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Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 21. April 2009 @ 10:43

Das Wiesenschaumkraut
bereitet dem Sommer
den rechten Willkomm.

Selber umgeben
vom saftigen Grün
des sprießenden Grases
bedenkt es
den kommenden Prinzen
der lebenbringenden Jahreszeit
mit dem Titel
schaumgeboren zu sein.

16 Kommentare »

  1. Petros:

    Wie du ja richtig “aphorisiert” hast:

    Stimmungen mitzuteilen ist eines der schönsten Privilegien der Poesie.

    Schön, dein poetischer Frühsommergruß.
    Gruß
    Petros

  2. Helmut:

    Im Zusammenhang mit meinem Gedicht habe ich Dein “aphorisiert”, lieber Petros, doch zuerst glatt als “aphrodisiert” gelesen. ;-)

    Ich danke Dir und grüße Dich herzlich.
    Helmut

  3. ELsa:

    Achja, trefflich!

    Alles ist so feierlich, nicht wahr, und nun weiß ich, warum, weil der Prinz kommt!

    LG
    ELsa

  4. Anonym:

    welch gelungenes Bild mit den Augen eines Sehenden geschrieben -

    liebe Grüße
    veredit

  5. Helmut:

    Liebe Elsa und auch veredit,

    dieses Gedicht ist in Anklang an die “heilige Hochzeit” entstanden, die in der Matriarchatsforschung eine große Rolle spielt. In einem Interview mit Heide Göttner-Abendroth
    hat Geseko von Lüpke das mit ihr besprochen. Es ist hier zu finden (und kann dort downgeloadet werden):

    http://www.mama-anarchija.net/matriachat/matriachat.html

    Ich zitiere Frau Göttner-Abendroth daraus:
    “Die Heilige Hochzeit ist nicht eine Verbindung von Mann und Frau, auch nicht von Königin und König, weil sie gar nicht als Individuen gemeint werden, sondern die Heilige Hochzeit ist die Verbindung von Himmel und Erde oder die Verbindung der Göttin mit ihrem Volk. Insofern: Wenn die Sakralkönigin mit ihrem Sakralkönig Heilige Hochzeit feiert und alle feiern mit, ist das für sie die Verbindung der Göttin, dem Kosmos mit den Menschen – und das ist eine sehr segenbringende Angelegenheit. Die Magie der Heiligen Hochzeit geht in der Auffassung matriarchaler Menschen sehr weit: Wenn die Heilige Hochzeit verfehlt wird, dann kommen Himmel und Erde durcheinander. Es gibt Unwetter, es gibt Katastrophen und die Welt geht unter.
    Das Grundprinzip matriarchaler Gesellschaften ist ja immer Balance: Zwischen den Geschlechtern, zwischen Mensch und Natur. Das heißt, wenn sie nicht vollzogen wird, ist die Balance zwischen dem weiblichen und dem männlichen Prinzip gestört – und das kann nur ins Chaos führen. Daran kann man zum Beispiel auch ermessen, wie wichtig das männliche Prinzip genommen wird. Obwohl das weibliche als das umfassendere gesehen wird, geht nichts, wenn nicht das weibliche und das männliche Prinzip in Balance bleiben, was genau die Heilige Hochzeit ausdrückt.”

    Liebe Grüße und vielen Dank
    Helmut

    @veredit: Ich freue mich sehr, Dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.
    Helmut

  6. ahora-giocanda:

    Deinen Kommentar habe ich gerne gelesen.

    Ein Leben in Balance führen die Menschen, die beide Teile in sich wieder vereint haben - ein langer Prozess, der den Menschen in seine (angestammte) Mitte bringt.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  7. Helmut:

    Hoffen wir auf (immer wieder) gutes Gelingen, liebe Barbara.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Helmut

  8. syntaxia:

    Lieber Helmut,

    heute kam ein Kind zu mir in die Therapie und brachte mir Wiesenschaumkraut mit!!! :-)
    Da habe ich mich doppelt gefreut und natürlich an dich und deine schönen Zeilen gedacht!

    ..grüßt dich Monika

  9. Helmut:

    Alle woll’n Dich erfreuen, scheint mir.

    Liebe Grüße
    Helmut

  10. Traveller:

    Wiesenschaumkraut - das ist doch die Pflanze mit den zart weiß-lila Blüten, die von heute auf morgen plötzlich auf der Wiese stehen und sich im Wind wiegen.

    wunderschöne Zeilen und danke für die Informationen zur Heiligen Hochzeit

    lieben Gruß
    Uta

  11. ahora-giocanda:

    @ Helmut
    Hundert Prozent gibt es in diesem Falle (leider oder zum Glück) nicht. Sonst wären wir Menschen den Göttern gleich ;-)

  12. Helmut:

    Liebe Uta, liebe Barbara,

    Lassen wir uns einfach auf die Tendenz zur Balance ein. Natürlich gibt es beim Balancieren immer ein Auf und Ab und Auf.

    Vielen Dank Euch beiden
    Helmut

  13. Petros:

    Schön, immer wieder auch in den Hintergründen unterwiesen zu werden. Danke!
    Gruß
    Petros

  14. Helmut:

    Der Dank meinerseits, lieber Petros, gilt dem nicht so selbstverständlichen Interesse.

    Liebe Grüße
    Helmut

  15. ELsa:

    Lieber Helmut,

    danke für die feine Information über die Hoch-Zeit von Himmel und Erde!

    Und natürlich, wie sich Licht und Schatten ergänzen, muss jedes auf der Welt ein Gegengewicht haben.

    Lieben Gruß
    ELsa

  16. Helmut:

    Sommer und Hoch-Zeit - was für eine köstliche Assoziation von Dir, liebe Elsa.

    Liebe Grüße
    Helmut

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