Gereimter Aphorismus

Gespeichert unter: Aphorismen, Neue Maier-Lyrik — 29. Mai 2009 @ 14:51

Schuld ist Zukunft,
sagt die eine
der drei Nornen.
Ohne Dornen,
wie ich meine,
sie zu wollen: Unvernunft.

9 Kommentare »

  1. manacur:

    Bestätigung

    Verdanti hat die Schwester Skuld genannt.
    Sie gab ihr nicht die Schuld,
    dass sie als Rose Dornen hat,
    denn Urd war ihr bekannt.
    Nur Menschen wollen Rosen pur.
    Und von Vernunft oft keine Spur.

    LG
    Curt

    PS
    Urd (das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld (das Werdensollende), d. h. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft [Nornen in der Edda]

  2. Helmut:

    So ist es, lieber Curt.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  3. Anguane:

    Nein, von Vernunft kann man im Zusammenhang mit Gattung Mensch oftmals nicht(mehr)sprechen. Woran das liegt? Man weiß es nicht…

    LG
    Anguane

  4. Helmut:

    Allerdings kann man nur bei der Gattung Mensch von Vernunft reden - was die Tierwelt angeht.

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, liebe Anguane,
    und liebe Grüße
    Helmut

  5. Bjoern:

    War eine Mythologie-Lehrstunde für mich. Norne musste ich erst einmal nachschlagen. War wohl zu flüchtig, diese Querleserei in der Edda …

  6. Paul Spinger:

    Sie treten immer nur zu dritt auf, Urd, Verdani und Skuld. Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft können eben nur zusammen gesehen verstanden werden. Das ist ja gerade die “Vernunft”.

    Wichtige Zeilen!

  7. Helmut:

    Vielen Dank, Bjoern und Paul. Wir können ja von den Altvorderen so viel lernen, was uns gut tut.

    Liebe Grüße
    Helmut

  8. ahora- giocanda:

    Dieser Rhythmus! Einfach gut.

    Glück und Leiden
    sind Geschwister.
    Willst Du eine,
    von alleine
    kommt die andre
    von den Beiden.

  9. Helmut:

    Sehr hübsch! Ich habe übrigens nicht gleich bemerkt, dass Du ‘meinen’ benützt hast. Ich danke Dir, liebe Barbara, und grüße Dich herzlich
    Helmut

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