Archiv fürJanuar, 2018

Posted:Sonntag, Januar 28th, 2018 @ 4:10 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Begegnung mit dem Schicksal

Neulich bin ich dem Schicksal begegnet,
dem freundlichen, darf ich gestehen.
Ich hatte gerade die Behandlung beendet,
die eine Vorstufe des Krebses auf der Kopfhaut
erfolgreich abgetötet hatte. Der Arzt meinte,
glücklich sei er jedesmal, wenn es möglich sei,
zurückzudrehen im Stand zu sein die Zeit
(was für eine Metapher: zurückzudrehen die Zeit!)
Wie ich so auf dem Weg war zum Bus,
begegnete ich [...]

Posted:Samstag, Januar 27th, 2018 @ 4:21 in Neue Maier-Lyrik
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Stoppt Stuttgart-irgendwann!

Murks, Pfusch und Mist
sind Schmeichelworte
für dieses tiefe Milliardengrab.
Makulatur, Ramsch, Plunder,
wen nimmt es überhaupt noch Wunder,
dass alle diese Worte nicht
annähernd sagen, was doch dieses Projekt
Stuttgart-malirgendwann
in unsren Augen ist.
Ein Unrat ist’s, aus purer
Gewinn- und Machtgier
ist’s entstanden, ist’s erhalten
geblieben in den Köpfen
dummer und überheblicher
nicht Volksvertreter, nein
ganz widerwärtig agierender
(ich sag es:) Volkszertreter,
die ihre Wähler frech belogen
und betrogen und
im Glauben [...]

Posted:Mittwoch, Januar 24th, 2018 @ 8:20 in Aphorismen
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Aphorismus 1/18

Der Verdacht scheint begründet, dass ausgerechnet diejenigen Politiker*innen, die ständig von der Notwendigkeit reden, mehr Verantwortung in der Welt übernehmen zu müssen, bereit sind sehr verantwortungslose Politik zu betreiben.

Posted:Mittwoch, Januar 24th, 2018 @ 1:57 in Neue Maier-Lyrik
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Aus dem Rahmen

Aus dem Rahmen gefallen
des Schlafes
und auf die weichen Kissen geplumpst
der Vorausschau,
was von den Zipperlein
des Alters
heute und wie behandelt zu werden
hat.
Ja, mehr steht an
und Zeit kostet’s
als gedacht.
Und alles will überlegt sein,
geplant und
bedacht.
Aber s’könnt schlimmer sein,
sagt mein Gefühl
und lacht.

Posted:Freitag, Januar 19th, 2018 @ 8:22 in Neue Maier-Lyrik
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Die Zeichen an den Wänden

Die Zeichen an den Wänden;
sie abzuzeichnen vertreibt,
was sich gegen Menschen wendet,
die sie nicht kennen.
Inseln des Rückzugs
im Innern der Erde,
die Höhlungen der Erinnerung
an gemeinsames Menschsein,
öffnen die Faust, die hasserfüllte.
Nie gegen Menschen sei sie erhoben!
Als ich schrieb, überkam mich der Geist
des Verständnisses fürs Anderssein.
Unwesentliche Unterschiede,
aufgeblasen zu Riesen,
lassen uns gar zu gerne
losgehen aufeinander.
Und wir vergessen,
was getan werden muss
in [...]

Posted:Mittwoch, Januar 17th, 2018 @ 1:04 in Allgemein
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Posted:Montag, Januar 15th, 2018 @ 12:25 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Haben wir’s nicht gemerkt? - ein Gedicht auch zur 400sten Montagsdemo gegen S21 heute

Haben wir’s nicht gemerkt?
Jeden Tag wird’s früher hell.
Lichtmess können getrost wir erwarten.
Seine Chancen lässt es sich nicht entgehen:
das junge Jahr zeigt:
Hoffnung ist wohl begründet.
Winterlinge heißen ihre Boten,
aber sie künden schon
vom Frühling, vom immer wieder neuen
Werden.

Posted:Sonntag, Januar 14th, 2018 @ 11:28 in Bekenntnisse
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Gegen Rechtsaußen. Für das Menschenrecht.

Fast alles, was uns die angebliche Alternative zu einer demokratischen Gesellschaft für unser Volk aufzeigen will, aber in völkisch verblendeter Manier daherkommt und schnurstracks zu Unmenschlichkeit und einer Diktatur führt, ist widerwärtiger Schwachsinn.
Abschaffen wird man Schwachsinn nun aber bestimmt nicht können. Woran wir arbeiten müssen, soweit wir das vermögen, ist von einer Welt zu träumen [...]

Posted:Sonntag, Januar 7th, 2018 @ 7:41 in Neue Maier-Lyrik
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Göttlich

Göttlich ist nicht wie Gott allein;
göttlich ist der Ursprung des Lebensodems,
die Ruach, die Schöpferin allen Lebens;
göttlich sind Menschen, die Göttliches
uns aufscheinen lassen, fassbar machen,
anschaubar zu werden vermögen;
göttlich ist Gesang, Schönheit und Liebe.
Die alten Völker fassten dies alles
in anschauliche Götterfiguren.
Damit vermieden sie unheilstiftendes
Herrschergebaren, das nichts mehr
gelten ließ, als was als Befehl die Menschen erreichte.
Wo Dogmen aufgestellt [...]

Posted:Freitag, Januar 5th, 2018 @ 8:28 in Neue Maier-Lyrik
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Seeon macht’s deutlich

Benedictio orbi dicimus.
Aber keinen Segen für Orban
und seine Freunde,
weil sie kein Segen sind
für den Weltkreis.