Goldhimmel
Goldhimmel
kontrastiert von Dunkelwolkenungetümen,
golden leuchtend
die Nachbarhaus-Vorderwand.
Nur wenige Minuten
bis zum Sonnenuntergang.
Dann fällt die Blässe
des Nichtssagenden
über die Welt.
Nur die Erinnerung bleibt
und treibt Blüten.
9 Kommentare »
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Juni 9th, 2009 @ 20:26
“Dunkelwolkenungetüme” - was für ein Wort! und “blütentreibende Erinnerungen” - stark und aussagekräftig.
“Die Blässe des Nichtssagenden” Was für ein Spiel mit den Worten!
Liebe Grüße
Barbara
Juni 9th, 2009 @ 23:27
Goldhimmel - hübsches Wort.
Juni 10th, 2009 @ 0:21
Euch beiden, Barbara und Bjoern, vielen Dank für die wertschätzende Kommentierung.
Liebe Grüße
Helmut
Juni 10th, 2009 @ 23:15
Lieber Lyrikfreund,
darf ich dir einen Vorschlag machen?
M.E. würde dieser wirklich poetische Text gewinnen durch das Verdichten, Wegnehmen des doppelten “Nur” und einiger Präpositionen sowie der Wiederholung der Überschrift.
Mein Vorschlag:
Kontrastiert von
Dunkelwolkenungetümen
die Nachbarhaus-Vorderwand.
Wenige Minuten bleiben
bis zum Sonnenuntergang.
Dann fällt Blässe
über die Welt.
Nichtssagend.
Nur Erinnerung
treibt Blüten.
Oh weh. lieber Freund, steinige mich nicht in Gedanken! Aber ich mag halt diesen Text, dieses Bild.
Herzlichst, E. aus Berlin
Juni 11th, 2009 @ 9:51
Schön ist Deine Variante, liebe Elke. Die Stimmung, die ich erlebt habe, trifft sie nicht - es ist eine andere. Das mag mit daran liegen, dass ich es nicht richtig rübergebracht habe, dass der “Goldhimmel” nicht (oder nicht nur?) eine Metapher für die Hauswand war, sondern eine zweite/erste Realität.
Lass mich in meiner dritten Zeile versuchshalber hier beim Kommentar das Wort “auch” hinzufügen, um das Gesagte zu vermitteln:
Goldhimmel
kontrastiert von Dunkelwolkenungetümen,
golden leuchtend auch
die Nachbarhaus-Vorderwand.
Nur wenige Minuten
bis zum Sonnenuntergang.
Dann fällt die Blässe
des Nichtssagenden
über die Welt.
Nur die Erinnerung bleibt
und treibt Blüten.
Juni 11th, 2009 @ 17:28
Ja, lieber Helmut, es ist kaum möglich, die jeweilige Stimmung/Sichtweise des Autors genau nachzuempfinden. Dein “auch” verdeutlicht mehr.
Herzlichst, E.
Juni 11th, 2009 @ 21:24
Danke für die Einschätzung, liebe Elke, und nichts für ungut
und liebe Grüße
Helmut
Juni 16th, 2009 @ 22:11
starke Bilder (in der Verdichtung noch stärker)
das Leuchten - wirklich nur ein kurzer Moment, bis es verblasst, seine Kraft verliert
gut eingefangen
lieben Gruß
Uta
Juni 19th, 2009 @ 11:57
Gerne auch für Dich eingefangen …, liebe Uta.
Ich danke Dir sehr für Deinen hochschätzenden Kommentar
und schicke liebe Grüße
Helmut