Archiv für die Kategorie 'Gastlyrik' 

Posted:Dienstag, Februar 8th, 2011 @ 3:01 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Stuttgart 21 plus*

Sauerstoffspendende Bäume
vom Bahnhof auf den Wasen verpflanzt.
An Smogtagen reise dorthin zum Atmen.
*ein 28er
Siehe http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296657100607.shtml
und http://baumpaten-schlossgarten.de/?seite=aktuelles&id=5
Barbara hat als Kommentargedicht eine schöne Dreizeiler-Variante verfasst:
Heute verfrachten sie Bäume,
morgen die Alten, weil’s ihnen so passt
und übermorgen?
Und hier das Kommentargedicht von Bruni:
da verfrachten sie die Erde.
Der Mond wird
unter der Erde scheinen
und bitterlich weinen.
Güte und Milde
werden vergehen
Nichts Nennenswertes
wird mehr bestehen.

Posted:Mittwoch, Februar 2nd, 2011 @ 10:57 in Gastlyrik
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Baum, Gebüsch und Gräser

Eines Tages machte der junge Baum
sich auf, seine Wurzeln zu finden,
kam zum Gebüsch, fragte,
ob es ihm bei der Suche
nicht helfen wolle,
und warum es sich
mit seiner Größe begnüge.
Das Gebüsch wunderte sich
über das Benehmen des Baumes
und brachte seine Beständigkeit
so auf den Punkt:
“Wir sind zufrieden mit uns.
Und unsere Eltern waren auch zufrieden.
Wozu sollten wir uns da bewegen?
wir haben [...]

Posted:Freitag, Januar 14th, 2011 @ 12:27 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Ein Gespenst

Ein Gespenst geht um in Deutschland,
die Demokratie
könne demokratischer werden wollen,
die Gesellschaft
könne gerechter werden wollen,
Menschen
könnten mitwirken wollen,
mitentscheiden gar,
Hartz 4
könne nicht alles gewesen sein
an Solidarität,
die Leute glaubten nicht mehr,
dass Kommunismus
nur als Unrechtsregime
denkbar sei,
weil sie nicht mehr glaubten,
die Gesellschaft reformiere sich
wie von selbst,
wenn sie nur weiterhin
wählten
die Mächtigen.
Brunis lyrischer Kommentar liest sich wie folgt:
Im Laufe der Jahrhunderte lernte er [...]

Posted:Donnerstag, Januar 6th, 2011 @ 11:15 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Die Freiheit des Labyrinths

Die Freiheit des Labyrinths
die unfreiwilligen Windungen
mitzumachen im Bewusstsein
der erträglichen Zumutung.
Gewissheit der Ankunft,
Sicherheit in der Unsicherheit,
Zutrauen in den Gang der Dinge
ohne Zwang des Bestimmtwerdens.
Unterwerfung unter die guten Regeln
ist mehr Freiheit
als der Drang zu siegen
im Wirtschaftskampf der Mächtigen.
Kommentargedicht zu “Neues Jahr” von Barbara.
Petros hat lürisch/lyrisch so geantwortet:
“Unterwerfung unter die guten Regeln
ist mehr Freiheit
als der Drang zu siegen
im [...]

Posted:Mittwoch, Januar 5th, 2011 @ 11:59 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Die gute Reise*

Guten Gewissens fuhr ich einst
noch nach München nur wegen einer
Portion saurer Lüngerln mit Semmelnknödeln.
*ein “Deutscher Dreizeiler“
Curt hat dankenswerter Weise schelmisch mit einem Deutschen Dreizeiler folgendermaßen nachgefragt:
Worin besteht der Unterschied
zwischen einem Besuch der Tante
und Suche nach sauren Lüngerln mit Knödeln?

Posted:Dienstag, Januar 4th, 2011 @ 11:27 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Manko?

Leider habe ich nicht
Anstand gelernt.
Ich protestiere
gegen Beschlüsse
von Parlamenten.
Ich rufe: „Mappus weg“.
Ich schreie: „Lügenpack“.
Ich verletze
die Bannmeile des Landtags.
Ich bin ein Wutbürger.
Leider habe ich nicht
Anstand gelernt.
Nicht gedient habe ich
als Objekt
des Weggetragenwerdens
bei der Blockade.
Ich habe mein Augenlicht
nicht verloren
beim Angriff der Wasserwerfer.
Ich wurde nur nass.
Ach, leider habe ich nicht
Anstand gelernt.
Ich habe nicht gedient,
hab‘ mich gedrückt
um den Dienst
bei der Bundeswehr.
Anstand [...]

Posted:Dienstag, Januar 4th, 2011 @ 10:40 in Allgemein, Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Kunterbuntes, Neue Maier-Lyrik
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Rückblick auf die partielle Sonnenfinsternis bei Stuttgart*

Der Kuss von Sonne und Mondin:
gewiss von der Länge her filmreif.
Wenn das keine Hochzeit ist, weiß ich auch nicht.
*ein “Deutscher Dreizeiler“

Posted:Montag, Dezember 27th, 2010 @ 4:55 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Kunterbuntes, Neue Maier-Lyrik
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Noch deckt’s der Schnee

Noch deckt der Schnee das Zukünft’ge.
Noch ist er tief und fest gefroren.
Doch ahn’ ich schon, was unter ihm dort wartet.

Mit diesem Deutschen Dreizeiler grüße ich alle Leserinnen und Leser und wünsche schon heute einen guten Beginn des neuen Jahres 2011.
Sehr passend der kommentierende Deutsche Dreizeiler von Syntaxia hier:

Er deckt es zu und wärmt zugleich
Was für [...]

Posted:Samstag, Dezember 18th, 2010 @ 12:49 in Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Kling, Glöckchen, klingelingeling

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Tiefbahnhof verhindern,
uns und unsern Kindern
Zukunft nicht verbauen,
der Vernunft vertrauen!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Denkmalschutz verstehen
und Naturschutz sehen,
ja, das wolln wir alle
und in jedem Falle!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Kopfbahnhof ist besser
und ja auch viel kesser:
Oben an der Sonne
bleiben wir mit Wonne.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.
Kling, [...]

Posted:Samstag, Dezember 18th, 2010 @ 11:06 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik
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Der Mond rundet sich am Himmel (Gastlyrik)

Syntaxia hat auf meine Bitte hier: http://www.maierlyrik.de/blog/2010/12/06/deutscher-dreizeiler-x/ mit dem folgenden Beitrag geantwortet und - wie ich finde - einen rundum gelungenen “Deutschen Dreizeiler” gedichtet ( Er ist auch auf ihrer WeBLOGgia hier zu finden: http://webloggia.wordpress.com/2010/12/17/der-mond-rundet-sich-am-himmel/):
Der Mond rundet sich am Himmel
Der Mond rundet sich am Himmel
Kalt scheint sein Licht ins Dunkelblaue
Bei jedem Schritt knirscht fest [...]