interessant wäre noch, was wir jeweils unter ‘Größe’ verstehen. Ist es die Höhe, von der aus der Blick in die Täler wandert, oder die Weite der Landschaft, in der es sich zu verorten gilt.

    Liebe Grüße und vielen Dank für das übergroße Lob
    Helmut

  8. wortmeer:

    WUNDERSCHÖNE MUTMACHENDE ZUVERSICHTLICHE AUFMUNTERNDE
    Worte, jetzt wo es wieder “hinunter” geht. Genießen wir die sonnigen Tage und bewahren sie uns. Genau!

    Liebe Grüße
    vom wortmeer

  9. Helmut:

    Ja, jetzt, wo es wieder hinunter geht, gibt es (wenigstens statistisch) die wärmsten Tage.

    Danke für den Besuch und das ungeheuer aufmunternde Lob.
    Liebe Grüße
    Helmut

  10. kathrin:

    ich möchte noch nicht daran denken, daß es wieder hinunter geht. genieße die tage, an denen bei der fahrt zum frühdienst schon die sonne am himmel steht und nicht erst aufgeht, wenn ich fast schon wieder nach hause fahre. möchte die wärme, das licht noch länger genießen und nicht daran denken, daß es mir bald schon wieder fehlt.
    leben im hier und jetzt. aber nur im frühling/sommer.
    im herbst, im winter erst recht, dann beginnt die zeit des erinnerns und des hoffens und wünschens.
    bis dahin ist noch zeit…

    lg,
    kathrin

  11. Helmut:

    Nicht aufhalten
    können wir sie,
    die Momente.
    Aber bewahren
    im Sinnen und Trachten
    und uns schon längst
    vor der Erfüllung
    herholen aus der Erinnerung
    künftiges Glück.
    Unglück müssen wir dulden,
    aber niemals
    kann es aufwiegen
    das dankbar Genoss’ne.
    So sag ich,
    solange ich Glück
    noch genieße.

    So weit meine durch Deine Gedanken ausgelösten Empfindungen, liebe Kathrin. Vielen Dank für Deine Kommentarzeilen

    und liebe Grüße
    Helmut

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