Archiv fürJanuar, 2019

Posted:Dienstag, Januar 29th, 2019 @ 11:40 in Neue Maier-Lyrik
3 Kommentare »

Auf der Flucht

Auf der Flucht
vor dem Steckenbleiben
in ungesicherten Verhältnissen.
Auf der Flucht
vor denen, die
unaufhörlich
stürzen die Menschen
in Bedrängnis.
Auf der Flucht
vor der tödlichen Drohung.
Auf der Flucht
aus dem finsteren Loch,
umgeben von kaltem Gemäuer
der Intoleranz,
die uns gefangen hält.
Auf der Flucht.
Fliehen
als einzige Option,
dem Unmenschlichen
Widerstand endlich
zu leisten.

Posted:Montag, Januar 21st, 2019 @ 4:21 in Aphorismen
4 Kommentare »

Aphorismus 1/19

Rechtsextremisten unterscheiden sich von rechtsorientierten Demokraten, indem sie für sich in Anspruch nehmen nach vermeintlichem Recht nach ihrem Gusto leben zu dürfen.

Posted:Montag, Januar 21st, 2019 @ 10:25 in Neue Maier-Lyrik
2 Kommentare »

Verbi (oder: Vom Wortschatz)

Unterstrichene Wörter.
Umrahmte Wörter.
Wichtige Wörter.
Wichtige Worte.
Herausforderungen.
Sich hineinknien.
Erfolg oder Misserfolg.
Jedenfalls:
nicht umsonst.

Posted:Samstag, Januar 19th, 2019 @ 2:20 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
8 Kommentare »

Freiheit

Sind wir frei
- auf den Mond zu fliegen?
„Die Chinesen“ sind’s!
- die Todesstrafe wieder einzuführen?
Andere haben sie noch nicht einmal abgeschafft!
- in einer gerechten Gesellschaft zu leben?
Nein, aber selber können wir versuchen,
gerecht zu handeln.
- das zu tun, was wir wollen?
Haben wir denn einen freien Willen? Oder
ist dieser freie Wille abhängig von unserer
in unserer Person entstandenen [...]

Posted:Freitag, Januar 18th, 2019 @ 11:11 in Aus älterem Archiv
4 Kommentare »

Im Blog am 26. Januar 2007

Die Klippen von Moher
Aphroditisch steigen Klippen aus dem Meer.
Schaumgeboren aus Atlantikwellen.
Um Möwenzinnen lagert Marinblau.
Eisengold in den Felsen glänzt so verlockend.
Grasbüschelweiden für Schafe
grünen über steinernem Elefantenrüssel.
Der säuft Vergessenswasser aus den Tiefen.
Schreiende Vögel umkreisen
Europas Unschuldsgesicht.

Posted:Mittwoch, Januar 16th, 2019 @ 12:21 in Neue Maier-Lyrik
9 Kommentare »

Renovierung

Heute streiche ich nun einmal
meine Gedankengänge
ganz in Weiß,
meine Gefühlsbewegungen bunt.
Etwas Schwarz mischt sich noch ein.
Trotzdem soll alles freundlich sein,
möglichst hell
und vielversprechend.
Und Kinderlachen soll
die Gemüter erheitern.
Und Festivitäten
sollen sich einstellen;
denn ich lebe so gerne.
Und ich möchte teilen,
was sich so angesammelt hat
in der Rumpelkammer,
möchte spendabel erscheinen.
Aber stumm bleibt die Antwort
von außen.
Insider nur
besuchen die Hallen.
Und vielleicht
bleibt alles beim Alten,
beim [...]

Posted:Sonntag, Januar 13th, 2019 @ 2:41 in Allgemein, Neue Maier-Lyrik
6 Kommentare »

Leben und Tod

Vor ein paar Tagen ist mein Internet-Freund, der Lyriker Bernd Pol gestorben. Auf Facebook siehe: https://www.facebook.com/helmut.maier.39/posts/2130408586997660
SIEHE AUCH: https://www.youtube.com/watch?v=uUR8pXk1iM0
Sein Tod hat mich dazu gebracht, Gedanken über Leben und Tod, die mir schon lange durch den Kopf gehen, vorläufig aufzuschreiben:
Leben und Tod
Das Leben leben
und nicht den Tod!
Der unausweichliche Tod zwar
gehört auch zum Leben.
Krönen kann er’s sogar
und zeugen [...]

Posted:Donnerstag, Januar 10th, 2019 @ 7:10 in Neue Maier-Lyrik
6 Kommentare »

Es ist nicht egal

Wenn das LEBEN kommt,
aus dem alles entspringt,
egal in welcher Form,
ist das wunderbar.
Dann ist es nicht mehr egal,
ob wir es lieben oder nicht,
und dann ist es an uns,
dem Leben zu zeigen,
dass es willkommen ist bei uns
- oder nicht.
Und dann ist es einmalig
und ganz besonders wertvoll
- und es zeigt sich,
ob wir es nicht wert sind
- oder [...]

Posted:Mittwoch, Januar 9th, 2019 @ 2:22 in Neue Maier-Lyrik
10 Kommentare »

Es schneit

Vom Wind verweht
zum Tanzen gebracht,
Schneeflockensterne.
Sie werden gleich schmelzen
auf meiner Haut.
Auf meinem Haar
und auf flachen Dächern
bleiben sie liegen.
Es sei Winter,
sagen sie
mit Bestimmtheit im Ausdruck.

Posted:Dienstag, Januar 8th, 2019 @ 11:56 in Bekenntnisse
2 Kommentare »

Vom Selbst

Was uns selbst angeht,
können wir getrost konservativ sein
(auch wenn wir unser Verhalten
den veränderten Bedingungen um uns herum
immer wieder neu anpassen sollten
- ohne uns selbst zu verlieren
- - und somit progressiv sein müssen)