Archiv für die Kategorie 'Neue Maier-Lyrik' 

Posted:Sonntag, Februar 12th, 2017 @ 12:27 in Neue Maier-Lyrik
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Zeitläufte

Lebenssituationen.
Die Zeiger der Veränderung
hüpfen nicht lustig
von einer zur andern.
Sie schwirren im Kreis
der Lebensuhr und
ihr Tempo
macht sie unsichtbar.
Die Geschwindigkeit der Veränderung
reduziert sich zur Sichtbarkeit hin
in den Hautfältchen.
Und die wollen wir
wegretuschieren?

Posted:Freitag, Februar 10th, 2017 @ 4:05 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Heute auf Recherche?*

Ganz winzig kleine Schneeflöckchen!
Sind’s etwa heimliche Spione?
Fast ungesehen geistern sie durch die Luft.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Samstag, Februar 4th, 2017 @ 4:15 in Neue Maier-Lyrik
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Wie es ist

Es ist nicht so,
dass es nicht so ist,
wie es nicht sein soll;
aber es darf nicht so sein.
Es ist nicht so,
dass es schon so ist,
wie es sein soll,
weil wir das Leben lieben.
Es ist so, wie wir es machen,
alle zusammen.
Aber es ist auch so,
wie es sein soll,
wo immer jemand das
so macht.

Posted:Sonntag, Januar 29th, 2017 @ 3:33 in Neue Maier-Lyrik
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Alternative Fakten

Wir brauchen alternative Fakten.
Die Welt, wie sie ist,
ist nicht mehr
auszuhalten.
Politisch korrekt
ist das natürlich nicht.
Außer wir beschließen
die Umwertung aller Werte.
Dann ist Lüge Wahrheit.
Diktatur Demokratie,
Neoliberalismus Menschlichkeit,
die Nacht wird zum Tage,
der Tag hat achtundvierzig Stunden,
den Sommerschlussverkauf
gibt’s im Winter voraus,
Osterhasen werden
zu Weihnachten verkauft,
Krankheit wird
zur Gesundheit proklamiert.
Mir schwindelt.
Ich taumle.
Wo ist der Anfang,
wo ist das Ende?
Soll ich mich anpassen
an die rechten [...]

Posted:Dienstag, Januar 24th, 2017 @ 3:36 in Neue Maier-Lyrik
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Eingehegt

Eingehegt
von Leuchtfeuern guter Menschen
wandert es sich leicht,
auch auf schmalen Pfaden.
Und wenn die Lichtlein derer,
die uns vorausgingen,
ermatten,
lässt das unser eigenes Licht
manchmal leuchtender werden.
Das frühzeitige Erlöschen derer aber,
die uns begleiten,
lässt uns stärker erschauern
und wir fürchten
in die Irre zu gehen
und uns zu verlieren
im Unerwarteten.

Posted:Sonntag, Januar 15th, 2017 @ 6:16 in Deutsche Dreizeiler, Gastlyrik, Neue Maier-Lyrik
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Bestimmung*

Heraus aus heiterem Himmel
tanzten dicke Schneeflocken herab,
suchten ihre Plätze in der Schneedecke.
*ein Achtundzwanziger
( http://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )
Barbara hat meine Zeilen mit einem eigenen Dreizeiler komplettiert:
…kurz schwebten sie über dem Boden -
sanfte Schatten vor der Laterne -
blinkend ließen sie sich nieder.Lautlos.
Danke sehr dafür!

Posted:Freitag, Januar 13th, 2017 @ 8:32 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Nacht für Richtungslosigkeit

Nacht für Richtungslosigkeit.
Nacht, seit der Hautfarbe als Hinweisgeber
allgemein anerkannt wird.
War es nicht ein Erfolg,
auf das Grundgesetz zu pfeifen
die neue Melodie der Diskriminierung?
Nacht für Richtungslosigkeit.
Nacht, seit der die Mehrheit der Deutschen
nicht mehr steht
auf dem Boden
der freiheitlich-demokratischen Ordnung,
wenn die noch durch das Grundgesetz
definiert ist.
Nacht für Richtungslosigkeit.
Die Nacht, in der geografische Kenntnisse
keine Rolle mehr spielen:
Syrien und der Irak
liegen [...]

Posted:Mittwoch, Januar 11th, 2017 @ 7:53 in Neue Maier-Lyrik
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Anlässlich des großen Ereignisses in Hamburg

Gutes Zutrauen zu Prometheus,
elbphilharmonisch gefeiert,
oder Blasphemie mit Größenwahn,
wie nahe können sie beieinander liegen,
kupplerisch zueinandergetrieben
durch Machtinteressen und Geld!
Ist es das Geld wert?
Und wessen Geld und wofür?
Propheten können irren,
aber Kassandra hat immer
irgendwie Recht.

Posted:Sonntag, Januar 8th, 2017 @ 3:19 in Neue Maier-Lyrik
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Entscheidung

Ist es Zufall,
was mir zufällt?
Schicksal,
was mir geschickt wird?
Schickt es sich,
sich auszuliefern
an festgelegte Bestimmung?
Ich ergreife die Chancen,
die sie mir bietet.
Ich habe keine anderen:
Freiheit.

Posted:Sonntag, Januar 1st, 2017 @ 12:20 in Neue Maier-Lyrik
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Blwyddin Newydd Dda i chi

Warte nicht auf bessre Zeiten.
Iss den Honigkuchen jetzt!
Ist er nämlich dann verdorben,
ist die Laune ganz verletzt.
Du kriegst nichts mehr auf die Reihe;
dabei brauchen wir doch dich.
Bist du gut gelaunt, dann flutscht es
und wir freun uns sicherlich.