Zur Zukunft

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 3. Januar 2019 @ 19:10

Ich weiß nicht, was kommt.
Das ist gewiss.
Ich kann planen.
Ich kann mich einsetzen
für was Gutes.
Auch wenn mir Brecht
nicht besondere Hoffnung macht:
Gehn tun meine Pläne nicht,
jedenfalls nicht wie gedacht.
Ich kann auch versuchen,
zu verhindern das Doofe,
erst recht das Schlimme.
Aber vielleicht kommt es doch
und ich pfeife
womöglich darauf
oder auf dem letzten Loch.
Doch
ich weiß wenigstens
ich kann
den andern wahrscheinlich
ins Gesicht sehen,
ohne mich zu schämen.

10 Kommentare »

  1. Syntaxia:

    Ich bin mir sicher, du wirst dein Bestes geben, mehr geht nicht!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  2. Quer:

    Das ist sowieso das wichtigste: sich und anderen ohne Scham ins Gesicht sehen können.
    Ja, tun wir, was wir können!
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  3. Helmut:

    Liebe Syntaxia und liebe Brigitte,

    Der Satz von Dir, Brigitte: “Das ist sowieso das wichtigste: sich und anderen ohne Scham ins Gesicht sehen können.” ist nicht zu toppen. Ich lasse ihn einfach so stehen.

    Ich danke Euch und grüße Euch herzlich
    Helmut

  4. gabriele pflug:

    Ich finde, das ist der einzig mögliche Weg und ich teile deine Gedanken. Sie sind wohltuend und das Wissen, dass mehr so denken, macht immer wieder Mut!

    Liebe Schneegrüße
    Gabriele

  5. Helmut:

    “und ihr macht mir Mut, bis jeder vom andern die Heiterkeit kennt” (aus einem Lied von Thomas Felder). Ja, so ist es!

    Vielen Dank, liebe Gabriele,
    und einen herzlichen Gruß
    Helmut

  6. Rachel:

    Lieber Helmut,
    ich stimme dir zu, anderen reinen Gewissens ins Gesicht sehen zu können, ist innere Wohltat. Man fühlt sich dann vor dem eigenen Spiegelbild auch zufrieden. Dein Gedicht ist hervorragend gedacht.

    Herzlichst, Edith

  7. Helmut:

    Danke für das Einfühlen in die Aussage und das feine Lob, das Du gespendet hast, liebe Edith!

    Ganz herzliche Grüße
    Helmut

  8. Anna-Lena:

    ’sich nicht schämen zu müssen’, das zählt ganz viel, lieber Helmut. Diesen Anspruch teile ich und alles andere, da können wir nur das tun, was unsere Kräfte hergeben.

    Auf die Zukunft!

    Herzliche Grüße
    Anna-Lena

  9. lintschi:

    lieber helmut,
    grad rechtzeitig wieder einmal hierhergekommen, um diesen tollen text zu lesen, der mir einfach wohltut. weil es für michw ichtig ist, menschen zu (er)kennen, die am gleichen strang ziehen!
    ich wünsche dir ein frohes neues jahr!
    alles liebe!
    lintschi

  10. Helmut:

    Liebe lintschi,

    Das ist das Schönste am Bloggen: erkennen, dass man nicht alleine ist mit seiner Sicht der Dinge. Danke, danke, danke!

    Und ganz herzliche Grüße
    Helmut

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