Frühblüher

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 1. März 2019 @ 11:19

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Wildwachsende Alpenveilchen,
nicht in den Alpen
habe ich sie
das erste Mal gesehen.

Im Gebirge auf Sardiniuen
wachsen sie wie auf der Schwäbischen Alb
die Märzenbecher in Scharen
im lichten Wald.

In jedem Frühjahr
erblühen in unserem Gärtchen
auf dem Vofderen Schurwald
diese beiden Migranten
zusammen als Künder der Hoffnung
und öffnen das Herz uns
für das Neue,
das uns zu beglücken verspricht.

Alpenveilchen und Märzenbecher,
gemeinsam mit Schneeglöckchen
und Winterlingen
begrüßen sie dann
nach und nach Krokusse,
die dann bleiben bis Ostern.

Osterglocken, Narzissen und Tulpen
übernehmen da den bunten Schmuck
und Schlüsselblümchen
und Lungenkraut
und Scharbockskraut.

Die schönste Zeit
in unserem Gärtchen,
jedes Jahr ein neues Geschenk
ganz von alleine.

14 Kommentare »

  1. lintschi:

    ja, das ist die hoffnungbringendste zeit des jahres. wenn aus dem grau und “nichts” auf einmal alles erblüht. so schön. und wie du sagst, von ganz allein.
    wie so vieles von ganz allein schön und gut ginge, wenn der mensch seine finge rbei sich lassen könnte ;-)

    frühlingslächelgruß
    lintschi

  2. Helmut:

    Ach, wie lieb Deine Einlassungen, liebe lintschi!
    Ja, HOFFNUNG!

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. silberperlen/bmh:

    Eine wahre Farborgie schon im Vorfrühling.

    Ich habe auf Zypern diese kleinen Alpenveilchen auch oft gesehen.

    Lieber Helmut, möge uns der Frühling gut tun, dieser Lebenserwecker.

    Herzlich
    Barbara

  4. Helmut:

    Danke für Deine Antwort, liebe Barbara - u n d für den guten Zuspruch! Diese wilde Art der Alpenveilchen hat so gar nichts Gekünsteltes an sich. Es ist einfach eine Pracht! Eine Farborgie der Hoffnung!

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Gundelrebe:

    Die Blümchen haben all ihre Kraft hineingesteckt, um jetzt, nach Monaten der Anstrengung, so schön zu blühen. (Dabei haben sie sicherlich auch ganz schön geschwitzt.) °[°
    Lieber Frühlingsgruß
    Gundel

  6. Quer:

    Wie schön, diese chronologische Textführung zu unseren Frühlings-Lieblingen! Goethe hat es so umschrieben: “So wiederholt sich denn abermals das Jahresmärchen von vorn. Wir sind wieder, Gott sei Dank! an seinem artigsten Kapitel.”
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  7. Syntaxia:

    Wunderbar dieses Wiederkehren der Blumen. Ich freue mich schon auf die Anemonen im Wald und den Lerchensporn.

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  8. Helmut:

    Liebe Gundel,

    Vielen Dank für Deinen Frühlingsgruß. Ja, es ist schon erstaunlich, welche Kraft aus dem letzten Jahr in den Anlagen der Blumen aufgestaut ist.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  9. Helmut:

    Liebe Brigitte,

    hab herzlichen Dank für Deine literaturgeschichtlichen Anmerkungen. Die Chronologie schien mir übrigens ein probates Mittel, um die Fülle des Frühlings darzustellen.

    Ganz liebe Grüße
    Helmut

  10. Helmut:

    Oh ja, liebe Syntaxia,

    die Anemonen - die habe ich ja ganz unbewusst unterschlagen. Da die früheren Bauerngärten hier nahe am Wald lagen, haben sie sich auch in unserem Gärtchen durchgesetzt; allerdings nicht wirklich als Frühblüher; dazu ist es auf dem Schurwald zu rau (gewesen).

    Liebe Grüße
    Helmut

  11. Anna-Lena:

    Was für ein schöner Blütenteppich, da hüpft mir das Herz.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  12. Helmut:

    Ein Dankeschön für diesen aufbauenden Satz, liebe Anna-Lena!

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  13. Petros:

    Blütiges und Blumiges in Wort und Bild. Schön!

  14. Helmut:

    Ich freue mich sehr über Dein Urteil, lieber Petros. Herzlichen Dank

    und ganz liebe Grüße
    Helmut

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