Herbst-Illumination

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 25. Oktober 2008 @ 17:58

In die goldenen Zweige
Der hochaufgeschossenen Birke,
Blauumwirkt,
Glanzpunkte versammelnd,
Lese ich Gesichter ein,
Ereignisse,
Realitäten,
Geheimnisse.
Und voller Erstaunen
Sehe ich sie dann
Vor mir,
Abendbeleuchtet,
In Entzücken geronnen.

13 Kommentare »

  1. syntaxia:

    Ist es nicht herrlich Helmut, wie das Licht spielt?!
    Der Übergang von eben noch Sonnenschein zum Abendlicht, vergeht hier sehr schnell.
    Dann ist die Sonne schon hnter dem Wald versunken und plötzlich, wie du schreibst, eine Illumination, feuerfarbener Himmel…

    ..wünscht dir Monika einen schönen Abend

  2. LadyArt:

    Lieber Helmut,

    Ein Zauber geht von diesem Herbstgedicht aus, der an Farbigkeit und Glanz kaum zu übertreffen ist.

    Danke für dieses schöne Gedicht!

    Gabriele

  3. Bjoern:

    Schon mal Rumtopf ansetzen. Und den Kamin anmachen!

  4. quersatzein:

    Gesichter und Geheimnisse in den goldenen Zweigen der Birke…
    das ist Poesie.

    Einen sonnigen Herbstsonntag wünscht
    Brigitte

  5. Hermann Josef:

    Das ist wunderschönste und geheimnisvollste Stimmung, die Du da in Worte legst … sehr beeindruckend. Und stimme Brigtte zu: Das ist Poesie !!!
    Wünsche Dir Gutes und einen erfüllten Sonntag.
    Hermann Josef

    PS.: Würde das Gedicht gerne bei mir verbloggen. Bitte um Rückantwort. Vielen Dank.

  6. Helmut:

    Hallo, Ihr Lieben,

    Ich bin überwältigt von Euren lobenden Kommentaren, nicht zuletzt dem von Bjoern, der das Lob indirekt in dem Vorschlag für die zu erwartende Selbstbelohnung ausgedrückt hat.

    Da ab heute “Winterzeit” ist, passt alles wunderbar zueinander.

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Paul Spinger:

    Meinen VorschreiberInnen schließe ich mich gerne an. Das ist ja eine kleine Hymne an den erlebten Herbst. Dafür ganz herzlichen Dank.

  8. giocanda:

    Bald wird die Birke
    einem Schemen gleich
    im Nebel stehen.
    Die reiche Haarpracht
    weht nicht mehr im Wind.
    Erahnst sie nur noch
    im Vorübergehn.
    Dann weißt du, dass
    wir im November sind

    © Barbara Hauser

  9. Helmut:

    Danke, liebe Barbara, dass Du ein so schönes Kommentargedicht geschrieben hast - auch wenn ich es nicht als andere Seite der gleichen Medaille sehen möchte. Sicher ist die vorweggenommene Melancholie legitim. Ich schiebe den Gedanken noch vor mir her, weil er mir nicht hilfreich scheint.

    Liebe Grüße
    Helmut

  10. giocanda:

    interessant, dass Dir das Gedicht melancholisch erscheint.
    Ich liebe diese Zeit. Wie in Watte eingepackt spazieren gehen. Nichts sehen und doch wissen, dort steht ein Baum, ist ein Pfad, den ich kenne, der Gartenzaun des Nachbarn …
    Jetzt kann ich nur noch hoffen, ich habe Dir Deine Stimmung nicht getrübt.
    Liebe Grüße am Morgen
    Barbara

  11. Helmut:

    Nein, liebe Barbara, Du hast mir meine Stimmung nicht verdorben. Da bestand auch keine Gefahr. Ich wollte mich mit meinen Bemerkungen nur prophylaktisch dafür entschuldigen, dass ich Dein Gedicht nicht unter meines stellen wollte, obwohl es ja eigentlich schön ist.

    Dass Du diese Stimmung magst und nicht als traurig empfindest, finde ich ganz in Ordnung.

    Liebe Grüße
    Helmut

  12. Traveller:

    zauberhaft, die Momente, die du in deinen Zeilen eingefangen hast
    eine wundersame Stimmung geht von ihnen aus

    lieben Gruß
    Uta

  13. Helmut:

    Schön, wenn mir das gelungen ist, liebe Uta.

    Vielen Dank für dein anerkennendes Kommentieren
    und liebe Grüße
    Helmut

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