Wahrträume

Gespeichert unter: Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik — 20. Februar 2011 @ 16:16

Die spitzen Osterglockenknospen
können’s kaum erwarten
wachgeküsst zu werden
im Frühjahr.

Der schwarze Glanz des frühen
nächtlichen Himmels
weiß nichts mehr
von dem öden Grau

des Tages
und bietet sich
dem seh’nden Auge gar
als Sommernacht.

Rachel hat dazu ein schönes Kommentargedicht beigetragen und meinen Traum so wietergesponnen::

Schneeglöckchen läuten
im vollkommenen Blau des Tages
die Sonne wagt Strahlen in Gold
komm Frühling
wag es
längst hast du es gewollt

Brunis Kommentargedicht ist wunderbar zuversichtlich:

Nun kommt er rasch,
der Frühling, er spürt
unser Sehnen.

Deutlich hör ich sein Atmen,
frische Kraft durchströmt
seine Lungen.

Wie hieß doch die Melodie,
die er eben gesungen?

Es war ein lustiges Lied,
voller Farbe und Heiterkeit.

11 Kommentare »

  1. LadyArt:

    …das ist aber eine tiefe, von wunschfantasie eingefärbte sehweise, lieber helmut, aber du hast recht, die nächte, wie sagst du so schön: der schwerze glanz des frühen nächtlichen himmels…. ja, das ist eine schöne beschreibung - und ist doch ein traum…

  2. Helmut:

    Ich hoffe aber doch: ein Wahrtraum!!!

    Danke für Deinen Kommentar, liebe Gabriele,
    und herzlichen Gruß
    Helmut

  3. Anna-Lena:

    Nur ganz zaghaft ist die eine oder andere Knospe bei uns sichtbar. Kommende nächtliche -15 Grad sind weit vom Wachküssen entfernt, da geht es eher noch mal eine Runde in den Winterschlaf.

    Winterliche Grüße
    Anna-Lena

  4. Rachel:

    Schneeglöckchen läuten
    im vollkommenen Blau des Tages
    die Sonne wagt Strahlen in Gold
    komm Frühling
    wag es
    längst hast du es gewollt

    …so spinnt die Rachel deinen wundervollen Traum auch weiter, lieber Helmut :-)

  5. manacur:

    um hier einen wirklichen klaren Himmel vergleichbar einem Sommerhimmel zu sehen, bleibt mir nur das Internet
    ;-)
    s.
    http://apod.nasa.gov/apod/ap110117.html
    LG

  6. Quer:

    Wir nähern uns diesem schönen Werden ja von Tag zu Tag. Ein bisschen Vorfreude in Form eines “Wahrtraums” versüsst uns das Warten.

    Liebe Morgengrüsse,
    Brigitte

  7. Helmut:

    @Anna-Lena: Ach, ein Winterschläfchen ist doch eine gute Voraussetzung fürs Träumen.

    @Rachel: So ein schönes Weitergesponnenes! Das muss gastlyrisch aufbereitet werden.

    @Curt: Jeder, wie’s ihm gegeben …

    @Brigitte: Danke fürs Mithoffen!

    Euch allen recht herzlichen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  8. bruni kantz:

    Nun kommt er rasch,
    der Frühling, er spürt
    unser Sehnen.

    Deutlich hör ich sein Atmen,
    frische Kraft durchströmt
    seine Lungen.

    Wie hieß doch die Melodie,
    die er eben gesungen?

    Es war ein lustiges Lied,
    voller Farbe und Heiterkeit.

    Lieber Gruß von Bruni

  9. Helmut:

    Wunderbar zuversichtlich, Dein Kommentargedicht, liebe Bruni, das ich gerne nach oben stelle.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  10. Traveller:

    wundervoll, diese Wahrträume (was für eine Wortschöpfung !)

    und wenn ich den heutigen Tag sehe - mit Frost am Morgen und Sonne am Mittag - dann weiß ich: der Frühling lässt sich nicht aufhalten

    lieben Gruß
    Uta

  11. Helmut:

    Oh, vielen Dank, liebe Uta, für diese Kommentierung.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar schreiben

Zeilen- und Absatzumbrüche werden automatisch eingefügt. Ihre E-Mail wird nicht angezeigt. Erlaubtes HTML: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>