Archiv fürMärz, 2016

Posted:Donnerstag, März 31st, 2016 @ 2:15 in Neue Maier-Lyrik
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Januarische Stufen

Die Stufen hinan
und dann
wieder zurück in Talgefilde.
Auf und ab,
ab und auf.
Velocipedenhaft
stürze ich mich
beflügelt hinab ins Filstal,
schreibe Gedichte in mein Hirn,
lerne sie auswendig.
Dort dann
schreibe ich sie
auf beliebige Zettel.
Später am Tag
keuche ich wieder hinauf
auf den Schurwald
und bring sie in Schönschrift.
Heute weiß ich nicht,
soll ich unten
dem blühenden Wiesengrund
meine Aufmerksamkeit schenken
oder mich ganz verlieren im Blau
da oben.
Oben und unten,
wo [...]

Posted:Mittwoch, März 23rd, 2016 @ 10:44 in Aphorismen
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Aphorismus 8/16

Alles ist im Fluss - aber der Fluss dauert.

Posted:Dienstag, März 22nd, 2016 @ 2:47 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Willkommen*

Rot und grün leuchten sie munter,
die Frühlingsblätter am Rosenstrauch:
frisch herausgesprossen aus kahlem Gezweig.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Sonntag, März 20th, 2016 @ 4:36 in Neue Maier-Lyrik
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Vom wahren Paradies

Ach, Gehorsam sollten wir lernen
im Paradies.
Nicht zu uns selber kommen,
sondern zum Vater.
Wollte die Schlange
uns ebenfalls zähmen?
Eva befreite uns.
Manche Mühsal
nahmen wir auf uns.
„Empört euch“
kostet uns schon etwas.
Geerdet kamen dem wahren
Paradies wir aber
immer näher,
solange wir uns
kümmerten umeinander.

Posted:Freitag, März 18th, 2016 @ 4:19 in Neue Maier-Lyrik
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Im Bann des dunklen Zeitalters

Schimärenzüchter:
Geflissentlich überzeugen sie
mit Höllengetöse.
Das brauchen sie
als Unterwelt-Diener.
Besessene sind sie,
verpflichtet der Angst
vor dem Vergehen ins Nichts.
Bleiben wir hängen
auf leimbeschmierten Straßen
ins Hoffnungsvolle?
Glauben wir, dass es das gibt:
löwenhafte Gesinnung,
verbunden mit zickigem Getue
in gespaltener Rede?
Lassen wir uns einschüchtern
durch pseudoreligiöses Gehabe?
Schwer wiegt die Sorge
um Verlust an Erfolg,
um Strafe für nicht gewagte Versprechen.
Ach, ein Paradies
können wir niemals bieten,
aber Redlichkeit bleibe die [...]

Posted:Donnerstag, März 17th, 2016 @ 5:27 in Allgemein
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Ein Becher Wasser

Ein Becher Wasser:
Manchmal sagt er mehr als ein golden Geschmeide.
Und hat er Dauer im Herzen,
ist’s warum dich ein jedes beneide.

Posted:Dienstag, März 15th, 2016 @ 6:18 in Neue Maier-Lyrik, Theorie der Lyrik
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Magische Wahrheit

Wahrheit:
durchschaubar nicht,
aber erkennbar;
Bedingungen klar,
aber keine Dogmen;
Verzicht auf Krieg
gibt definitiv die delikatere Sauce
als der Bombenabwurf:
Blut ist eben nicht nur süß;
bitter der tödliche Nachgeschmack.
Der Wählerwille
ist unbekannt, erst recht
nach der Stimmenauszählung.
Konfusion:
Ergebnis der Klärung
durch ein Gemisch
aus Regeln und
regelmäßigen
unvorhergesehenen
Empfindlichkeiten.
Endlos aufschieben
lassen Entscheidungen sich selten.
Aber Verstörung
lässt sich oft nicht
vermeiden.
Liebe ist nicht immer
eindeutig beweisbar.
Magie mag vieles da ändern,
beweisen lässt sich durch sie
gar nichts.
Hass: [...]

Posted:Montag, März 14th, 2016 @ 10:17 in Allgemein
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Sch …(.).

Mehr vermag ich heute nicht zu sagen - nach dem, wie es gestern gelaufen ist.

Posted:Samstag, März 12th, 2016 @ 2:46 in Allgemein
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14 Forderungen für Cyberpeace

http://cyberpeace.fiff.de/Kampagne/WirFordern

Posted:Donnerstag, März 10th, 2016 @ 6:31 in Neue Maier-Lyrik, Theorie der Lyrik
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Schriftsteller-Magie

Ich schneide mir etwas ab
vom Kuchen der Realität,
unterscheide das Brauchbare
vom Unnützen, vom Banalen.
Ich wähle aus,
ich wähle.
Was ich mit meiner Wahl treffe,
erhebt einen Anspruch
auf Geltung
über die Mehrheit hinaus.
Wahrheit ist etwas
Ausgesondertes,
etwas Gekröntes,
Auserkorenes,
ein Diamant:
schneidend den härtesten Stahl.
Freiheit,
geistiges Sich-Erheben,
nicht über andere,
nein, schwebend
und leicht:
sie fliegt als Same
am Fallschirmchen
hinaus
auf der Suche
nach fruchtbarem Land
um zu wurzeln.