Altehrwürdiges

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 10. Februar 2009 @ 10:20

Das alte Pfarrhaus
aus Rittergutszeiten,
stattlicher Bau mit Walmdach,
inmitten eines ausladenden Gartens:
ehrwürdige Bäume haben was Sehnsuchtsvolles;
Licht erhält es von oben her,
sich verfangend in den renovierten Fenstern:
Erleuchtungsblitze:
reflektierte Sonnengeschosse.
Kaum ist ein Wolkenband
vor die Sonne geschoben,
schwindet das Leuchten.
Stumpfen Glanz nur noch
verstrahlen die Ziegel,
befeuchtet von den ersten Tropfen
des Sturmtiefs.

8 Kommentare »

  1. Petros:

    …so schnell kann das gehen, mit Häusern und anderem.
    Gruß
    Petros

  2. Helmut:

    Ja, genau, lieber Petros!

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, der etwas so sehr auf den Punkt bringt,

    und liebe Grüße
    Helmut

  3. syntaxia:

    Ja, im Licht der Sonne glänzt so manches,
    doch auch ohne ihre Mithilfe, das wäre wichtiger.
    Denn die nächste Wolke kommt bestimmt…

    …grüßt Monika (mitten aus dem Sturm)

  4. Helmut:

    Da hast Du wirklich Recht, liebe Monika.
    Vielen Dank für Deinen Kommentar

    und liebe Grüße
    Helmut

  5. Paul Spinger:

    Vor mir sehe ich ein altes Foto des ersten Pfarrhauses von Eduard Mörike. Jetzt hast Du es mir in Farbe gezeigt. Danke schön.

  6. Helmut:

    Es freut mich, lieber Paul, dass ich Dir ein bisschen Farbe schenken konnte.

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Anguane:

    Lieber Helmut,

    so lass uns denn auf ein baldiges Hoch und das Verschwinden dieser Wolken hoffen, denn es wäre ja schade um das alte Haus…

    LG
    Anguane

  8. Helmut:

    Ja, es wäre wirklich schade um die Altehrwürdigkeit …

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Helmut

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