Archiv für die Kategorie 'Gastlyrik' 

Posted:Freitag, Dezember 9th, 2011 @ 2:03 in Gastlyrik, Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
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Das verkrüppelte Birkchen*

Nur wenig herausgewachsen
aus dem Schotter neben den Gleisen,
bald aber ganz abgewendet vom Fahrtwind,
aufgerichtet gen Himmel wachsend dann
ein Weilchen und doch schließlich geköpft.
*ein Janka: http://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/
Das Kommentargedicht von Bruni ( http://www.wortbehagen.de/index.php ) will ich Euch nicht vorenthalten; es muss natürlich ins Offene:

ein Birkensprößling,
wild gewachsen,
unerwünscht
doch kaum beachtet
weil verwachsen
scheel betrachtet
platt gewalzt
und abgeholzt
endlich Ordnung
nix mehr stört
Birkensprößling
war verkrüppelt,
heißt verkehrt
Reste einfach
weggekehrt

Posted:Freitag, November 11th, 2011 @ 3:52 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Ergötzen

Zum Ergötzen der Zaghaften:
Auf grünen Flächen sind bunte
Herbstblätter-Teppiche ausgebreitet.
Ornament-Baumgeäste stehen stolz drüber.
ELsa ( http://schreibtalk.blogspot.com ) hat ein Kommentar-/Komplementär-Haiku dazu beigesteuert. Hier möchte ich es präsentieren:

auf laubteppichen
bäume wie scherenschnitte
winter entgegen

Posted:Sonntag, Oktober 16th, 2011 @ 2:26 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Herbstlodern

Loderndes Sehnsuchtslilablau
von der Kristallkugel geworfen.
Illumination der weißgekalkten Wand.
Bruni ( http://www.wortbehagen.de/index.php ) hat als sehr hübschen Kommentar dazu Folgendes gedichtet:
wenn lilablau lodert
und Sehnsucht verspürt,
werden in Öfen Feuer geschürt,
bis Wärme die kalten Spitzen
unserer Finger berührt.

Posted:Dienstag, September 13th, 2011 @ 12:38 in Gastlyrik
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Gastlyrik aus Facebook: Haiku von Karin Hutter

Zu meinem Herbstbeitrag “Download: Herbstgedichte”, den ich auch bei Facebook bei den FACEBOOKPOETEN vorgestellt habe, hat Karin Hutter ( http://www.facebook.com/profile.php?id=100000457034702 ) dort als Kommentar ihr “Haiku von heute” beigetragen, das ich hier sehr gerne vorstelle:
Die hübsche Linde
bekommt schon graue Haare
Herbst lässt sie altern

Posted:Donnerstag, August 11th, 2011 @ 9:41 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Venezianische Impressionen 7: Biennale-Ambiente

Ich stelle mir meine Worte vor
klingend
verklingend
in hoher Halle
abgedunkelt
Riesige Backsteinsäule
umspült
vom Eintauchen
Bruni (http://www.wortbehagen.de/index.php) hat ein sehr poetisches Kommentargedicht dazu geschrieben:
und es hallten deine Worte
durch die Weite der Hallen,
sangen von Festen,
die lang schon verklangen,
von versprochenem Pakt.
Geblieben sind steinerne Hallen,
hohl, die Worte, die einmal
hier klangen…
Auch Worte aus anderer Welt?

Posted:Dienstag, Juni 28th, 2011 @ 10:25 in Allgemein, Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Demokratiedefizit*

Noch sehen sie so die Dörfler,
die Mächtigen auf dem hohen Ross,
sie könnten sie lenken: sie übertölpeln.
*ein 28er
Welche Freude: Bea (in ihrem Blog [ http://poeticaly.blogspot.com/ ] gibt es für FreundInnen des 28ers noch eine besondere Überraschung!) hat mit einem wunderbaren 28er geantwortet. Hier ist er:

das volk läuft mit? das volk spricht mit?
das volk lässt sich [...]

Posted:Sonntag, Juni 19th, 2011 @ 12:05 in Allgemein, Aus älterem Archiv, Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Der tausendste Eintrag auf dem Maier-Lyrik-Blog

Den tausendsten Eintrag auf diesem Blog will ich virtuell gerne mit euch feiern. Brigitte Fuchs hat ja schon die langstieligen Gläser herausgekramt.
Zuerst nochmal der Mit-Vorfreude-28er von Syntaxia:
Tausend ist eine feine Zahl
So bin ich sicher bald zur Stelle
Dies Jubiläum mag ich nicht verpassen!!
Und jetzt mein Kommentargedicht zu Brigittes Gartenbild:
Was könnte ich noch mehr wollen
als in den [...]

Posted:Donnerstag, Juni 9th, 2011 @ 4:48 in Allgemein, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Oben bleiben!

Heute noch so, morgen anders.
Unbestritten! Aber beliebig?
Zukunft und Zukunft – nicht sind sie identisch.
Unumkehrbar ist unser Wille:
Wir nehmen Einfluss drauf, wie sie aussieht.
Dazu gibt es zwei Kommentargedichte.
Das eine ist von Curt (http://manacur.blogspot.com/):
Vexierbild - zur selben Zeit…
Vexierbild, das den
Handelnden verbirgt,
bist Puppe, du,
und Puppenspieler.
Warum sich nur
als Opfer sehen?
Das andere ist von Rosadora (http://www.rosadora.de/):
wille und zukunft,
sie sind [...]

Posted:Dienstag, Februar 22nd, 2011 @ 11:34 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Die gemeinen Spatzen

Die Spatzen.
Sie schwatzen.
Wer weiß das nicht?
Missverständnis ist Pflicht:
Sie schimpfen.
Sie zetern.
Sie proleten
und wettern.
Ach, höre doch
ihr Liebeswerben,
ihre Entwürfe
von einem Morgen
mit weniger Sorgen.
Aber wer hört das?
Kommentargedicht zu Syntaxias “Im Garten matscht die Erde“
Zwei Kommentargedichte haben mich erfreut:
Hier das von Rosadora
na ich, wer sonst,
ich liebe die spatzen,
die schwatzen
und zetern und werben,
um nicht ins verderben
abzuschwirren
… und hier das von Curt [...]

Posted:Sonntag, Februar 20th, 2011 @ 4:16 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Wahrträume

Die spitzen Osterglockenknospen
können’s kaum erwarten
wachgeküsst zu werden
im Frühjahr.
Der schwarze Glanz des frühen
nächtlichen Himmels
weiß nichts mehr
von dem öden Grau
des Tages
und bietet sich
dem seh’nden Auge gar
als Sommernacht.
Rachel hat dazu ein schönes Kommentargedicht beigetragen und meinen Traum so wietergesponnen::
Schneeglöckchen läuten
im vollkommenen Blau des Tages
die Sonne wagt Strahlen in Gold
komm Frühling
wag es
längst hast du es gewollt
Brunis Kommentargedicht ist wunderbar [...]