Geständnis eines dichtenden Ehemanns

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 19. Dezember 2009 @ 13:31

Du wirst viel zu wenig bedichtet.
Die Engel im Schlaf ham’s berichtet.
Dabei hätt‘ ich viel Grund
und das Stund‘ um Stund‘.
Da war ich wohl unterbelichtet.

20 Kommentare »

  1. Petros:

    *schmunzel* Das klingt wie ein Versuch nach Wiedergutmachung.
    Gruß
    Petros

  2. syntaxia:

    Und schade ist es doch, wenn ein Dichter das Liebste auslässt..

    ..grüßt Monika

  3. Anna-Lena:

    Das muss ich meinem Göttergatten mal unauffällig stecken, der kleine Wink mit dem großen Zaunpfahl :-).

    Liebe Grüße zu dir,
    Anna-Lena

  4. Helmut:

    Ich danke Euch für Eure Reaktionen.

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Quer:

    Ach, manche Ehefrau hat möglicherweise lieber Wahrheit als Dichtung! :-)

    Liebe Sonntagsgrüsse,
    Brigitte

  6. Helmut:

    Die uralte Frage: Was ist Wahrheit und was ist Dichtung?
    Du gibst sie wieder zu bedenken, Brigitte.

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Gedankenpflug:

    Da Du Dich kaum selbst belichten kannst, ist es dann ja auch nicht Deine Schuld. ;)

  8. Helmut:

    Klasse Entschuldigung ;-)

    Danke, Matthias, und liebe Grüße
    Helmut

  9. manacur:

    Ja, ja, die Träume -
    man ist noch nicht einmal vor ihnen sicher :-)
    LG
    Curt

  10. Helmut:

    Schon Joseph (der Sohn Jakobs) in Ägypten wurde von ihnen heimgesucht, lieber Curt. Da kann man nichts machen. :-)

    Herzliche Grüße
    Helmut

  11. bruni Kantz:

    Das, was er liebt, das bedichtet er, der Dichter.
    Das, was ihn berührt, bedichter er, der Dichter.
    Das, was ihn ärgert, bedichtet er auch.

    Was er kaum noch wahrnimmt, bedichtet er nicht, der Dichter. Es kann aber auch sein, daß er vor lauter Gedanken so konfus ist, daß er das Liebste vergißt,
    der Dichter

    LG an Helmut

  12. Helmut:

    Vielen Dank, liebe Bruni, für die erschöpfende Auskunft, was einem Dichter so alles geschehen kann. (Und wie ist das bei der Dichterin? ;-) )

    Liebe Grüße
    Helmut

  13. ELsa:

    Lieber Helmut,

    Also du hast schon recht, ich bin da auch recht nachlässig :-(

    Lieben Gruß
    ELsa

  14. Helmut:

    Ich freue mich direkt über eine Leidensgenossin ;-) .
    Danke, Elsa,
    und liebe Grüße
    Helmut

  15. Traveller:

    was uns am nächsten ist, nehmen wir oft zu wenig wahr
    du erinnerst auch mich, dass ich da nachlässig bin

    lieben Gruß
    Uta

  16. Helmut:

    Danke für Deine Einfühlung, liebe Uta.
    Ein schönes Weihnachtsfest Dir und den Deinen.

    Liebe Grüße
    Helmut

  17. Anonym:

    Bei der Dichterin ist es ähnlich. Sie dichtet, weil ihr etwas am Herzen liegt und dichtet über das, was sie bewegt.
    Sie dichtet, wenn ihr danach zumute ist und auch dann, wenn ein Gedanke sie nicht mehr verläßt Sie kann ihn nur zur Ruhe bringen, indem sie sich mit ihm befasst und ihm gebührende Aufmerksamkeit zugesteht.

    Dichten ist Denken und nur nach gutem Denken ruht es sich gut.

    Klingt es falsch? Dann habe ich vergessen zu sagen, daß man dann dichtet, wenn man bewegt ist und angerührt von einer Sache.

    Liebe Grüße sendet Dir Bruni

  18. Helmut:

    Liebe Bruni,

    “Dichten ist Denken”
    Das hast Du sehr treffend formuliert, finde ich. Der Spruch ist sehr nahe an der Etymologie von “dichten”: es kommt vom lateinischen dicere=sagen.

    Vielen Dank für Deine Erläuterungen.
    (Wobei ich ein wenig frozzelnd auf die in Deinem ersten Kommentar hier ‘einseitig’ verwendete männliche Form “Dichter” angespielt habe - Du aber hast das zum Anlass genommen, Deine Gedanken wunderbar zu präzisieren)

    Ganz herzliche Grüße
    Helmut
    - verbunden mit dem Wunsch für ein großartiges Jahr 2010

  19. bruni kantz:

    Ich mache hier keinen Unterschied zwischen

    dem Dichter und der Dichterin!

    Der Dichter ist für mich der Mensch, der dichtet, kann also gleichermaßen Frau oder Mann sein! ☺☺☺

    Liebe fröhliche Grüße von der Bergstraße

  20. Helmut:

    Die immanente Frage bleibt natürlich: Warum sollen wir Männer auf dem grammatischen Maskulin als Form der generellen Aussage verharren? Da bin ich ganz Feminist :-) .

    Mir kam es sehr seltsam vor, als ich bei einem Besuch in der DDR nach der Wende (aber vor der offiziellen Wiedervereinigung) von einer (SPD-)Genossin in Gera hörte, sie sei “Ingenieur”. Damals hätte man im Westen schon längst von einer Frau als Ingenieurin gesprochen. Nun war das in Gera Ausdruck des Stolzes oder wenigstens der Selbstverständlichkeit, dass Frauen wie Männer den Ingenieurberuf haben konnten; das weiß ich wohl. Aber trotzdem:
    Wenn Paulus in seinen Briefen die “Männer, liebe Brüder” ansprach - meinte er da die Frauen mit?

    Liebe Grüße
    Helmut

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