Archiv fürDezember, 2012

Posted:Mittwoch, Dezember 19th, 2012 @ 2:02 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Liebeslied

So viel weiß ich von dir,
dass du mir so vertraut bist,
dass es kann ewig dauern
mit uns zwein.
Wenig genug weiß ich von dir,
dass immer ein Geheimnis bleibt,
das mich fesselt an dich
für alle Zeit.
Langweilig wirst du mir nie,
fragwürdig wird es nie sein,
dass ich dich immer,
immer aufs Neue
begehre,
verehre,
die Schwere
und das Leichte,
beides hoffentlich nie
entbehre.

Posted:Montag, Dezember 17th, 2012 @ 8:21 in Neue Maier-Lyrik
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Unterwegs*

Heute heraus aus Esslingen,
die alte Reichsstadt durchs Tor hinaus,
auf die Vorstadtgasse, der Straße nach Wien
einst zum Herren, dem Kaiser, über Land.
Kurz danach im Württembergischen schon.
Auch auf den Schurwald rauf geht’s dort
vom Neckartal in Serpentinen.
Und da soll der nicht als Gebirge gelten?
*Janka plus Achtundzwanziger

Posted:Donnerstag, Dezember 13th, 2012 @ 11:21 in Neue Maier-Lyrik
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Bestandsaufnahme mit Aussicht

Ausnahmepresse lesen.
Jeden Freitag.
Lesen zum Beispiel
von unserer Art
Hausmeisterei:
Nicht Herren der Welt sein
wollen wir,
aber das Recht behaupten,
überall nach dem Rechten zu sehen.
Ich verstehe:
Nach außen hui
mit hässlicher Gewalt
(„Es ist heute kein Tabu mehr,
Waffen in Konfliktgebiete zu liefern“),
pfui im Innern
wie Stuttgart 21:
hypermodernes Prestige
hinkotzen.
Vielleicht tanz(e)ten wir
die richtigen Takte
nur im (gebremsten)
Gleichklang.

Posted:Donnerstag, Dezember 13th, 2012 @ 2:57 in Neue Maier-Lyrik
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Die schönen Tage

… die schönen Tage von Aranjuez
„außerhalb gleichwelcher Aktualität“?
Träume, sind sie nicht realitätsgebunden?
Vorüber, vorüber?
Real ist der Wahnsinn?
Nein, wir sind
nicht vergebens hier gewesen.
Was geht zu Ende?
Und was beginnt?
Real ist der Traum.
Wie anders
sollten wir kämpfen
können?
Sire, geben sie
der Vernunft eine Chance!
Rodrigo klingt.
Imperative leben auf.

Posted:Mittwoch, Dezember 12th, 2012 @ 6:38 in Neue Maier-Lyrik
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12.12.12

12 - 12- 12
das ist der tag ist der tag ist der tag das
ENDE:
EDEN?

Posted:Dienstag, Dezember 11th, 2012 @ 6:29 in Neue Maier-Lyrik
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Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose

Aber:
Ein purer Haltepunkt ist ein purer Haltepunkt ist ein purer Haltepunkt
(auch wenn er Tiefbahnhof und Stuttgart 21 heißen soll)
OHNE ROSE
OHNE EROS
OHNEHIN:
EIN HOHN!

Posted:Montag, Dezember 10th, 2012 @ 11:51 in Allgemein
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Woche der Entscheidung?

Angesichts der Ausstiegsspekulationen aus Stuttgart 21 (wegen der ständig steigenden Kosten), die bei der Bahn-Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch eine Rolle spielen, erinnere ich an meinen Beitrag “Ja, jetzt!” vom Dienstag, dem 13. Dezember 2011 (http://www.maierlyrik.de/blog/2011/12/13/ja-jetzt/):
Nach Nein zum Ausstieg
kommt der Kosten-Tsunami.
Wer wollt’ es wissen?
Inzwischen ist nicht mehr auszuschließen, dass sogar die DB das vielleicht “wissen” will.

Posted:Mittwoch, Dezember 5th, 2012 @ 11:51 in Aus älterem Archiv
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Wintersonnwend-Trilogie

Damit bei allem Weihnachts- und Adventstrubel die Vorbereitung auf das alte Fest der Wintersonnwende nicht zu kurz kommen muss, hier die drei Gedichte dazu aus meiner alten Sammlung “Wintergedichte” (http://www.maierlyrik.de/Wintergedichte.pdf):
Wandel
Weniger werden die Tage
des schwindenden Lichts.
Die Sanftheit des Dunkels,
die Wonne des Winterschlafs
wird schon gemindert.
Ein Neues wird kommen.
Genommen wird und gegeben.
Trauer ist ja ein Teil
jedes Wandels.
Auftakt
Ein Keil [...]

Posted:Sonntag, Dezember 2nd, 2012 @ 10:53 in Aphorismen
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Aphorismus 9/12

Da sich die Welt sowieso verändert, braucht man sich nicht zu schämen, wenn man versucht, dieser Veränderung eine gute Richtung zu geben.

Posted:Samstag, Dezember 1st, 2012 @ 4:12 in Aphorismen
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Aphorismus 8/12

Nur wer wirklich etwas zu sagen in der Lage ist, was Bestand hat, gehört zu den Dichterinnen und Dichtern.