Aphorismus 14/09

Gespeichert unter: Aphorismen — 24. August 2009 @ 10:46

Wenn die Farben der Worte wahrgenommen werden, entstehen neue Welten.

angeregt durch das Gedicht “Metaphern” von Barbara (ahora-giocanda)

5 Kommentare »

  1. Petros:

    Für mich ist es ein tiefes Auren schaun.
    Gruß
    Petros

  2. Wortfarben - (Lyrik), Aphorismen... / Kreta, Nikos Kazantzakis:

    [...] Zeilen fanden sich bei mir ein, nachdem ich Helmut Maiers Aphorismus 14/09 gelesen hatte. Ungereimtes Subscribe to RSS [...]

  3. Helmut:

    Ganz herzlichen Dank, lieber Petros. Jede Welt hat ihre eigene Aura, gewiss.

    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Paul Spinger:

    Arthur Rimbaud:
    VOKALE

    A schwarz E weiss I rot U grün O blau – vokale

    Einst werd ich euren dunklen ursprung offenbaren:

    A: schwarzer samtiger panzer dichter mückenscharen

    Die über grausem stanke schwirren · schattentale.

    E: helligkeit von dämpfen und gespannten leinen ·

    Speer stolzer gletscher · blanker fürsten · wehn von dolden.

    I: purpurn ausgespienes blut · gelach der Holden

    Im zorn und in der trunkenheit der peinen.

    U: räder · grünlicher gewässer göttlich kreisen ·

    Ruh herdenübersäter weiden · ruh der Weisen

    Auf deren stirne schwarzkunst drückt das mal.

    O: seltsames gezisch erhabener posaunen ·

    Einöden durch die erd- und himmelsgeister raunen.

    Omega – ihrer augen veilchenblauer strahl.

    Quelle:
    George, Stefan: Zeitgenössische Dichter. Übertragungen, Zweiter Teil, Gesamt-Ausgabe der Werke, Band 16, Berlin 1929, S. 47.

    Ich wünsche Dir eine schöne Blogpause.

  5. Helmut:

    Danke, lieber Paul. Bis dann.

    Gruß
    Helmut

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