Schwäbischer* Aphorismus

Gespeichert unter: Aphorismen, Neue Maier-Lyrik — 9. April 2009 @ 16:04

Wenn ois von de Nicht-Schwoba
Wender ond Wendehals
net en Verbendong brengt,
isch dia Persoo
scho reacht guat
em Schwäbischa
- odder se isch jenger als wia
siebnazwanzig.

*mit Einsprengseln von Honoratiorenschwäbisch und gendergerechter Sprache

4 Kommentare »

  1. Petros:

    Bin in der Dechiffrierung hängen geblieben :-(

    Gruß
    Petros

  2. Helmut:

    Darf ich um noch ein bisschen Geduld bitten?

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. syntaxia:

    Nun denn, lieber Helmut,
    bin über 27. Obwohl ich nicht behaupten mag,
    dass meine Übersetzung richtig ist.
    Nur wenn es so ist, wie ich es lese, dann liegen doch “Welten” zwischen den beiden Worten!

    ..grüßt Monika

  4. Helmut:

    Liebe Monika,

    Du hast völlig Recht: Winter und Wendehals haben (im Prinzip) nichts miteinander zu tun, auch wenn sie schwäbisch so ähnlich klingen. Bei Personen unter 27 nehme ich an, dass sie den Begriff Wendehals im politischen Sinn mindestens kaum noch mitbekommen haben, als er akkut war.

    Lieber Petros: Genügt das als Aufklärung?

    Liebe Grüße an Euch beide
    Helmut

    P.S.: 1.”Nicht-Schwoba” geht im richtigen Schwäbischen schon gar nicht; und “Verbendong” wäre zumindest ein Lehnwort aus dem Hochdeutschen - solche Wendungen z.B. müssen dem Honoratiorenschwäbischen zugeordnet werden.
    2. Im Schwäbischen gibt es statt “ebber”=jemand auch die geschlechtsneutrale Form “ois”, wörtlich übersetzt: eines, was dann so viel bedeutet wie: eine Person.

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