Aphorismus 14/09
Wenn die Farben der Worte wahrgenommen werden, entstehen neue Welten.
angeregt durch das Gedicht “Metaphern” von Barbara (ahora-giocanda)
5 Kommentare »
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August 25th, 2009 @ 9:25
Für mich ist es ein tiefes Auren schaun.
Gruß
Petros
August 25th, 2009 @ 10:16
[...] Zeilen fanden sich bei mir ein, nachdem ich Helmut Maiers Aphorismus 14/09 gelesen hatte. Ungereimtes Subscribe to RSS [...]
August 25th, 2009 @ 10:26
Ganz herzlichen Dank, lieber Petros. Jede Welt hat ihre eigene Aura, gewiss.
Liebe Grüße
Helmut
August 26th, 2009 @ 15:50
Arthur Rimbaud:
VOKALE
A schwarz E weiss I rot U grün O blau – vokale
Einst werd ich euren dunklen ursprung offenbaren:
A: schwarzer samtiger panzer dichter mückenscharen
Die über grausem stanke schwirren · schattentale.
E: helligkeit von dämpfen und gespannten leinen ·
Speer stolzer gletscher · blanker fürsten · wehn von dolden.
I: purpurn ausgespienes blut · gelach der Holden
Im zorn und in der trunkenheit der peinen.
U: räder · grünlicher gewässer göttlich kreisen ·
Ruh herdenübersäter weiden · ruh der Weisen
Auf deren stirne schwarzkunst drückt das mal.
O: seltsames gezisch erhabener posaunen ·
Einöden durch die erd- und himmelsgeister raunen.
Omega – ihrer augen veilchenblauer strahl.
Quelle:
George, Stefan: Zeitgenössische Dichter. Übertragungen, Zweiter Teil, Gesamt-Ausgabe der Werke, Band 16, Berlin 1929, S. 47.
Ich wünsche Dir eine schöne Blogpause.
August 26th, 2009 @ 15:58
Danke, lieber Paul. Bis dann.
Gruß
Helmut