Die Zeichen an den Wänden

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 19. Januar 2018 @ 20:22

Die Zeichen an den Wänden;
sie abzuzeichnen vertreibt,
was sich gegen Menschen wendet,
die sie nicht kennen.

Inseln des Rückzugs
im Innern der Erde,
die Höhlungen der Erinnerung
an gemeinsames Menschsein,
öffnen die Faust, die hasserfüllte.
Nie gegen Menschen sei sie erhoben!

Als ich schrieb, überkam mich der Geist
des Verständnisses fürs Anderssein.
Unwesentliche Unterschiede,
aufgeblasen zu Riesen,
lassen uns gar zu gerne
losgehen aufeinander.
Und wir vergessen,
was getan werden muss
in gemeinsamer Zuversicht.

Aber die Zeichen sind ewig,
Wörtern gleich,
die uns zeigen,
was seit Alters her
wirklich nottut.

Die Zeichen an den Wänden:
Sie neu zu schreiben vertreibt,
was sich gegen Menschen wendet,
die sie noch nicht kennen.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar schreiben

Zeilen- und Absatzumbrüche werden automatisch eingefügt. Ihre E-Mail wird nicht angezeigt. Erlaubtes HTML: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>