STAU der Gefühle

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 22. September 2008 @ 2:16

Ein Monster
an journalistischer Objektivität:
“Ich stelle die Dinge dar,
wie sie sind.”
Er will nicht wissen,
wie er sie sieht.

6 Kommentare »

  1. LadyArt:

    Lieber Helmut,

    das ist wohl einer der Grundirrtümer, denen die Menschen erliegen, dass sie sich selbst und ihre Art zu denken zum Absoluten erklären. Sind sie einfältig, dann mag man ihnen das wegen dem Mangel an Bildung durchaus nachsehen, sind sie es aber nicht, dann könnte man anderes erwarten.
    Dies zu erkennen bedeutet, dass man für sich selbst einen anderen Weg geht, den des Suchenden, des Offenen, der nachfragt und seine eigenen Standpunkte hinterfragt…
    Von Politikern und Journalisten verlangen die Menschen allerdings klare Aussagen und eindeutige Stellungnahmen… Das wollen sie hören!
    Was ist Ursache und was Wirkung?
    Ein interessanter Denkansatz.

    Liebe Grüße
    Gabriele

  2. Helmut:

    Oh, vielen Dank, liebe Gabriele, dass Du die knappen Zeilen so detailliert interpretiert hast. Mit dieser Interpretation bin ich sehr zufrieden. Wenn man einen entsprechenden Journalisten erlebt hat, kann man sie nur unterstreichen.
    Übrigens scheint mir die Gefahr bei Politikern ein bisschen geringer zu sein als bei Journalisten, die ja tatsächlich vorrangig die Aufgabe haben, etwas sachlich darzustellen (was aber entschieden zu weit gehen kann).

    Ganz liebe Grüße von mir.
    Helmut

  3. Petros:

    (Vorurteil - Urteil - Vorteil)
    Sie wären allesamt einsame Rufe, würden da nicht die gierigen und/oder gläugigen Hörer sein.
    Gruß
    Petros

  4. Helmut:

    Danke für den Kommentar, lieber Petros. Ich gehe mal davon aus, dass Du damit Gabrieles Interpretation durchaus bestätigst.

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. excuses:

    Könnten wir bei dem betreffenden zurückfragen, wie er sich selbst sieht: als Monster
    ‘wikipedia: Monster (lat. monstrum, „Mahnzeichen“ wie lat. monstrare, „zeigen“ von lat. monere, „mahnen, warnen“)’
    als Hinweisender, Mahnender, Warnender
    vielleicht stimmt er dann sogar dem Ausdruck zu, wissend, was Objektivität wirklich sujektiv bedeutet, wer weiß? :))

  6. Helmut:

    Lieber Curt, ich denke eher, dass er für uns und seine Kollegen ein Mahnzeichen ist, ohne dass er das selber weiß.

    Liebe Grüße und vielen Dank für die Recherche.
    Helmut

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