Die Sehnsucht nach dem Regenbogen

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 10. September 2018 @ 14:59

Die Sehnsucht nach dem Regenbogen:
Sonne und Regen mögen sich vertragen.
Ich bin dem Regenwetter nicht gewogen.
Die Dauer-Hitze kann ich nicht ertragen.

Wie kann ein jedes ganz in Maßen
und jeweil zu der rechten Zeit sich finden?
Das Paradies, von dem wir lasen,
warum müssen wir darum uns winden?
Unmöglich ist es nicht, so möcht’ ich glauben.

Perfekt muss nicht einmal es sein.
Ein wenig mehr wird mir schon längst genügen.
Nur ab und zu ein Gläschen Wein.
Mit der Bescheidung kann ich mich begnügen.
Dazwischen ein Likörchen wär nicht schlecht.

Die Angst jagt uns, wir könnten was vermissen,
wenn wir nicht übermäßig können was genießen,
wenn uns nicht mehr als nötig wird gegönnt,
wenn wir nicht stets und immer werden gar verwöhnt.

Je mehr das Geld, das wir erbeutet haben
in Steuerparadiesen hier und da,
sagen die Reichen, die am Überfluss sich laben,
auch Geld erwirtschaftet, fühlen wir sicher uns ja.
Die Armen sollen sehen, wo sie bleiben.

Ich sehn’ mich nach dem Regenbogen und
dass viele sich danach auch sehnen
und tun der Welt es kund
und handeln beispielhaft danach
zum Wohle auch von jenen,
die nie Gelegenheit bekamen
selbst zu entscheiden, wie sie leben wollen.

6 Kommentare »

  1. Quer:

    Schön farbig hast du sie ausgedrückt, die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Frieden und einem lebenswerten Dasein.
    Herzlichen Gruss,
    Brigitte

  2. Helmut:

    Danke für diese schöne Rezension, liebe Brigitte. Ja, Träume sind manchmal sehr bunt!

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. Anna-Lena:

    Ich teile deine Sehnsucht voll und ganz. Wir haben es in der Hand, die Welt mit zu gestalten und doch passiert zu wenig, was uns wirklich einem bunten Dasein näherbringt.

    Herzlich
    Anna-Lena

  4. Anonym:

    Bunt ist die Welt eigentlich immer, wenn man keinen Grauschleier drauf legt.

    Danke für Deinen lieben Kommentar, liebe Anna-Lena,
    und herzliche Grüße
    Helmut

  5. bmh:

    Dein Gedicht berührt mich tief, lieber Helmut.
    Die Sehnsucht nach dem Regenbogen und was wir damit verbinden, möge nie verlöschen.
    Herzlich Barbara

  6. Helmut:

    Liebe Barbara,

    Hab vielen Dank für Deine Reaktion, zumal damit für mich die Sehnsucht nach dem Regenbogen ein wenig (aber merkbar) weniger bedrängend wird.

    Hab ganz liebe Grüße
    Helmut

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