Archiv fürJuni, 2009

Posted:Montag, Juni 15th, 2009 @ 10:35 in Gastlyrik, Kunterbuntes
14 Kommentare »

Alter Knabe - mit vier Kommentargedichten (lesenswert!)

Glaub‘ ich manchmal nicht daran,
vieles könn‘ man ändern,
tu ich’s dann doch irgendwann
trotz den vielen Blendern.
Ignorieren kann ich sie,
das versteht von selbst sich,
doch mitnichten und auch nie,
denn ich bin ja sterblich.
Doch die Dummheit, glaube mir,
die bleibt für unendlich,
Ewigkeit ist ihr Revier.
Und ich bin empfindlich.
Drum bleibt ja im Leben nur,
sag‘ ich unumwunden,
leise legen eine Spur
hin zu bess’ren [...]

Posted:Sonntag, Juni 14th, 2009 @ 10:37 in Neue Maier-Lyrik
9 Kommentare »

Glücksuche

Gold suche ich
Hinter den Grenzen
Meines Gärtchens
In dem Gekiesel des Flüsschens.
Edelsteine suche ich
Auf der Expedition
In die Sandflächen
Hinter den fischreichen Gestaden.
Anerkennung suche ich
In meinem Tun
Gegen Bezahlung
In beständigen Werten.
In dem Gekiesel
Welcher Sphären
Finde ich
Das Glück?

Posted:Donnerstag, Juni 11th, 2009 @ 9:18 in Aphorismen, Theorie der Lyrik
4 Kommentare »

Aphoristische Theorie der Lyrik

Kaum in einer anderen Sparte der Literatur treffen sich so sehr zwei Etymologien von “Dichtung” wie in der Lyrik: dass jemand etwas zu sagen weiß und dass jemand etwas ‘dicht’ sagen kann.
Manchmal aber streiten sie heftig!

Posted:Mittwoch, Juni 10th, 2009 @ 10:02 in Allgemein
2 Kommentare »

D a s gönne ich meinen Stuttgarter Parteigenossen geradezu. Warum musste die Stuttgarter SPD sich auch für Stuttgart 21 starkmachen?

Posted:Dienstag, Juni 9th, 2009 @ 4:45 in Allgemein
9 Kommentare »

Goldhimmel

Goldhimmel
kontrastiert von Dunkelwolkenungetümen,
golden leuchtend
die Nachbarhaus-Vorderwand.
Nur wenige Minuten
bis zum Sonnenuntergang.
Dann fällt die Blässe
des Nichtssagenden
über die Welt.
Nur die Erinnerung bleibt
und treibt Blüten.

Posted:Montag, Juni 8th, 2009 @ 1:45 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
11 Kommentare »

Europawahl

Es begab sich aber zu der Zeit,
als die Politiker alle aufriefen,
doch an der Europawahl teilzunehmen,
dass nur mit viel Trickserei
(Kommunalwahlen auf den selben Tag
zu legen; Pfingstferien zu verlegen)
eine noch schlechtere Wahlbeteiligung
zu verhindern war, vielleicht auch
deswegen, weil die Zuversicht
in die Lösungskompetenz für die vielen Probleme
sehr schwankend war, zum Beispiel,
wie der Frieden weltweit zu sichern wäre,
gar mit friedlichen [...]

Posted:Samstag, Juni 6th, 2009 @ 11:48 in Aphorismen
4 Kommentare »

Aphorismus 8/09

Überleben ohne zu leben wäre tödlich.
Hier das Kommentargedicht dazu von Paul Spinger:
Wenn wir nur noch existieren,
Dumpf im Alltag uns verlieren,
Werden wir uns nicht gewinnen. -
Existenz wär’ ganz “von Sinnen”.

Person Paul Spinger
Right click for SmartMenu shortcuts

Posted:Donnerstag, Juni 4th, 2009 @ 10:04 in Allgemein
6 Kommentare »

Hört! Hört!

Ich bin “literarischer Autor im Sinne der Bibliothek” des Deutschen Literaturarchivs Marbach.
(Gebrauchsanweisung zur Verifizierung: Hier klicken
und dann “Helmut Maier” unter Formale Suche/Name eingeben und bei ‘Suche’ anklicken. Hier ein Häkchen bei Nr.4 - dann ‘Vollanzeige’ anklicken - voila)

Posted:Dienstag, Juni 2nd, 2009 @ 2:49 in Allgemein
4 Kommentare »

Das neue Leseheft von Petros ist da!

Bitte auf die Grafik klicken!

Posted:Montag, Juni 1st, 2009 @ 12:38 in Neue Maier-Lyrik
5 Kommentare »

Sardisches Binnenland

Mädchen- und Mutterbrüste
in die Ebene gestreut.
Wohnplätze der Ahnen
in Begrenzungen beherbergt,
behausend die felsigen Räume.
Ruhepunkte fürs Auge.
Aus der Bläue des Himmels
Wölkchen geboren,
aufgequollen zu Watteschiffchen.
Zum Defilee treibt sie
der Ostwind
vorbei vor dem wölkchengleichen
Sichelmond des Tages
und sie ehren die Zeiten
der Zeit.
Zerflettert, verweht
zerfließen sie wieder
ins Blau,
um zur Geltung zu bringen
die neuen, die folgen.
In der Bläue verschwimmt
Ort und Zeit.