Merkwürdig
Gegenwärtiger und nahender Frost
sind Tatsachen,
die selbst das Rot von Weinblättern
nicht abstreiten kann.
Aber merkwürdiger Weise
wärmt die Erinnerung
an die Glut.
Gegenwärtiger und nahender Frost
sind Tatsachen,
die selbst das Rot von Weinblättern
nicht abstreiten kann.
Aber merkwürdiger Weise
wärmt die Erinnerung
an die Glut.
Unser Leben ist doch nicht nur lebenswert,
wenn wir es richtig präsentieren,
damit sich andere amüsieren,
damit sie fähig sind, sich lebendig zu präsentieren
mit den Einfällen, mit denen wir sie animieren:
Gehen auf allen Vieren,
Hampeln ohne uns zu genieren,
wie wir gar nicht sind uns Gerieren.
Ist’s das, was unser Leben lebenswert macht?
Ist sonst zappendustere Nacht?
Immer lustig, immer munter,
drüber und drunter, [...]
Hier gibt es weitere Hinweise und Beispiele: http://www.poetryclips.org/
Wir verdanken sie Tobias Heyel (siehe Kommentar Nr. 8 bei http://www.maierlyrik.de/blog/2009/09/19/poetry-slam/#comments )
Klug
wie die Schlange
zu gehn
und sich
die Mitte
von beiden
Seiten
besehn.
Und wieder und wieder
am Bauch sie zu fühlen.
Wenn auch
die Zeit
auf der Serpentine
einfach so liegen
bleibt.
Aber ein Hauch von Ewigkeit
begleitet dich
da,
wenn du
den Pfeilweg
nicht gehst,
der ordnend
die Ordnung
verletzt.
Gegenwärtiger und nahender Frost sind Tatsachen, die selbst das Rot von Weinblättern nicht abstreiten kann. Aber merkwürdiger Weise wärmt die Erinnerung an die Glut.
Kommentar zu dem Gedicht bei veredit unter “und der Duft von Astern“
Ein besonders schöner Hinweis auf die Nobelpreisträgerin ist hier bei Hermann Josef Schmitz zu finden:
http://wortgarage.myblog.de/wortgarage/art/7091489/Im-Feld-ist-das-Getreide
Putz, Tünche oder Schminke?
Verbirgt sich altes, abgetakeltes
Gemäuer?
Wenn eine Frau sich schminkt,
ist das o.k. Doch so ein rechter Mann?
Ist es bei ihm auch noch geheuer?
Wenn unser Häuschen jetzt
in neuem Putze strahlt,
ist’s uns so wohl ums Herz.
Wenn Traditionen uns
das Leben miteinander heut vergolden,
sind sie statt schwerer Last doch eher Scherz.
Wann hält die Ehe besser, wenn schon ihr [...]
Wer trägt die Verantwortung
eines Amtes?
Wem antwortet die Person?
Was trägt die verantwortliche Person?
Antworten kann man nur auf Fragen.
Fragen stellen sich und
man muss sie ertragen.
Aber nur Trächtige
bringen etwas hervor.
Gebären soll
der Verantwortung Tragende.
Ent-behrung
der von ihm Abhängigen
soll er vermeiden
nach Möglichkeit
und gerechtem Ermessen.
Dulden, ertragen können:
die Haltung
des Verantwortung Tragenden,
damit Dulden
nicht Erleiden heißt
bei den Abhängigen.
Alles hat
ein Ziel, ein Telos.
Das Telos des [...]
Humor ist
Nicht zu Hause
Sowieso nicht
Bei Linken
Hörte ich kürzlich
Zu kurz gegriffen
Von einem Konservativen
Heiterkeit verbreiten
Angesichts eines Hungers
Ist schwierig
Schwerwiegendes
Lässt dich nicht
Den Bauch halten
vor Lachen
Höchstens
Galgenhumor
Hält das Seil noch
Die Stunden drehn sich rascher
im Herbst.
Dunkler sind die Tage.
Doch noch ist nicht Eis
und nicht Schnee,
was dominiert.
Lasst uns die bunten Sekunden
genießen.
Kommentargedicht zu einem Anagramm von Brigitte Fuchs