Archiv fürAugust, 2008

Posted:Samstag, August 30th, 2008 @ 10:16 in Aphorismen
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Aphorismus 20/08

Verlassen ist man, wenn man sich auf nichts mehr verlassen kann.

Posted:Freitag, August 29th, 2008 @ 11:05 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Wandel

Immer im alten Trott?
Oder Überraschung des immer wieder Neuen?
Beides finde ich im Kreis
der Spirale.
Kommentar zu einem (offenbar von mir angeregten) Text von Petros

Posted:Freitag, August 29th, 2008 @ 10:44 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Es fügt sich was

Worte fließen
und fügen sich
in die Richtung
zu fließen
des Bachbetts.
Wortrinnsale
fügen sich
zusammen
zu Stromschnellen
der Überraschung.
Kommentargedicht zu einem Senryu von Syntaxia

Posted:Mittwoch, August 27th, 2008 @ 9:26 in Neue Maier-Lyrik
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Wiedergeburt

Wie Aphrodite will ich
Aus dem Bad der Reinigung
Ganz unbeschadet, unschuldig
Stark und wieder gesund
Erstehen, von dem Schaum
Der Wogen umbrandet in
Ganz neuem Glanz mich zeigen.
Ich will, was war, im Ozean
Versenken, will, wenn ich fühle
Des Sundes starke Strömung,
Aus ihm hervorgehn und
Des Wandels walten.
So wendet alles sich und geht
Von Neuem den Weg des Neubeginns,
Der ewigen Gesetzen treu
Gesundheit gibt und [...]

Posted:Dienstag, August 26th, 2008 @ 3:11 in Allgemein, Aus älterem Archiv
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Haiku und Glaskunst - schon ein richtig herbstlicher Vorgeschmack

wind war der bote,
der uns goldblätter brachte
und silbertränen
Artisanne hat mich schon wieder überrascht - mit einer (wenn das möglich wäre) noch schöneren Perle.

Posted:Montag, August 25th, 2008 @ 12:12 in Allgemein, Aus älterem Archiv
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Ein-Stimmung

Mit Meeresgrün
gewaschenes Himmelsblau.
Zerflossene Funkenspuren
rändern die Wolken,
buchen-silbergrau,
mit Goldstaub
aus dem Sonnenglutapfel.
Die Rokoko-Rundungen
der Solitude umspielt
die göttliche
Erfüllungs-Szenerie
einer Sommertags-Ahnung.
Diese Nacht,
was wird sie wenden?
Artisanne hat zu diesem Gedicht eine wunderschöne Perle gemacht.

Posted:Sonntag, August 24th, 2008 @ 12:24 in Aphorismen
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Aphorismus 19/08

Wir dürfen den Wandel erleben. Wenn der Wandel endet, endet auch das Leben.
(Kommentar zu Sabine Fenners “Nahende Jahreszeit”)

Posted:Mittwoch, August 20th, 2008 @ 2:10 in Aus älterem Archiv
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Die vier Steinzeiten - meine Sicht von damals, von mir neu genossen

Den Stein entdecken,
seine Linien finden
und Formen.
Den Stein im Loch des Steins
umdrehen,
machen das Loch.
Die eignen Formen
den Höhlenfelsenformen
schenken
und die Farben.
Den Stein benützen
und den Stein sich
zum Gebrauch verformen.
Sich mit dem Stein
umgeben.
Und klare Formen lieben
und eine klare Welt
sich schaffen.
Das Werden und Vergehen
im Stein bewahren.
Sich anvertrauen
diesen Steinen,
die aus der Mutter Erde
kommen.
Und mit den Steinen
eine Welt erschaffen
der Ordnung,
die sich wandelt,
und diesen [...]

Posted:Dienstag, August 19th, 2008 @ 10:26 in Allgemein
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Hinweis wg. Petros

Petros ist wieder online!

Posted:Dienstag, August 19th, 2008 @ 4:47 in Neue Maier-Lyrik
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Sterne

Glimmersterne im weißen Sand.
Nicht bei Nacht
leuchten sie.
Sie strahlen am Tag.
Ich finde sie wieder
am Hals des Zyklopen;
von zerbrochenen Spiegeln
bedeckt
sein ganzes Gesicht.

Hinweis: Der weiße Sand ist der an der bretonischen Küste; der Zyklop ist das 22 Meter hohe begehbare Kunstwerk von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle (und anderen) bei Milly-le-Foret in der Ile de [...]