Empörung der Menschlichkeit

Gespeichert unter: Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik — 3. Mai 2011 @ 14:00

Das Recht des Särkeren behauptet sich
mit ehern unbeugsamer Verve,
ganz ohne Rücksicht unverbesserlich,
und trifft von Ahnungslosen gut den Nerv.

Die nämlich kennen nicht Gesetz noch Recht
und folgen der Reklame gern,
die mit viel Macht und Geld - und das nicht schlecht –
das wahre Recht verleumdet nah und fern.

Brecht doch mit solcher Agonie humanen Geistes,
mit solchem Hohn, der jedem Anstand spottet,
mit jener Untertanenart, der feigen,

brich endlich doch damit. Du weißt es,
nur sich empören hilft. Nur wer nicht trottet,
nennt ja Humanitas sein eigen.

6 Kommentare »

  1. Gedankenpflug:

    Und wenn man sich dann noch überlegt, dass selbst die momentan illusorische Befolgung von Recht und Gesetz nicht in jedem Fall die wirklich menschliche Lösung wäre…

  2. Helmut Maier:

    Du sprichst es gelassen aus, lieber Matthias.
    Danke und liebe Grüße
    Helmut

  3. bruni kantz:

    Es trotten nur die, die wir Schafe nennen. Lieber Helmut, Du hast es gut beschrieben! LG von Bruni

  4. ahora:

    Es scheint, als wäre der “Untertan” hypnotisiert.
    Zeit ist es, aufzuwachen.
    LG Barbara

  5. Traveller:

    … und all das in der Form eines Sonetts (zumindest von Verszahl und Reimschema)

    lieben Gruß
    Uta (die sich immer wieder empört, oft allerdings nur in der stillen Stube)

  6. Helmut Maier:

    Ich danke Euch für Eure Kommentare, Bruni, Barbara und Uta. Es hat mich gedrängt, etwas von der Problematik in “gültiger” ( ;-) ) Form festzuhalten.

    Liebe Grüße
    Helmut

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