Das Problem der Demokratie in postdemokratischer Zeit

Gespeichert unter: Allgemein — 23. Mai 2015 @ 13:39

Es „inspiriert und lenkt die ‘oligarchische Demokratie’ der Gegenwart – das ‘gemischte System’ oder wie man es nennen will – eine Masse, die durch die Allgegenwart des Bildschirms zugleich atomisiert und homogenisiert ist. Sie füttert und täuscht Myriaden Individuen mit den Glücksversprechen der Warenwelt. Sie merken nicht, dass sie einer geistigen und emotionalen Gleichschaltung unterworfen sind. Sie glauben an die eine universelle Wahrheit mit der sie jene permanent sprudelnde und mit Träumen gespeiste Quelle Tag für Tag versorgt.
(…)
Was am Ende – oder besser: beim gegenwärtigen Stand der Dinge – die Oberhand gewonnen hat, ist die ‘Freiheit’. Sie ist im Begriff, die Demokratie zu besiegen. Wohlgemerkt nicht die Freiheit aller, sondern die Freiheit derjenigen, die aus dem Konkurrenzkampf als die ‘Stärkeren’ hervorgehen (seien es Staaten, Regionen oder Individuen).”
Zitiert nach Luciano Canfora “Eine kurze Geschichte der Demokratie” (im PapyRossa-Verlag, 2006) durch Robert Zion (siehe https://www.facebook.com/robert.zion.90)

2 Kommentare »

  1. bruni8wortbehagen:

    so sieht es aus, für sehr, sehr viele, die wir meist die masse nennen, lieber helmut und doch hoffe ich immer, daß es auch genügend denkende in dieser masse gibt, die erkennen, was hinter diese vorgesetzten und vorgekauten wahrheit wirklich steckt…

    liebe pfingstgrüße von bruni

  2. Helmut:

    Pfingsten lässt ja doch immer wieder hoffen, nicht wahr, liebe Bruni?

    Danke und liebe Grüße
    Helmut

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