Utopia?

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 22. Januar 2012 @ 12:40

Wenn wir den kleinen Saal tauschen
in den großen.
Wenn wir den großen Saal tauschen
in die Straße.
Wenn wir die Straße füllen
und die Plätze
und unsere Gegner
einsehen, dass sie im Unrecht sind
und uns aufzuräumen
helfen die Unordnung
des Rechts,
das sie ungerechtfertigter Weise
gesprochen haben.
Dann ist es da,
das Paradies.

Ein Stück ihm näherkommen
ist keine reine Utopie.

10 Kommentare »

  1. Bernd Pol:

    Es ist erst dann richtig, wenn es auch hält, wenn wir längst in die Häuser zurückgekehrt sind für die Mühen der Ebene.

  2. Quer:

    Das Paradies erreicht man immer nur in kleinen Schritten!

    Liebe Grüsse und gute Wünsche fürs Weiterschreiten,
    Brigitte

  3. Anna-Lena:

    So manche Utopie hat sich in kleinen Schritten erfüllen lassen, WENN wir nicht aufhören, uns dafür täglich zu engagieren.

    Liebe Wochenanfangsgrüße
    Anna-Lena

  4. Moni:

    Dem obengenannten stimme ich zu.

    Hoffnungsgrüße
    Moni

  5. Helmut:

    Ich danke Euch für Eure Kommentare. Heute waren wir schon mal im größeren Saal (nachdem wir auf der Straße waren): Dabei wurde deutlich, dass Verbündete suchen und Verbündete werden - auch über das Einzelthema S 21 hinaus - wohl langfristig nötig sein wird, z.B. die Theologie der Befreiung. Nicht nur auf die Entwicklungsländer angewendet, sondern gerade auch bei uns. Solange allerdings die Theologie der Befreiung in den Kirchen Minderheitscharakter hat …

    Liebe Grüße
    Helmut

  6. Elke:

    Wichtig es es wohl, an den Werten festzuhalten, die das Menschsein ausmachen.Und dabei stehen Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit, Achtung und Toleranz nicht umsonst vorn in unserer Werteskala. Dein Gedicht greift dies mit poetischen Worten auf. Mir gefällt vor allem das Bild von den Räumen…

    Gut ge(m)dacht, Helmut!

    Elke

  7. Helmut:

    Vielen Dank, liebe Elke. Es freut mich, wenn wenigstens etwas Poesie durchgekommen ist. Die fällt mir gerade sehr schwer - bei all den Ungereimtheiten der gesellschaftlichen Lage, in der Recht haben und Recht bekommen so weit auseinander liegen.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  8. Petros:

    Utopie ist nie wirklich utopisch.
    Gruß
    Petros

  9. Helmut:

    Da hast Du wohl Recht, lieber Petros. Utopisch nicht, aber (noch) nicht da (auch wenn man es j e t z t bräuchte …).

    Liebe Grüße
    Helmut

  10. Traveller:

    Poesie fällt schwer, wenn man um sich herum schaut.
    Aber du schaffst es immer wieder, trotz deiner sehr politischen Themen, die Poesie durchblitzen zu lassen.

    Träume, Utopien brauchen wir - zur Zeit wohl dringend.

    Lieben Gruß
    Uta

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