Eingebettet

Gespeichert unter: Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik — 12. Mai 2017 @ 13:06

Eingebettet bin ich
in Geschichte und Zukunft.
Jetzt gerade blitzt ein Licht auf,
wiedergegeben von einem Kratzer
in meiner ansonsten glatten Bergkristall-Fläche.
Es kommt von weit her
und macht Farbe aus Weiß.

Wie viele gingen mir voran
und wie viele mögen mir folgen.
Wie viele Worte aus vergangenen Zeiten,
aufgesogen habe ich sie.
Worte gebe ich weiter.
Vielleicht ja
fallen einige davon
auch auf fruchtbaren Boden.

Eingebettet bin ich
ins Nehmen und Geben,
ins Empfangen und Zeugen,
ins vergangene Leben
und vielleicht noch in zukünftiges.
Und welche Spuren
von mir noch bleiben,
eigentlich wäre es gleichgültig geradezu,
wäre es nicht gesegnet
von der Mutter des Seins.

12 Kommentare »

  1. Quer:

    Ja, dieses “Eingebettetsein” in die Natur, ins Leben und den Kosmos nehme ich auch wahr als tragende Kraft.

    Herzliche Grüsse in den Tag,
    Brigitte

  2. Rachel:

    Lieber Helmut,
    nur gut, du hast noch die Kurve gekriegt, lach…, denn gleichgültig sind deine Worte nie, ganz sicher auch dein Leben nicht, daraus entspringen ja deine Gedanken.
    Ich habe schon viel von dir gelernt, also ein fruchtbarer Boden outet sich hier…

    Ganz lieben Gruß
    von mir!!!

  3. Helmut:

    Liebe Brigitte,

    ich freue mich über diese Übereinstimmung. Danke für die schöne Antwort.

    Herzliche Grüße
    Helmut

  4. Helmut:

    Liebe Edith,

    da werde ich richtig verlegen. So viel Lob bringt die Gefahr mit sich, dass ich abheben könnte. Aber natürlich: recht herzlichen Dank.

    Ich grüße Dich in steter Verbindung
    Helmut

  5. Rachel:

    Ach duuu, du hebst nicht ab, lach, du stehst mit beiden Beinen ganz fest auf dem Boden!!!

    Lieber Helmut,
    einen feinen Abend noch und einen sonnenwarmen frohen Sonntag morgen.
    Unsere Mädels kommen morgen, egal aus welcher Ecke, den Muttertag vergessen sie nie, lächel.. auch mein Mann freut sich… das sind Glückstage für mich… - und mir fehlt meine Mutter so sehr…jaja, so liegen Freude und Traurigkeit wieder einmal eng beieinander…
    Aber ich will dich nicht nerven, lach, mir war einfach mal so zu plaudern…

    Alles gute dir von mir!!!

  6. Helmut:

    Danke für die Offenheit, liebe Edith. Und für den guten Wunsch zu diesem Sonntag. Etwas durchwachsen wird der schon sein, allein wenn ich an die Wahl in NRW denke.

    Ich wünsche Dir jedenfalls auch einen schönen, erholsamen Tag.

    Herzlich
    Helmut

  7. Mirjam M.:

    Es ist auch alles viel zu schnelllebig, als dass man sich noch an irgendetwas hängt, was man nicht mehr aufholen kann. Da ginge ja der ganze Schwung weg, fürs Gute. °[°
    Naja, und manche Episoden bringen einem ja auch was.

    Sei lieb gegrüßt (:

  8. Helmut:

    Wenn ein Gedicht von mir ab und zu Dir etwas bringt, will ich nicht klagen. ;-)

    Danke, liebe Mirjam,
    und liebe Grüßé
    Helmut

  9. Silbia:

    Was bleibt ist kaum zu sagen. Von manchen Menschen mehr und von anderen weniger. Nur was? Ist es das, was sich der Mensch selbst wünscht?
    Denke ich an die vielen Künstler, deren Ruhm erst nach dem Tode kam…

    Ich erfreue mich dann mal zu unser beider Lebzeiten an deinen Gedichten und Gedanken! :-)

    Liebe Grüße,
    Silbia

  10. Helmut:

    Liebe Silbia,

    Wirklich bestimmen, welche Spuren von uns bleiben, können wir wohl seltenst. Hoffen kann der Mensch natürlich - und sich über so ein schönes Lob wie das Deine hier riesig freuen …

    Ganz herzliche Grüße
    Helmut

  11. Anna-Lena:

    Viele Worte fallen auf einen Boden, der fruchtbar genug ist, um etwas Zeitloses daraus entstehen zu lassen. Manchmal reicht erst ein kleines Pflänzchen, bevor es sich vermehrt un die Welt erobert.

    Lieben Gruß
    Anna-Lena

  12. Helmut:

    Herzlichen Dank für Deinen schönen Kommentar, liebe Anna-Lena!

    Und lass Dich genauso herzlich grüßen.
    Helmut

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