Metamorphose

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 31. März 2010 @ 10:49

Im Hässlichen
Metamorphoses erträumen;
nicht Endprodukt wähnen,
Abraum des Erfolgs
anderer;
die Knospe
pfleglich behandeln,
schützen das Verletzliche;
die Verletzten bewahren
vor dem Kahlschlag
des Gewinnstrebens;
Paradiese nicht
als den Ort sehen,
von dem die Beladenen
ausgeschlossen werden:
reserviert für die Reichen,
die Mächtigen.

Paradiese erdenken
ohne den Kahlschlag
des Raffens
zu erwägen;
Paradiese als Zuflucht
für alle.

13 Kommentare »

  1. manacur:

    …Kahlschlag des Raffens …
    vielleicht als Resultat mangelnder Liebe in den ersten Lebensjahren, wer weiß?
    LG

  2. Helmut:

    Du bist aber sehr gütig, lieber Curt.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  3. manacur:

    Danke, Helmut, ich versuche nur das Unverständliche zu verstehen
    LG
    Curt

  4. Helmut:

    Jetzt hatte ich gehofft, einer würde mir vielleicht den Neoliberalismus richtig von Grund auf erklären - aber ob das mit Güte zu erreichen ist … ;-)

    Lieben Dank
    Helmut

  5. ahora:

    und jeder denkt -

    Paradiese erdenken
    ohne den Kahlschlag
    des Raffens
    zu erwägen;
    Paradiese als Zuflucht
    für alle

    - das müsste doch zu erreichen sein.
    Im Alltag sieht es aus, als wäre es unerreichbar.

    Liebe Grüße
    Barbara

  6. Helmut:

    Aber wann, wenn nicht in der Zeit der Auferstehung, dürfte man daran glauben, liebe Barbara?

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. ELsa:

    Das ist soooooooooo richtig, lieber Helmut, und eigentlich wär es doch völlig normal, das Paradies für uns alle geöffnet zu halten!

    Liebe Grüße
    ELsa

  8. Moni:

    “Das Paradies” verstehe ich als “Ort” (wie auch immer) “der Vollkommenheit”, Helmut. Und leider sind wir Menschen doch sehr weit davon entfernt, aber das Sehnen danach ist da. Es könnte ja sein - wenn wir uns darum bemühen im kleinen Umfeld…
    Liebe Grüße
    Moni

  9. Helmut:

    Ich danke Dir sehr für die liebe Zustimmung, Elsa.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  10. Helmut:

    Auch Dir herzlichen Dank, liebe Moni. Ob das Paradies wirklich ein Ort der Vollkommenheit sein muss, weiß ich nicht. Aber ein bisschen mehr als der gegenwärtige Zustand darf’s schon sein, nicht wahr?

    Ganz lieben Gruß
    Helmut

  11. Petros:

    Dein Gedicht gefällt mir, Helmut, greift es doch intensiv aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft auf. Das Paradies als Zuflucht für alle wird wohl ein himmlisches bleiben.

    Gruß
    Petros

  12. Anna-Lena:

    Ein wunderbares Gedicht, lieber Helmut und so passend für die Karwoche.

    Lieben Gruß
    Anna-Lena

  13. Helmut:

    Danke, liebe Anna-Lena. Leider auch passend in die Legislativperiode …

    Herzlichen Gruß
    Helmut

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