Archiv für die Kategorie 'Neue Maier-Lyrik' 

Posted:Freitag, Februar 3rd, 2012 @ 7:02 in Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
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Fortschritt beim Abriss des Denkmals*

Clever genug sind sie nun doch
den Mob zuzulassen zum Schauspiel.
Die Ohnmacht darf er nun öffentlich zeigen.
Beim Fortschreiten ihrer Barbarei
zeigen sie gerne auch Transparenz.
*ein Janka: http://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/

Posted:Donnerstag, Februar 2nd, 2012 @ 5:16 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Tempus fugit*

Wenn das Honigbrot schon nicht mehr
ein „Königbrot“ ist, dann, fürchte ich,
ist die Kindheit eigentlich bereits vorbei.
*ein 28er: http://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/

Posted:Dienstag, Januar 31st, 2012 @ 1:36 in Neue Maier-Lyrik
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Der Beginn des Abrisses des Südflügels des Bonatz-Hauptbahnhofs in Stuttgart zur Zeit der grün-roten Regierung in Baden-Württemberg

Das erste Loch klafft nun.
Man kann es nicht von nahe sehen
als bürgerlicher Mob,
nur der Herr Dietrich kann’s,
dieser alles verschweigende Sprecher
des Barbaren-Vereins,
mir – außerhalb der bürgerlichen Mitte,
so sehen sie mich in den Medien –
zeigt es sich nur im Fernsehkanal
oder weit weg vom Park aus,
den ich noch betreten darf,
Ach, wie sie klagen,
die Rundfunksprecher und
die Moderierer
der öffentlich genannten
Recht [...]

Posted:Samstag, Januar 28th, 2012 @ 3:05 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Leben

Unwägbar ist sie,
die Fülle, die hervorbringt
auch nur ein Leben.

Posted:Donnerstag, Januar 26th, 2012 @ 7:59 in Neue Maier-Lyrik
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Lied und Leid

Ich singe,
weil das Leben
ja quillt aus mir,
im Kampf gegen den Tod,
den sie mir
nichts dir
nichts
mit sich bringen:
ein bitteres Lied
trotz dem Leben,
das ich spüre,
trotz dem Leid,
wenn ich’s verhindern
sollte, ja, bitter.

Posted:Sonntag, Januar 22nd, 2012 @ 12:40 in Neue Maier-Lyrik
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Utopia?

Wenn wir den kleinen Saal tauschen
in den großen.
Wenn wir den großen Saal tauschen
in die Straße.
Wenn wir die Straße füllen
und die Plätze
und unsere Gegner
einsehen, dass sie im Unrecht sind
und uns aufzuräumen
helfen die Unordnung
des Rechts,
das sie ungerechtfertigter Weise
gesprochen haben.
Dann ist es da,
das Paradies.
Ein Stück ihm näherkommen
ist keine reine Utopie.

Posted:Freitag, Januar 20th, 2012 @ 3:11 in Neue Maier-Lyrik
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Gedanken erst mal im kleinen Saal

Die Mächtigen spielen
das Igelpaar
an beiden Enden
der neoliberalen Teststrecke:
in Griechenland etwa
oder in Portugal.
Sie geben’s als Spiel aus,
aber es ist.
Und wie jene
lassen ins Leere laufen sie
den dummen Hasen,
der wir sind:
die machtlosen Zahler
im Schuldenkarussel der Banken,
wenn wir nicht bewusst uns werden
unserer Macht der Massen
und handeln
in Klugheit.

Posted:Donnerstag, Januar 19th, 2012 @ 11:37 in Neue Maier-Lyrik
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Ohne Antwort

Antwort.
Er antwortet.
Verantwortung.
Eigentlich normal.
Wirklich normal:
ohne Antwort.
Verantwortungslosigkeit.
Unverantwortliches Handeln.
Politischer Autismus, aber
wirkungsvoll.
Alltag. Macht.
Wirklich!
Ein Kartenhaus?
Kommentargedicht zu Anna-Lenas “Verrückt” ( http://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2012/01/19/verruckt/ )

Posted:Montag, Januar 16th, 2012 @ 11:14 in Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
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Nachtrag: Vor dem Ernstfall des Belagerungszustandes

1. Vor der Demo
Vor der Demo verweilte ich
im Garten der schönen Melodie.
Da hatte ich einen Parkplatz gefunden
Zwischen Lindenmuseum und Wirtenberg
sehe ich den Bonatzbau liegen.
2. Bundesweiter Betriebsausflug
Bundesweiter Betriebsausflug
der Polizeikräfte in Stuttgart
anlässlich des Abrisses des Südflügels.
Besichtigung des Denkmals inbegriffen
und Freizeit fürs Shopping im Bahnhof.
(2 Jankas. Siehe http://www.maierlyrik.de/blog/der-janka/)

Posted:Samstag, Januar 14th, 2012 @ 8:16 in Neue Maier-Lyrik
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Belagerungszustand.

Wir war’n nur mal kurz die Welt retten.
Mehr als 7 Stunden lang
Lagen wir zur Nacht nicht in den Betten
Und es war uns ja so bang.
Wie das Denkmal übers Ziel retten?
Ist’s erfolgversprechend gar?
Wie der Mafia geheime Ketten
abzustreifen dieses Jahr?
Würden gerne mal die Stadt retten
vor den Mächtigen im Land.
Vor den Feisten und den Fetten.
Nur der Weg ist [...]