Saat

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 4. Dezember 2008 @ 12:34

Keimende Samen
Haben keine Angst
Vor der Dauer.
Überdauernd
Spannen sie den Bogen
Ins Zukünftige,
Umhüllend das Werdende,
Vorbereitend das Treffliche
Im Seminar der Erkenntnis
Des Wesentlichen,
Schon fertig Angelegten
Im Kern.

7 Kommentare »

  1. giocanda:

    angelegt im Kern? Schaun wer mal, wann die Saat beim Menschen aufgeht.

    Gruß
    Barbara

  2. Helmut:

    Wenn das, was gut angelegt ist ( n i c h t finanziell gesehen!!! :-) ), nicht aufgeht, ist es nicht die Schuld der Saat.

    Danke für den (berechtigten!) Kommentar, liebe Barbara.
    Und liebe Grüße
    Helmut

  3. Brigitte:

    Ja, für das Saatgut und damit für das, was uns “aufgehen” wird, wenn die Bedingungen gut sind, sind wir schon selber verantwortlich. Aber das Keimen und Wachsen der Saat ist immer wieder ein Wunder!

    Liebe Grüsse
    Brigitte

  4. Traveller:

    der Samen hält so vieles geschützt in sich
    so viel Kraft
    die ganze Pflanze, vom kleinsten Kraut bis zum riesigen Baum stecken schon darin

    während des Keimens ist er allerdings großer Gefahr ausgesetzt
    zu wenig oder zu viel Feuchtigkeit
    zu niedrige Temperaturen, zu große Hitze
    wenn der Samen Angst verspürt, dann wohl in dieser sehr schutzlosen Zeit

    liebe Grüße
    Uta

  5. syntaxia:

    ..und nur dadurch, dass sie selbst zerspringen,
    kann sich das schon Angelegte entfalten.
    Die Samen müssen loslassen, sich selbst aufgeben,
    im neu Entstehenden..

    “Im Seminar der Erkenntnis”…das gefällt mir außerordentlich gut, Helmut!!

    ..grüßt Monika

  6. Helmut:

    Liebe Brigitte, liebe Uta, liebe Monika,

    ich danke Euch für die schönen, einfühlsamen Kommentare.

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Helmut:

    Nachtrag: ‘Seminar’ ist übrigens mit ‘Samen’ etymologisch verwandt. Es kommt vom lateinischen ’semen’ = Samen. Das hast Du wohl gewusst oder intuitiv gespürt, liebe Monika.

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