Unbekanntes Afrika - unbekannte afrikanische Friedensbewegung

Gespeichert unter: Allgemein — 27. November 2009 @ 0:17

Wie Frauen den Bürgerkrieg in Liberia beendeten

Am vergangenen Sonntag hatte ich das große Glück, beim Filmfest von TERRE DES FEMMES in Tübingen unter anderem den Film “Pray the Devil Back to Hell” von Gini Reticker, USA/Liberia 2008 sehen zu können.
Er zeigte, wie christliche und muslimische Frauen sich im Jahre 2003 nach mehr als 10 Jahren Bürgerkrieg in Liberia daran machten, sich gegen den Irrsinn des Krieges zu organisieren.
Besonders eindrucksvoll war es, das Gespräch mit Leymah Gbowee, der treibenden Kraft in diesem friedenerzwingenden gewaltlosen Kampf, nach der Vorführung des Films im Kinosaal live mitzuerleben.
Sie und Hana Makhmalbaf waren am Vortag vom Filmfest FrauenWelten mit dem Ehrenpreis für “Mutiges Engagement für Menschenrechte von Frauen” ausgezeichnet worden.

Lesen Sie die ausführliche Inhaltsangabe des Films hier:
http://www.global-perspectives.info/news/news.php?key1=2009-01-01%2008:05:01&key2=1
und erleben Sie die Faszination, wie die Frauen den Bürgerkrieg in Liberia beendeten - wovon Europa praktisch keine Notiz nahm!!!

6 Kommentare »

  1. Anguane:

    “Die Botschaft des Films ist die Hoffnung, dass
    das Gute über das Böse siegen kann und normale Menschen Außerordentliches bewirken können”

    Eine schöne Adventsbotschaft und Danke auch, dass Du als Mann das oft Übersehene thematisierst und darauf aufmerksam machst.

    LG
    Anguane

  2. Helmut:

    Da das Patriarchat immer mit Herr-schaft einhergeht, sind auch wir Männer davon betroffen, dass wir beherrscht werden. Deshalb sind solche Beispiele von solch friedfertiger Frauen-Power auch für uns relevant, wenn es um unsere Freiheit als Menschen geht - aber Freiheit, die nicht rücksichtslos ist.
    Danke für Deine Antwort, liebe Anguane.
    Herzlichen Gruß
    Helmut

  3. bruni kantz:

    Ja, wo die Frauen kämpfen, geschieht es oft unspektakulär und ist auch nicht sonderlich werbewirksam. Die Kraft wird in die Sache selbst gelegt und letztendlich gibt es langfristige gute Resultate.

    Ich frage mich, ob es Frauen sein könnten, die Kriege beginnen würden … Es wären andere Kriege, aber grausam könnten sie auch sein …

  4. Helmut:

    Liebe Bruni,

    Dass der Kampf für den Frieden unspektakulär bleiben soll, das will ich nicht hinnehmen, nicht, wenn er von Männern geleistet wird und schon gar nicht wenn von Frauen.

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Anonym:

    wirksam muß ein “Kampf” sein. Der Zweck muß die Mittel heiligen. Bei diesen Kämpfen darf niemand zu Schaden kommen. Schaden ist schon genug angerichtet.
    Wenn etwas spektakulär ist, ist es auffällig, schreit in die Welt. Oft sind es auch die kleinen unscheinbaren Dinge, die “Winzigkeiten”, die Erfolge zeigen. Es dauert länger, bis sich ein Erfolg abzeichnet, aber vielleicht steckt hier auch Haltbarkeit …

  6. Helmut:

    Danke für den Beitrag. Da muss man allerdings mindestens eine Nacht drüber schlafen.

    Liebe Grüße an unbekannt
    Helmut

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