Archiv fürSeptember, 2017

Posted:Donnerstag, September 28th, 2017 @ 10:54 in Neue Maier-Lyrik
6 Kommentare »

Vermählung von Himmel und Erde

Vermählung von Himmel und Erde.
Ein Sein und ein ewiges Werde.
Wolken wachsen, gedeihn.
Regen fällt, wässert Blumen so fein.
Sonne scheint; Wasserdampf steigt empor.
Vogelgezwitscher dringt wohlig ins Ohr.
Blätter, die fielen, modern still vor sich hin.
Alles, was war, erfüllt seinen Sinn.
Schösslinge: sie durchdringen das Feld.
Geben und Nehmen lässt bestehen die Welt.

Posted:Dienstag, September 26th, 2017 @ 6:11 in Allgemein
6 Kommentare »

Zum Teil lyrisches Review meiner Englandreise in den Lake District

I. Brügge
Vom Weltkulturerbe Brügge
ging der Weg über die Esslinger Brücke
einst zum Kaiser in Wien
(da musste man hin:
der nahm Waren an zur Genügge).
Dieser Limerick führt zur Chronologie meiner Englandreise - nicht zur Reise von Brügge nach Osten, sondern aus dem Kreis Esslingen n a c h Brügge, der Weltkulturerbestadt, wo wir Station machten vor [...]

Posted:Dienstag, September 26th, 2017 @ 4:46 in Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
2 Kommentare »

Ein Herbst*

-
Ein Herbst macht sich bereits bereit,
ein neuer deutscher Herbst. Es schwindet
der Röslein Rot, der Armen Brot, was sonst noch?
Ach, die Zuversicht, dass heil wir übersteh’n
die Kälte, welche den Winter in sich trägt.
*ein Janka

Posted:Montag, September 25th, 2017 @ 4:18 in Neue Maier-Lyrik
6 Kommentare »

Trauer muss dies’ Deutschland tragen …

Trauer muss dies’ Deutschland tragen.
Oh, viel zu viel ist zu beklagen:
Regieren wird mehr als bisher,
wem die Gerechtigkeit fällt schwer,
ja, wem sie unnötig in diesen Tagen
erscheint, wo Egoismus flutscht,
wo Werte sind nach rechts verrutscht.
Wird das denn wirklich reparierbar sein?
Wird Trauer weichen schönem Schein?
Oder ist Trauer eine Kraft,
die stets an Schlimmes denkt
und dann das Gute schafft?
Lässt Jubel [...]

Posted:Donnerstag, September 21st, 2017 @ 12:03 in Neue Maier-Lyrik
2 Kommentare »

Angst vor der Angst? (Kommentargedicht zu Barbaras “Morgengespräch”*)

Lass mich mal für die Angst Partei ergreifen:
Wie sollen wir die Welt begreifen,
wenn wir in alles nur reinstolpern?
Den wicht’gen Warner übersehn,
uns nur erschrecken vor dem Holpern
und ungewarnt nur weitergehn?
Die Panik, ja die soll’n wir meiden,
die lähmt uns nur, hindert das Denken.
Nein, wohl vertrauen wollen wir bescheiden
auf die Vernunft, die soll uns lenken,
soll unsrem Leben [...]

Posted:Montag, September 18th, 2017 @ 1:16 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
Keine Kommentare »

Mein Alptraum

Erst wenn die Sonstigen zusammen
bei der Wahl zum Bundestag
die 30-Prozent-marke überschreiten,
merkt die SPD,
dass sie nicht genügend
aus ihren Fehlern gelernt hat.

Posted:Samstag, September 16th, 2017 @ 5:48 in Neue Maier-Lyrik
4 Kommentare »

Den Titel gibt’s als Merksatz erst am Schluss

Hast du zehn Schwarze getroffen
hier im schwäbischen Städtchen Stuttgart?
Sind nicht sieben davon Überlebende?
Kaum fünfzig Demonstrant*innen waren da*,
gegen die Kriminalisierung
der Seenotretter jener sieben
einzutreten.
Es gibt ein Flüchtlingsproblem, jawoll!
Das der Flüchtlinge …
Merke:
Seenotrettung ist kein Verbrechen.
*Die Polizist*innen habe ich nicht mitgezählt

Posted:Donnerstag, September 14th, 2017 @ 9:36 in Allgemein
4 Kommentare »

Da capo al Fine?

Hiermit endet meine England-Serie.
Dies war mein erster Beitrag: http://www.maierlyrik.de/blog/2017/09/03/8805/
Von dort aus kommt man durch einen Klick jeweils rechts oben weiter zu den nächsten Beiträgen. Viel Vergnügen!

Posted:Mittwoch, September 13th, 2017 @ 12:39 in Neue Maier-Lyrik
2 Kommentare »

Urlaubssplitter

Der Himmel über Cumbria:
Nebel schickt er herab,
das Treiben hier unten
zu erkunden.
Mal zeigt er sich blau bepunktet,
lässt endlich die Sonne hindurch,
durch ziehende Wolken und
meint es dieses Mal nicht schlimm,
auch wenn er Regen schüttet
auf die Grünpalette,
den Boden aufweicht,
so dass die Wohnwagen
und die Campingbusse
im Morast versinken müssten,
ließen vorsichtige Farmer
auf ihren Campingplätzen sie zu.
Wenn der Traktor stark genug ist,
kann [...]

Posted:Dienstag, September 12th, 2017 @ 4:52 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik, Theorie der Lyrik
2 Kommentare »

Lyriküberlegungen beim Grasmere und Rydal Water

Fahrrad und Fels,
Glockenblumen, fest verwurzelt,
Wolken, die ziehen:
Solches ins Gedicht zu heben.
lieber Dichter,
würde gerne dir Wordsworth erlauben
(er stand ja im Austausch mit manchem).
Gut heißen würde er es,
sich freuen,
dieses Alltägliche erhaben zu sehen
(hier sage ich nicht nur „erhoben“).
Beim Auto, das die Täler
erfüllt mit Dauerlärm,
wäre das wohl etwas Andres.
Zum einfachen Leben gehörend
(plain living)
würde er es
wohl nicht gelten lassen [...]