Archiv für die Kategorie 'Neue Maier-Lyrik' 

Posted:Sonntag, Februar 7th, 2016 @ 1:33 in Neue Maier-Lyrik
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Unsere Aufgabe

Den Weg finden
durch das Dickicht der Dornen.
Jeder Gefährte
ein Prinz.
Jedem Gefährten die Kraft
den Mächten der Zwölf
das Prinzip
der mütterlichen Dreizehn
entgegenzusetzen.
Jede Gefährtin
eine Prinzessin.
Denn auch verwunschene Prinzen
harren der Erlösung
durch einen Kuss,
wie wir wissen.
Schwerstarbeit ist es,
kühner Entwürfe bedarf es,
Überwindung von Vorurteilen:
„Wir schaffen es nicht“,
„Wir gehen unter im Gestrüpp
der Anforderungen“,
„Wir ekeln uns vor dem Fremden“,
„Wir wollen in Ruhe gelassen werden.
(weil wir [...]

Posted:Samstag, Februar 6th, 2016 @ 12:41 in Neue Maier-Lyrik
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Wunder der Dreiheit

Rhea,
Tochter
und Mutter
der fruchtbaren Erde,
Urmutter Kybele und Freundin
der achtsamen Menschen im Frieden.
Wir denken Deiner, finden den Weg
zu uns selber.

Posted:Dienstag, Februar 2nd, 2016 @ 5:32 in Neue Maier-Lyrik
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Imbolc/Lichtmess

Das Licht hat gezeigt:
es wird siegen.
Es wird kein Sieg sein
für immer.
Wir werden das weiterwachsende Licht
fröhlich genießen.
Wir werden es preisen;
wir werden es feiern,
wohl in dem Wissen,
dass das Dunkel
zum Kreislauf gehört
und es wiederkommt,
um dem Winter zu ermöglichen,
die Frosttemperaturen
endlich hervorzubringen,
die manche Samen
auch nächstes Jahr wieder
befähigen fruchtbar zu keimen
für einen neuen Kreislauf
des Lebens.

Posted:Freitag, Januar 29th, 2016 @ 7:36 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Schwäbischer Achtundzwanziger

I v’rwexel so gern d’Wirgong
ond’d Ursach; i kah mi halt bald scho
nemme glar erinn’ra an dui Reihafolg’.

Posted:Montag, Januar 25th, 2016 @ 11:07 in Neue Maier-Lyrik
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Frau Luna

Wie ich sie liebe,
die wandlungsfähige,
berechenbare, treue
Frau Luna.
Wie sie mich entzückt
mit ihrem Licht,
seiden, geschmeidig,
ein Geschmeide
der ruhebringenden Nacht.
Die volle Rundung,
nicht immer zu haben,
liebe ich,
ihren schwangeren Bauch,
ihre Sicheln,
die Verheißung schneiden
in das Tableau
der schwarzblauen Tiefe.
Sie verhüllt sich
hin und wieder,
trägt dann einen Schleier,
der ihre Schönheit betont,
und strahlt schließlich
mit einem Gesicht voller Glück.
Und sie will es auch teilen.

Posted:Montag, Januar 25th, 2016 @ 9:45 in Neue Maier-Lyrik
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So einer

Er nennt sie „Verdammte“,
Gegenspieler der Friedensstifter,
Heuchler, die von Frieden sprechen
und dabei mit Waffen handeln.
Er ist der erste
seines Namens
in seinem Amt.
Er nennt sich
wie jener Heilige,
der die Stimme hörte:
„Warum dienst du dem Knecht statt dem Herrn?“
Warum dienen jene dem Mammon
statt der Humanitas?
Er fragt sie so etwas heute.
Und oh Wunder,
er ist ein Papst.
Hat man je einen
so predigen hören?

Posted:Sonntag, Januar 24th, 2016 @ 4:42 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Kurze Freude*

Ein paar Minuten lang zeigt sich’s:
Seelenbewegendes Winterblau.
Nun soll’s genügen, wenn auch der Rest trüb bleibt.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Sonntag, Januar 17th, 2016 @ 2:36 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Erstaunlich*

Erstaunlich: auf dem Fensterbrett
oberhalb der Heizung befindlich:
da ist mein Kaffee nun doch kalt geworden.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Donnerstag, Januar 14th, 2016 @ 2:16 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Überwältigt*

Da ich Schneeschauer erwarte,
überwältigt mich blauer Himmel.
Endlose Klarheit durchdringt meine Seele.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Samstag, Januar 2nd, 2016 @ 5:04 in Neue Maier-Lyrik
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Stimmung

Stimmen, die stimmen;
lassen wir sie mal wieder stimmen.
Ein wenig Harmonie dieses Jahr
könnten wir schon vertragen!