Archiv fürFebruar, 2015

Posted:Dienstag, Februar 24th, 2015 @ 5:19 in Allgemein, Aphorismen
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Aphorismus 6/15

Vaclav Havel soll gesagt haben: “Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.”
Ich würde das lieber so formulieren:
Hoffnung wird nicht von der Überzeugung getragen, dass etwas gut ausgeht, sondern von der Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Posted:Dienstag, Februar 24th, 2015 @ 3:26 in Neue Maier-Lyrik
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Avalon erobern

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Auf Urlaubsreise
mit hundert Sachen
oder auch mehr:
Das Brausen auf der Autobahn;
es fällt uns keinesfalls schwer.
Es stinkt der Auspuff
und wir atmen schwer.
Wir kommen von dort
und wollen hierher.
Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.
Schalom, pace, mir, [...]

Posted:Montag, Februar 23rd, 2015 @ 3:37 in Aus älterem Archiv
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Der Sündenfall

Eva gab uns den Apfel
nicht.
Die Schlange war’s,
die göttliche,
die uns Avalon,
das Apfelland,
verhieß.
Und wir eroberten es
und
fanden die Äpfel
nicht.

Posted:Freitag, Februar 20th, 2015 @ 5:53 in Aphorismen
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Aphorismus 5/15

Die Poesie ist der Schlüssel aus Worten in die Anderswelt.

Posted:Freitag, Februar 20th, 2015 @ 9:28 in Allgemein, Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Logik*

Das nennt man reiche Gesellschaft:
Mehr Erwerbstätige gab es nie;
aber dabei gibt es mehr Arme denn je.
-.-
*ein Achtundzwanziger

Posted:Donnerstag, Februar 19th, 2015 @ 5:42 in Aus älterem Archiv
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Ankunft

Ich bin hier.
Hier bin ich.
Versteckt bin ich hier.
Ich bin
hier in meinem Versteck.
Ich bin,
wohin ich gehe,
mit neuer Kraft.

Posted:Dienstag, Februar 17th, 2015 @ 6:18 in Allgemein
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Noch einmal: Der Ipf

Der Ipf: Hoch erhebt sich der Berg.
Tief hinein in Geschichte führt er.
Dorthin, wo griechische Importe galten
zur Keltenzeit. Zu den Keltoi
unterwegs waren die griechischen Händler.
Den Namen, den sie ihnen gaben,
nur kennen wir heute, sonst keinen.
Hoch erhebt sich der Berg. Und so
tief führen Brunnenschächte hinab,
überlebenswichtige einst in Gefahr.
Tiefer hinein in die Vorzeit
führt uns wohl der Anstieg [...]

Posted:Sonntag, Februar 15th, 2015 @ 11:24 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Abend eines Wintertags*

Sie hat nicht mehr genügend Kraft,
die Sonne, die durchs Grau durch leuchtet,
damit die Sonnenuhr die Zeit hier anzeigt …
*ein Achtundzwanziger

Posted:Freitag, Februar 13th, 2015 @ 11:04 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Hellblau*

Hellblau: Himmel im Gegenlicht.
Ein Kältesee liegt unten im Tal.
Doch hier oben herrschen Frühlingsgefühle.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Donnerstag, Februar 12th, 2015 @ 12:58 in Aphorismen
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Aphorismus 4/15

Der Segen, den ein Menschenleben stiftet, wird nicht ins Grab gelegt, er wirkt auf spürbare Weise weiter.
(modifiziert nach einem Satz in der Predigt zu Galater 5 von Martin Kruse beim Trauergottesdienst für Richard von Weizsäcker)