Archiv fürSeptember, 2016

Posted:Dienstag, September 27th, 2016 @ 1:28 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Erstaunter Ausruf*

Die allererste Kastanie,
die schmeichelnd mir gleitet durch die Hand,
in diesem noch gar nicht herb gefühlten Herbst!
*ein Achtunzwanziger

Posted:Samstag, September 24th, 2016 @ 6:14 in Neue Maier-Lyrik
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Der Herbst

Sollte ich nicht loben
die Zeit der Früchte,
die Zeit des Genusses?
Einsammeln macht aber auch
merkwürdige Mühe.
In die Scheune gebracht
muss alles werden
zur rechten Zeit.
Und dort muss es bleiben,
damit in kärgerer Zeit
die Not nicht wächst
statt der Saat.
Und der erste Frost:
kündigt er nicht schon an,
dass es heißt,
es ist nicht mehr genug,
um davon zu leben?

Posted:Dienstag, September 20th, 2016 @ 6:04 in Deutsche Dreizeiler
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Der Glanz

Den Glanz des Sommers.
Sie haben ihn gespeichert,
die Silberblätter.

Posted:Sonntag, September 18th, 2016 @ 1:23 in Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
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Risikobereitschaft?*

Wollen wohl Konservative
heutzutage lieber Risiken
anstatt wie früher etwas zu bewahren?
Eine Risikoabschätzung
wäre da wohl das Wenigste.
*ein Janka

Posted:Sonntag, September 18th, 2016 @ 1:02 in Allgemein
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Frühherbst

Wirft die Sonne noch genügend Schatten diesen Herbst?

Posted:Sonntag, September 18th, 2016 @ 12:42 in Allgemein, Aphorismen
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Aphorismus 13/16

Europa befindet sich zur Zeit wohl - wie immer? - zwischen Stillstand und still standing.

Posted:Donnerstag, September 15th, 2016 @ 1:21 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Auf dem abgemähten Grundstück*

Die Kohlmeisen vergnügen sich
sozusagen beim Ährenlesen.
Bauernmäßig scheucht die Amsel sie kurz auf.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Dienstag, September 13th, 2016 @ 1:39 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Spät im Sommer*

Wenn sich die Leichenblässe schon
über Hortensienblüten breitet,
dann ist des Sommers Ende auch nicht mehr fern.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Sonntag, September 11th, 2016 @ 2:32 in Aphorismen
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Aphorismus 12/16

„Völkisch“ ist der klassische Begriff für die Vorliebe fürs Provinzielle im schlechtesten Sinn: Nichts anderes will ich gelten lassen, als was ich kenne und liebe, weil ich’s nicht anders kenne.

Posted:Samstag, September 10th, 2016 @ 5:47 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Ein neuer Achtundzwanziger

Erklärungsversuch*
Eine Angstmacherpolitik,
können wir uns dabei noch wundern,
wenn Menschen aus Angst irrational wählen?
*ein Achtundzwanziger