Metamorphose
Im Hässlichen
Metamorphoses erträumen;
nicht Endprodukt wähnen,
Abraum des Erfolgs
anderer;
die Knospe
pfleglich behandeln,
schützen das Verletzliche;
die Verletzten bewahren
vor dem Kahlschlag
des Gewinnstrebens;
Paradiese nicht
als den Ort sehen,
von dem die Beladenen
ausgeschlossen werden:
reserviert für die Reichen,
die Mächtigen.
Paradiese erdenken
ohne den Kahlschlag
des Raffens
zu erwägen;
Paradiese als Zuflucht
für alle.
13 Kommentare »
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März 31st, 2010 @ 12:57
…Kahlschlag des Raffens …
vielleicht als Resultat mangelnder Liebe in den ersten Lebensjahren, wer weiß?
LG
März 31st, 2010 @ 13:07
Du bist aber sehr gütig, lieber Curt.
Herzlichen Gruß
Helmut
März 31st, 2010 @ 13:51
Danke, Helmut, ich versuche nur das Unverständliche zu verstehen
LG
Curt
März 31st, 2010 @ 14:00
Jetzt hatte ich gehofft, einer würde mir vielleicht den Neoliberalismus richtig von Grund auf erklären - aber ob das mit Güte zu erreichen ist …
Lieben Dank
Helmut
März 31st, 2010 @ 17:56
und jeder denkt -
Paradiese erdenken
ohne den Kahlschlag
des Raffens
zu erwägen;
Paradiese als Zuflucht
für alle
- das müsste doch zu erreichen sein.
Im Alltag sieht es aus, als wäre es unerreichbar.
Liebe Grüße
Barbara
März 31st, 2010 @ 18:06
Aber wann, wenn nicht in der Zeit der Auferstehung, dürfte man daran glauben, liebe Barbara?
Liebe Grüße
Helmut
März 31st, 2010 @ 19:23
Das ist soooooooooo richtig, lieber Helmut, und eigentlich wär es doch völlig normal, das Paradies für uns alle geöffnet zu halten!
Liebe Grüße
ELsa
März 31st, 2010 @ 20:10
“Das Paradies” verstehe ich als “Ort” (wie auch immer) “der Vollkommenheit”, Helmut. Und leider sind wir Menschen doch sehr weit davon entfernt, aber das Sehnen danach ist da. Es könnte ja sein - wenn wir uns darum bemühen im kleinen Umfeld…
Liebe Grüße
Moni
März 31st, 2010 @ 20:10
Ich danke Dir sehr für die liebe Zustimmung, Elsa.
Herzlichen Gruß
Helmut
März 31st, 2010 @ 20:13
Auch Dir herzlichen Dank, liebe Moni. Ob das Paradies wirklich ein Ort der Vollkommenheit sein muss, weiß ich nicht. Aber ein bisschen mehr als der gegenwärtige Zustand darf’s schon sein, nicht wahr?
Ganz lieben Gruß
Helmut
März 31st, 2010 @ 20:42
Dein Gedicht gefällt mir, Helmut, greift es doch intensiv aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft auf. Das Paradies als Zuflucht für alle wird wohl ein himmlisches bleiben.
Gruß
Petros
April 1st, 2010 @ 0:02
Ein wunderbares Gedicht, lieber Helmut und so passend für die Karwoche.
Lieben Gruß
Anna-Lena
April 1st, 2010 @ 0:57
Danke, liebe Anna-Lena. Leider auch passend in die Legislativperiode …
Herzlichen Gruß
Helmut