Herbstabend im November

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 5. November 2019 @ 10:46

Hier und da noch Sonnenschein
auf den Dächern des Dorfes.
Auch der Giebel des Pfarrhauses
ist noch von Sonnenschein bedacht.

Der Goldbaum in der Mitte von Aichelberg,
sonnenbestrahlt wirkt er noch goldener.
Blau ist der Himmel noch;
bald ist schon Nacht!

Der Großvater mit seinem Enkel
am Griff des Regenschirms,
noch hat er ihn in der Hand;
als er ihm entschwindet,
hat ihn die Oma geschnappt.
Kurz entschlossen
hält er sich aber an der Jacke der Oma fest.
Nun ziehen sie weiter im Zügle!

Mehrmals wird das Tor zum Kinderspielplatz
geöffnet und Eltern oder Großeltern der Kinder
verlassen den Ort.
Jedesmal wird das Tor geöffnet
und wieder geschlossen.

Da kommt auch schon mein Bus.

12 Kommentare »

  1. gabriele pflug:

    wunderbar eine alltagsszene eingefangen. sehr gerne gelesen!
    liebe grüße
    gabriele

  2. Helmut:

    So war es gedachtr! Danke sehr, liebe Gabriele! Zu mehr reicht es gerade nicht.

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. Edith Hornauer:

    Lieber Helmut,
    man darf auch mal auf einer Parkbank sitzen, oder an einen Baum gelehnt stehen und die Umwelt betrachten. Ich kann deine Beobachtungen sehr gut nachvollziehen. Und innerlich packt es mich auch.
    Hab es gut, du Lieber
    herzlichst, Edith

  4. Helmut:

    Vielen Dank, liebe Edith! Du hast das mit so viel Verständnis für die Lage des Autors geschrieben: danke sehr!

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Edith Hornauer:

    Lieber Helmut,
    dann nutze Bänke und Bäume, Fensterbänke und Treppen. Überall lässt es sich ausharren, ruhen und schauen, hören auch.
    Und - vielleicht spürst du ja so ab und zu, dass ich neben dir sitze, gedanklich versteht sich, aber verstehend auf jeden Fall.
    Alles nur Gutes zu dir
    von Herzen, Edith

  6. Helmut:

    Danke sehr für diesen guten Rat, liebe Edith! Vielleicht muss ich noch mehr Pausen einbauen, um die Welt anzuschauen. Ja, und wenn Du bei mir sitzt, kann ja nichts mehr schiefgehen!

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Quer:

    So fein, dieses Szenario mit den drei Generationen auf dem Spielplatz. Und die goldene Herbststimmung rundet das Ganze ab.
    Mir kommt das natürlich wegen unserer Enkel sehr vertraut vor.

    Einen lieben Feierabendgruss,
    Brigitte

  8. Helmut:

    Ich freue mich über Dein Vertrautsein mit dieser Szene, liebe Brigitte! Es ist doch schön, wenn man sich erinnert fühlt. Danke im übrigen für das Lob!

    Liebe Grüße
    Helmut

  9. Syntaxia:

    Schön, diese Beobachtungen, die vielleicht schon an Ort und Stelle bereit waren von dir notiert zu werden.

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  10. Helmut:

    Recht herzlichen Dank für Deine Antwort, liebe Syntaxia! Ja, es war schon eine Art Ansporn für eine Aufschrift, die ich allerdings erst am nächsten Tag zu Papier brachte. Ich habe manches weggelassen, was vielleicht im Augenblick des Erlebnisses noch frisch und - möglicherweise noch aufschreibbereit - gewesen wäre. Aber ich habe mich dann dagegen entschieden!

    Ich grüße Dich herzlich
    Helmut

  11. Bea:

    Ich seh richtig Kopfkino. Schön eingefangen

  12. Helmut:

    Das gefällt mir, liebe Bea! Danke für das Lob!

    Liebe Grüße
    Helmut

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