Verständigungsmangel

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik, Theorie der Lyrik — 12. Juni 2017 @ 15:28

Gedichte sind wie eine Geheimschrift
Nicht jeder weiß sie zu lesen.
Eingeweiht musst du sein.
Andernfalls bleibt dir verborgen
das Geheimnis der Alternativen
zur platten Realität, Die bleibt ja
ganz unwirksam für die Erneuerung.
Ihre Zellen erzeugen keinesfalls
irgendeine neue Energie.
Sie bleibt einfach ein Zombie.

14 Kommentare »

  1. isabella:

    Wie Recht du hast, lieber Helmut!

  2. Rachel:

    Lieber Helmut,
    das stimmt… und jeder weiß sie auch anders zu lesen… wie oft bin ich schon fehl gegangen mit der Antwort,dabei war sie richtig, nur der/die Lesende haben es falsch verstanden…Aber Irrtümer kann man bereinigen, lächel…

    LG; Edith

  3. Helmut:

    Danke für Deine so freundliche Zustimmung, liebe Isabella!

    Ganz liebe Grüße
    Helmut

  4. Helmut:

    Liebe Edith,

    Du gehörst natürlich zu den Eingeweihten. Das schließt Irrtümer, vor allem nebensächliche, nicht aus.

    Danke für die generelle Zustimmung
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

  5. bmh:

    zwischen den Zeilen lesen, lieber Helmut und der Mut zu eigenen Gedanken ist das Geheimnis.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  6. Bernd Pol:

    Ein gutes Gedicht ist eines, in dem jeder Leser seine eigene Welt erkennt. Ohne dass das Gedicht seine eigentliche Aussage verliert.

    Letztlich muss man lernen, mit Herz und Hirn zu lesen. Dann öffnet sich auch die Realität neu.

  7. Quer:

    Ob man eingeweiht sein muss, weiss ich nicht. Man muss vor allem interessiert und offen sein und wahrscheinlich schon ein Faible für die Spielarten der Sprache mitbringen…
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  8. Helmut:

    Liebe Barbara,

    Was Du nennst, muss man alles lernen, aber auch wollen. Das fasse ich zusammen in der Metapher vom Eingeweihtsein.

    Danke für Deine Konkretion
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

  9. Helmut:

    Lieber Bernd,

    Du sprichst richtig vom Lernen. Das ist sehr wichtig.
    Außerdem sprichst Du die Qualität des Gedichts an. Natürlich muss der Dichter z.B. auch etwas zu sagen wissen; sonst kann auch niemand Eingeweihtes etwas daraus lesen.

    Vielen Dank für Deinen Kommentar
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

  10. Helmut:

    Liebe Brigitte,

    Dass eine Leserin oder ein Leser Lernbereitschaft mitbringen muss, steht außer Frage. Dazu kommt aber notwendigerweise, wie Du auch sagst, ein Wissen, das erworben werden muss: eine Qualität, die ich in die Metapher vom Eingeweihtsein einfließen lassen möchte.

    Vielen Dank für den Kommentar
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

  11. Mirjam M.:

    Es wäre schön, wenn jeder sie verstehen kann, die Gedichte. Die Menschen sollen ja daraufhin etwas ändern. Und ein Gedicht drückt aus, was ein anderer (unbekannter) erlebt hat. Es ist sozusagen, seine lyrische Lebensernte.
    Deshalb sollte auch rüberkommen, was der Dichter sagen will.
    (Deine letzte Antwort war sehr anmutig, toll!)

    Sei lieb gegrüßt °]°

  12. Helmut:

    Danke für Deinen engagierten Kommentar, liebe Mirjam.

    Lass Dich herzlich grüßen von mir.
    Helmut

  13. Silbia:

    Das ist wohl mit der schönste Grund zu schreiben und zu lesen! :-)

    Liebe Grüße,
    Silbia

  14. Helmut:

    Da hast Du ja sooo Recht, liebe Silbia.

    Ganz herzlichen Dank und
    liebe Grüße
    Helmut

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar schreiben

Zeilen- und Absatzumbrüche werden automatisch eingefügt. Ihre E-Mail wird nicht angezeigt. Erlaubtes HTML: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>