Archiv fürAugust, 2008
Posted:Sonntag, August 17th, 2008 @ 10:33 in Neue Maier-Lyrik
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Du erscheinst
auf der steinigen Leinwand
der Felsenträger.
In fließenden Linien,
ineinanderfließenden
Mustern. Ornamental
wirken
deine Erscheinungsformen
dem Unkundigen.
Du aber wirklich
einflussreich wirkende
Göttin,
Gavrinis ist Dein Server,
dem es gelungen ist,
deine Daten zu bewahren
über so viele
Jahrtausende.
Öffne die Augen,
dass sie nicht Schönheit
nur sehen,
die blendende,
auch wenn wir
vor ihr schon allein
niedersinken wollen
in Entzücken.
Die Frage bleibt:
Wohin sollen wir gehen?
Posted:Sonntag, August 17th, 2008 @ 2:04 in Neue Maier-Lyrik
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Aufkochen lassen.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt.
Doppelpunkt, Doppelpunkt:
Höhepunkt.
Posted:Samstag, August 16th, 2008 @ 5:13 in Neue Maier-Lyrik
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Konk Leon.
Au bout du monde.
Finis terrae.
Am Ende der Welt.
Finistere.
Bretonischer Hermelin
an der Einfahrt
zum Campinplatz.
Möwengezeter
am alten Hafen.
Felsen und Heide.
Hinaus in die Weite
mit den Fischerbooten?
Erst gelandet sind sie.
Das Gefühl des Verlorenseins,
es verliert sich.
Fische werden zerlegt.
Nicht nur die Möwen
freuen sich auf ein Mahl.
In der Spelunke
der Freibeuter
gibt es Galettes
mit Äpfeln
aus Avalon.
Posted:Freitag, August 15th, 2008 @ 2:02 in Neue Maier-Lyrik
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Zwischen den Sandsteinfelsen
An der Pointe du Grouin
Sandiger Streifen.
Da funkelt es aus zwei Augen.
Den Schatz hebe ich auf:
Grau ist das Steinchen.
Posted:Donnerstag, August 14th, 2008 @ 10:44 in Neue Maier-Lyrik
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1. Wirklich watt Wanderung
Am Mont Saint Michel?
Wattwanderung!
2. Wo Pilger immer
Nasse Füße kriegen:
Prozession übers Watt
Zum Mont Saint Michel!
Posted:Mittwoch, August 13th, 2008 @ 9:38 in Neue Maier-Lyrik
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Die Sphären
der Quadratur begreifen.
Die vier Weltecken
als die Vielfalt des Lebens sehen.
In die Sphären eingebettet,
aber begriffen
mit den vorsichtigen
Fingerspitzen.
Die sorgfältigen
Diebsfinger
als Hinweis
auf nötige Sorgfalt achten,
lachen
über die verschwundenen
zwei Flaschen Wein,
das alte Brot,
den eben erst gekauften
französischen Käse,
sogar den inzwischen fehlenden Vorrat
an Margarine noch
im kleinen Wohnmobil.
Keine Medizin fehlte,
keine Ausrüstungsgegenstände
für die Reise,
nicht der Kraftfahrzeugschein,
den sie offen liegen ließen,
nichts von Bedeutung,
keine von den [...]
Posted:Dienstag, August 12th, 2008 @ 10:20 in Neue Maier-Lyrik
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In Gittern gerastert
Die Erkenntnis der Welt.
Eckpunkte gezählt
Und die Diagonalen
Gezogen:
Quintessenzen
Destilliert.
Aus vier mach neun.
Doch zwischen den Potenzen
Tanzen unbegriffen
Die Mysterien noch.
Nur im Taumel spüren
Lassen sie sich.
Posted:Dienstag, August 12th, 2008 @ 3:06 in Neue Maier-Lyrik
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Mei Frau
Hot sich earan Kopf
Net Z‘rechtg’setzt
Em Uffschdelldach
Vom VW-Bus
(wia’n’i g’moint hau).
Se hot an beim Nuffschdeiga
Nau richdig nog’noddelt,
sait se.
Posted:Montag, August 11th, 2008 @ 5:17 in Neue Maier-Lyrik
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Der Mont Saint Michel.
Umschleiert.
Ganz in der Ferne.
So weit entfernt
Von dem Sandstrand,
Wo die jungen Liebenden sich kosen,
Wie Cotentin.
Näher ist mir der Menhir,
Neun Meter hoch,
Wenn auch
Entrückt meinem Blick,
Aber gegenwärtig
Dem Traum
Eines vernünftigen Morgen.
Kriegerischer Mordlust entgegen
Vom Himmel gefallen,
Die massakrierenden
Streitenden
Zu trennen.
Posted:Sonntag, August 3rd, 2008 @ 6:27 in Neue Maier-Lyrik
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Grau ist nicht
eine Farbe.
Das Grau der Wolken,
deren Himmelsfeuer
sich dem Grau
der bretonischen Hausdächer
angeglichen hat.
Das schwarze Grau
der Hügel und Bäume,
sobald die Sonne
versunken ist
in den Wellen.
Das dunkelblaue Grau
des Himmels
im Osten.
Das hellblaue Grau
der zurückweichenden Fluten,
von innerem Licht illuminiert.
Der rosige Grauton
des Schlicks,
der rötliche Grauglanz
des Sandes.
Vielfältig ist es,
das Grau,
abgestuft die Farbtöne
des Graus.
Grau ist ein Strauß
vieler Farben.
Friedlich versammelt.
Und kein Grausen.