Der Preis

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 5. Dezember 2017 @ 18:10

Der Preis für das hohe Alter,
das lange Leben:
die heiligen Orte,
wo die Ressourcen schlummerten.
Sie werden verbraucht.

Der Preis für den Verbrauch
der Ressourcen:
die heilenden Kräfte
der Mutter Erde
verschwinden.

Wir machen das alles selber,
bis alle heiligen Orte,
alle heilenden Kräfte,
alle Ressourcen
für die Machermenschen
dahin sind.

3 Kommentare »

  1. Quer:

    Ein hoher Preis, ein viel zu hoher.
    Ob wir das Ruder nochmal herumreissen können?
    Ich hoffe es sehr!
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Anna-Lena:

    Es ist beängstigend, wie alles bewusst zerstört und aufs Spiel gesetzt wird.
    Ein paar “Macher” spielen mit dem Frieden, als kicken sie wie kleine Jungs auf dem großen Fußballplatz. Warum stoppt sie keiner?????

    Und wir? Wir können nur - jeder von uns - so leben, dass wir uns am Morgen im Spiegel betrachten können …

    Nachdenklich,
    Anna-Lena

  3. Helmut:

    Liebe Brigitte und liebe Anna-Lena,

    Habt vielen Dank für Eure besorgten Kommentare. Die sind ja mindestens erste Schritte auf dem notwendigen Weg. Dazu zwei Ansätze:
    1. Zum Kapitalismus: Der Kapitalismus kam anfangs ganz unspektakulär daher. Vielleicht ist die neue Gesellschaftsform ja ganz unspektakulär mitten unter uns. Das neuartige Vertragswesen statt dem Feudalismus herkömmlicher Art brachte im damaligen England eine enorme Rechtssicherheit für Landpächter hervor, welche eine Ertragssteigerung in der Landwirtschaft ermöglichte. (Was allerdings nur durch die Vertreibung der vorher leibeigenen Bauern von “ihren” Höfen möglich wurde) Ob nicht zum Beispiel (in viel positiverem Sinn) die vielen privaten Solarstromproduzenten von heute die Vorläufer einer nichtkapitalistischen ökologischen Kreislaufwirtschaft sein könnten?

    2. Die grundsätzlichere Frage nach dem Unterschied zwischen Arm und Reich ist vielleicht noch schwieriger zu beantworten Vielleich ist ein bedingungsloses Grundeinkommen aller Einwohner*innen oder allermindestens Bürger*innen ein erster Schritt - gefolgt von einer Gesetzgebung, die etwa über Vermögenssteuern mehr Gerechtigkeit schaffen würde.

    Nochmal vielen Dank und
    liebe Grüße
    Helmut

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