Mahnwache für den Frieden

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 7. Februar 2010 @ 12:55

Provokativ schweigend.
Schweigend provozieren.
Mehrheitsmeinung bestätigend
diesmal.
Einfordernd.
Wer wird da provoziert?
Wer provoziert wen?
Die vertreten
die Mehrheitsmeinung?

Die Mehrheit ist
gegen den Afghanistan-Einsatz.
(Leider nicht unbedingt
gegen jeden Krieg)
Und die Regierung handelt
nach eigener Verantwortung,
handelt so wie immer,
weiß nichts Neues.

Die Glocken tönen
des Glockenspiels
auf dem Rathaus;
auf der Brücke
mit der Nikolauskapelle:
Gitarrenklänge
des Straßenmusikers
mischen sich drein.
Wir mischen uns ein.
Stakkato der Schuhe,
vorüberwandelnd,
vorübergehend.
Wir schweigen.
Wir provozieren

ja kaum
noch.

Aber?

10 Kommentare »

  1. Anna-Lena:

    Mahnwachen erinnern,
    geben stumm Impulse.
    Doch auch lautes Schreien
    würde die Verantwortlichen
    nicht erreichen.

  2. Helmut:

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Vielen Dank für den Kommentar, liebe Anna-Lena, und liebe Grüße
    Helmut

  3. manacur:

    Provokative Antwort…

    ‘Wir produzieren Waffen
    seit Jahren bester Qualität.
    Willst Arbeitslose schaffen?
    Zum Rückzug viel zu spät.

    Da Krieg bei uns nicht gern gesehn,
    müssen sie ja woanders hin.
    Sonst bleibt die Wirtschaft wirklich stehn.
    Politik - Friedens Dienerin!’;-)

    LG
    Curt

  4. ELsa:

    Lieber Helmut,

    das alles reibt einen auf. Vielleicht sind wir einfach schon zermürbt genug, um nicht mehr zu provozieren?

    Nachdenkliche liebe Grüße
    ELsa

  5. Helmut:

    Lieber Curt,

    Die Frage ist ja, lieber Curt: Welche Provokateure haben welche wirklichen Interessen?
    Deiner Satire entnehme ich eine eindeutige Antwort.

    Liebe Grüße
    Helmut

  6. Helmut:

    Liebe Elsa,

    D e n Eindruck habe ich bei einer übergroßen Zahl von Wählerinnen und Wählern.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  7. rosadora:

    oh, alles so kompliziert.
    treten auf der stelle.
    haben alte meinungen.
    wir waren da forscher oder.
    sollten es noch sein.
    ja sein, sein, sein…

    schöne grüsse
    rosadora

  8. Helmut:

    Ich danke Dir sehr für das engagierte Kommentargedicht, liebe Rosadora. Kompliziert wird die Sache vor allem, wenn man sich auf alte Rezepte verlässt, auch wenn die längst in Frage gestellt werden.

    Liebe Grüße
    Helmut

  9. ahora:

    Wir provozieren

    ja kaum
    noch.

    Aber?

    Trotzdem

  10. Helmut:

    Liebe Barbara,

    Da fällt mir d i e s e s Lied ein: “Trotz alledem und alledem…”: http://www.wtower.de/lied/trotzall.htm

    Liebe Grüße
    Helmut

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