Aphorismus 20/08
Verlassen ist man, wenn man sich auf nichts mehr verlassen kann.
Verlassen ist man, wenn man sich auf nichts mehr verlassen kann.
Immer im alten Trott?
Oder Überraschung des immer wieder Neuen?
Beides finde ich im Kreis
der Spirale.
Kommentar zu einem (offenbar von mir angeregten) Text von Petros
Worte fließen
und fügen sich
in die Richtung
zu fließen
des Bachbetts.
Wortrinnsale
fügen sich
zusammen
zu Stromschnellen
der Überraschung.
Kommentargedicht zu einem Senryu von Syntaxia
Wie Aphrodite will ich
Aus dem Bad der Reinigung
Ganz unbeschadet, unschuldig
Stark und wieder gesund
Erstehen, von dem Schaum
Der Wogen umbrandet in
Ganz neuem Glanz mich zeigen.
Ich will, was war, im Ozean
Versenken, will, wenn ich fühle
Des Sundes starke Strömung,
Aus ihm hervorgehn und
Des Wandels walten.
So wendet alles sich und geht
Von Neuem den Weg des Neubeginns,
Der ewigen Gesetzen treu
Gesundheit gibt und [...]
wind war der bote,
der uns goldblätter brachte
und silbertränen
Artisanne hat mich schon wieder überrascht - mit einer (wenn das möglich wäre) noch schöneren Perle.
Mit Meeresgrün
gewaschenes Himmelsblau.
Zerflossene Funkenspuren
rändern die Wolken,
buchen-silbergrau,
mit Goldstaub
aus dem Sonnenglutapfel.
Die Rokoko-Rundungen
der Solitude umspielt
die göttliche
Erfüllungs-Szenerie
einer Sommertags-Ahnung.
Diese Nacht,
was wird sie wenden?
Artisanne hat zu diesem Gedicht eine wunderschöne Perle gemacht.
Wir dürfen den Wandel erleben. Wenn der Wandel endet, endet auch das Leben.
(Kommentar zu Sabine Fenners “Nahende Jahreszeit”)
Den Stein entdecken,
seine Linien finden
und Formen.
Den Stein im Loch des Steins
umdrehen,
machen das Loch.
Die eignen Formen
den Höhlenfelsenformen
schenken
und die Farben.
Den Stein benützen
und den Stein sich
zum Gebrauch verformen.
Sich mit dem Stein
umgeben.
Und klare Formen lieben
und eine klare Welt
sich schaffen.
Das Werden und Vergehen
im Stein bewahren.
Sich anvertrauen
diesen Steinen,
die aus der Mutter Erde
kommen.
Und mit den Steinen
eine Welt erschaffen
der Ordnung,
die sich wandelt,
und diesen [...]
Petros ist wieder online!
Glimmersterne im weißen Sand.
Nicht bei Nacht
leuchten sie.
Sie strahlen am Tag.
Ich finde sie wieder
am Hals des Zyklopen;
von zerbrochenen Spiegeln
bedeckt
sein ganzes Gesicht.
Hinweis: Der weiße Sand ist der an der bretonischen Küste; der Zyklop ist das 22 Meter hohe begehbare Kunstwerk von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle (und anderen) bei Milly-le-Foret in der Ile de [...]