Archiv fürFebruar, 2009

Posted:Donnerstag, Februar 12th, 2009 @ 12:48 in Aus älterem Archiv
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Glückwunsch

Wenn du einen Weg vor dir hast,
festen Schritt;
wenn du erschöpft bist,
die schöpferische Pause;
wenn du Schutz suchst,
das Schlupfloch der engen Pforte und
die runden Räume der Geborgenheit;
wenn dir’s zu eng wird,
die Weite des Feldes;
wenn dir der Überblick fehlt,
die Bergspitze und die klare Sicht;
wenn dir der Trubel zu groß wird,
ein paar Stunden alleine für dich;
wenn du dich einsam [...]

Posted:Mittwoch, Februar 11th, 2009 @ 9:03 in Allgemein
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Bedingungsloses Grundeinkommen

Hier bei Oliver Gassner
finden sich noch mehr Informationen zum Thema.

Posted:Dienstag, Februar 10th, 2009 @ 2:12 in Allgemein
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Petition “Bedingungsloses Grundeinkommen”

Bis 17. Februar dieses Jahres kann man online noch eine Petition an den Bundestag zum bedingungslosen Grundeinkommen unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=1422
Man muss aber eventuell Geduld haben, bis man durchkommt, und sich dann (wenn man nicht schon von früheren Petitionen her registriert ist und einen Benutzernamen und ein Passwort hat) registrieren und dann einloggen, bevor man die Petition [...]

Posted:Dienstag, Februar 10th, 2009 @ 10:20 in Neue Maier-Lyrik
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Altehrwürdiges

Das alte Pfarrhaus
aus Rittergutszeiten,
stattlicher Bau mit Walmdach,
inmitten eines ausladenden Gartens:
ehrwürdige Bäume haben was Sehnsuchtsvolles;
Licht erhält es von oben her,
sich verfangend in den renovierten Fenstern:
Erleuchtungsblitze:
reflektierte Sonnengeschosse.
Kaum ist ein Wolkenband
vor die Sonne geschoben,
schwindet das Leuchten.
Stumpfen Glanz nur noch
verstrahlen die Ziegel,
befeuchtet von den ersten Tropfen
des Sturmtiefs.

Posted:Montag, Februar 9th, 2009 @ 10:47 in Neue Maier-Lyrik
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Rätselhaft

Sehnsucht nach Unbekanntem
kann es doch eigentlich
nicht geben.
Wonach
sollte
man
sich
da(nn)
sehnen?
Aber nach
Vergangenem
kann man sich doch
auch nicht mehr sehnen.
Es kommt doch nicht wieder.
Aber nur Vergangenes ist uns wirklich
bekannt.
-
Nachtrag: Angeregt zu diesem Texträtsel (lösbar oder nicht) wurde ich durch meinen Kommentar zu den Randnotizen #16 von Petros.
-
Paul Spinger hat ein wunderschönes Kommentargedicht beigesteuert:
Unbestimmte Sehnsucht
Da ist etwas – ich sehne mich,
Und weiß doch [...]

Posted:Samstag, Februar 7th, 2009 @ 9:32 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
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Tschechisch-Unterricht auf dem Maier-Lyrik-Blog ;-) -Teil 5

Wer was zu sagen hat
Wer sind die Stummen?
Und wer die des Wortes Mächtigen?
Barbaren waren der Sprache
der Griechen nicht mächtig.
Wer nicht deutsch spricht
in Deutschland
(außer den Sorben – und Dänen
- natürlich),
hat sich vom Migrationshintergrund
noch nicht gelöst und hat
nichts zu sagen.
Wie stellt sich das dar
im ‚slovnik‘,
dem tschechischen Wörterbuch?
Der Slowake (tschechisch ‚Slovak‘)
wie der Slowene (tschechisch ,Slovinec‘)
und wie der Slawe [...]

Posted:Samstag, Februar 7th, 2009 @ 12:27 in Neue Maier-Lyrik
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Scham oder Schande

Ich schäme mich
meiner Gefühle nicht,
sagt sich so leicht.
Ich fühle das Leid.
Was mir wehtut
oder Geschöpfen um mich.
Ich schäme mich nicht,
auch zu weinen
vor Zorn oder Mitleid.
Aber die Schande,
die mich bedrängt,
versuche ich gerne
zur Seite zu drängen.
Beschämt zu werden
drängt mich in Abwehr.
Mitgefühl stirbt gar ab.
Scham ist Beschämtwerden nicht.
Aktiv zu fühlen
und passiv zu leiden
an beschämendem Vorwurf
passen so schlecht
zueinander.
Unsre Ehre muss [...]

Posted:Donnerstag, Februar 5th, 2009 @ 3:12 in Neue Maier-Lyrik
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Scham

Die Scham,
der Menschheit
anzugehören,
die schreckliche Schicksale
hervorbringt,
sie ist unausrottbar,
wenn sie trifft
auf Sensibilität.
Wie viel leichter
lebte es sich doch
ohne sie.
-
(Nach meinem Kommentargedicht zu Pauls Gedicht “Die Bettlerin - Boulevardskizzen 8  - 
Bitte dort erst im Kontext mit dem Gedicht und den anderen Kommentaren nachlesen, bevor die Neigung zu schimpfen anfängt!)

Posted:Mittwoch, Februar 4th, 2009 @ 10:10 in Neue Maier-Lyrik
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Wir sind Papst – in zwei Chören zu singen*

Chor 1: Entlasset ihn,
entlasset ihn,
entlasset ihn
aus allen seinen Schulden.
Chor 2: Den Kirchenfürst,
den Kirchenfürst,
den Kirchenfürsten
wollen wir wohl dulden.
Chor 1: Entlasset ihn!
Chor 2: Den Kirchenfürst!
Chor 1: Entlasset ihn!
Chor 2: Den Kirchenfürst!
Den Kirchenfürsten müssen wir wohl dulden.
* nach der Melodie von „Oh hängt ihn auf ….“
-
Barbara hat mit einer schönen Kommentarstrophe reagiert und viel Spaß beim Singen gewünscht:
Oh [...]

Posted:Dienstag, Februar 3rd, 2009 @ 3:15 in Allgemein, Spiegel (u.ä.)-Ecke
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Spiegel (u.ä.)-Ecke: heute einmal bei der taz

Heute gibt es meinen Leserbrief zum taz-Artikel “Es ist Krieg - und keiner schaut hin” vom 2. Februar 2009 - beim Artikel online zu lesen.