Archiv für die Kategorie 'Neue Maier-Lyrik' 

Posted:Dienstag, Dezember 10th, 2019 @ 2:19 in Neue Maier-Lyrik
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Unbedachtes

Ob ich noch weiß,
was alles ich wollte?
Das ganze Jahr über!
So oft wollte ich
zu den Freitagen
„Fridays for Future“.
Nur zweimal ist es mir gelungen!
Zu den Montagsdemos
für den Kopfbahnhof
in Stuttgart
fuhr ich ziemlich
regelmäßig.
Alle zwei, drei Tage
wollte ich in meinen Blog
Gedichte schreiben.
Oft dauerte es mehr als eine Woche,
dass ich auch nur eines schrieb.
Zu so vielen anderen Demos
und Veranstaltungen
wollte ich gehen
und [...]

Posted:Donnerstag, Dezember 5th, 2019 @ 4:31 in Neue Maier-Lyrik
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Wiesen ganz weiß

Wiesen ganz weiß
von Raureif
immer noch
im Schatten,
manchmal auch da,
wo die Sonne schon scheint.
Vormittags,
manchmal auch am Mittag noch:
da glitzert’s
und ist eben weiß.
Und noch ist Herbst,
nicht Winter.
Und kalt ist’s.
Aber trocken die Kälte.
Und aushalten kann man’s.
Anders als bei höheren Temperaturen
im Regen.
Da ist es fürchterlich!
Weiß, ganz weiß
sind die Wiesen.
Und mir gefällt’s.

Posted:Sonntag, November 24th, 2019 @ 11:52 in Neue Maier-Lyrik
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Unterwegs

Der Blick gebannt auf die Wälder und Auen gerichtet.
Ein Lichtpunkt nach dem andern!
Immer wieder neu!
Immer wieder bestätigend:
Stetig immer und immer wieder:
Die Goldbäume und -bäumchen und -sträucher!
Ich kann es kaum fassen:
Es ist Ende November, nicht Anfang des Herbstes.
Goldbäume allüberall!
Lichtpunkte! Helle Punkte der Erkenntnis:
Bald kommt der neue Schnee auch ins Flachland!
Aber noch stehen sie da,
stehen so zahleich, [...]

Posted:Samstag, November 16th, 2019 @ 11:27 in Neue Maier-Lyrik
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Plitvice-Zauber

Einfach nur Wegwartenzeit war’s.
Den blauen Strahlenstern trug das Kind
munter und leicht durch den heiteren Tag..
Noch ahnte ich nichts
vom Plitvice-Zauber.
Alpenveilchen – nicht die im Topf -
begleiteten ihn.
Eins waren Ruhe und eilendes Stürzen;
Stille ja – und dann brausendes Getöse,
Höhe und Tiefe, das Oben und Unten.
Was kommt woher und
ach, wohin fließt es weiter?
Spiegelndes Himmelblau
und Wolkenbilder
und unverkennbar
ein Mörikesches Blaugrün.
Wirklich: [...]

Posted:Donnerstag, November 14th, 2019 @ 4:24 in Neue Maier-Lyrik
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Vom Wechselspiel des Lächelns

Ich lächle.
Ich lächle vielleicht noch mal.
Merkt sie es?
Vielleicht ist sie ja in Gedanken
ganz woanders.
Lächle ich noch ein drittes Mal?
Vielleicht merkt sie es
jetzt.

Posted:Freitag, November 8th, 2019 @ 1:25 in Neue Maier-Lyrik
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Stiller Herbst

Gehn wir hinein,
in den stillen Herbst.
Lasst uns ihn gern genießen!
Er weist schon Richtung Winter,
November heißt sein Namen;
er will mit Regen und mit Dunkelheit
uns Ruhe geben. Amen.
Er will uns Kraft und Muße schenken,
an nichts mehr als an Frieden denken
uns lassen, der die Seele füllt
und ganz erholt die Winterstürme dulden
uns lässt, die uns
aufs Frühjahr wieder zugehn machen.
Ach, [...]

Posted:Dienstag, November 5th, 2019 @ 10:46 in Neue Maier-Lyrik
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Herbstabend im November

Hier und da noch Sonnenschein
auf den Dächern des Dorfes.
Auch der Giebel des Pfarrhauses
ist noch von Sonnenschein bedacht.
Der Goldbaum in der Mitte von Aichelberg,
sonnenbestrahlt wirkt er noch goldener.
Blau ist der Himmel noch;
bald ist schon Nacht!
Der Großvater mit seinem Enkel
am Griff des Regenschirms,
noch hat er ihn in der Hand;
als er ihm entschwindet,
hat ihn die Oma geschnappt.
Kurz entschlossen
hält [...]

Posted:Dienstag, Oktober 29th, 2019 @ 1:23 in Neue Maier-Lyrik
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Mittlerer Herbst

Am Ortsausgang von Aichelberg,
da stehen sie:
Kugelbäume, spitzzulaufende Bäume,
mächtig ausladende Bäume,
schmale Bäumchen.
Als Kugelbäume: ein Goldbaum,
leuchtend alle Blicke auffangend;
grün-rot noch dastehend
im alten Friedhof einer,
schließlich noch einer: schon braun.
Spitzzulaufend in die Höhe geschossen
zitronengelb aufragend einer,
mächtig ausladende Bäume
hier und dort und einige schmale Bäumchen.
Alle gut angelegt ringsum,
in Gärten, auf dem Feld
und auf dem Friedhof:
Eine leuchtend bunte Sammlung,
vor allem im [...]

Posted:Samstag, Oktober 26th, 2019 @ 2:44 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Herbst

Ein Sonnenstrahl bricht durch das Geäst;
er trifft auf ein welkes Blatt;
das strahlt golden im Herbst.

Posted:Donnerstag, Oktober 17th, 2019 @ 2:59 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Austritt

Die großen und die kleinen Kirchen,
die hier im Lande stehen,
die nicht mehr meine Heimat waren
seit vielen Jahren,
oft von historischem Wert,
mit wunderbaren Werken
von großen Künstlern
und von kleinen,
sie sind es jetzt
und schon seit vorgestern
endgültig nicht mehr.
Nun bin ich endgültig
aus meiner Kirche ausgetreten.
Den Schritt, den ich gemacht
habe, ich bin so dankbar für ihn.
Befreit von vielem Merkwürdigen,
von Dogmen, Regeln,
die [...]