Archiv für die Kategorie 'Neue Maier-Lyrik' 

Posted:Samstag, Juli 29th, 2017 @ 10:46 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Sonnenblumen*

Sonnenblumen in der Stube
in der Vase steckend vorm Fenster.
Draußen explodiert die völlige Natur.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Freitag, Juli 28th, 2017 @ 12:30 in Neue Maier-Lyrik
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Verschwörungstheorie?

Die Reichen gehören offenbar
Nein: nicht zu den Glücklicheren
Überhaupt zu einem anderen Volk.
Aber sie beherrschen
Nein: nicht immer sich selbst
Vor allem das andere Volk
In unserem Staat:
Die Mehrheit.
Die Reichen: Kennen sie
Die Armut, die Armen?
Ich weiß: das sind die
Mit weniger als 10 Millionen
Vermögensbesitz.
Wohl schon die Enkel der Reichgewordenen
Ich höre es noch biblisch:
Bis ins dritte und vierte Glied
Sind völlig abgedriftet
Aus [...]

Posted:Samstag, Juli 22nd, 2017 @ 4:34 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Das eine tun …*

Den Widrigkeiten des Lebens
tanzend in die Parade fahren.
Den Köstlichkeiten tanzend Ehre geben.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Freitag, Juli 14th, 2017 @ 4:00 in Neue Maier-Lyrik
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Notbehelf Nationalstaat

Notbehelf Nationalstaat.
Auf Krücken gehend,
aber martialisch sich gebärdend.
Für Staatsgäste
militärische Ehren
- wie sie leichtfertig sagen - .
und erst recht
Militärparade
am Nationalfeiertag.
Grenzen sind da,
um die Menschenrechte
nicht gewähren zu müssen
den Fremden
oder
um zu Fremden
machen zu können,
die chancenlos
unbeliebte Rechte einfordern
und sie hinter anderen Grenzen
nicht finden.
Demokratisch geschminkt
kommt er gerne daher.
Aber selbst Botox verändert
das Aussehen nur.
Beim rechtmäßigen Polizeieinsatz
werden Krücken dann
leicht zu Schlagwaffen.
Da hilft keine [...]

Posted:Dienstag, Juli 11th, 2017 @ 12:38 in Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik
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Lasst Euch nicht linken!

Nicht nur die Linken sind links.
Es gibt so viele andere gute Leute,
die endlich den todbringenden Mechanismen
einer markthörigen Weltsicht
zukunftverheißende Alternativen
aussichtsreich entgegenzustellen
können dürfen sollten.
Nicht nur die Linken sind links;
aber was sind das für Leute,
die Gewalttäter links nennen dürfen,
ohne dass es einen Aufschrei gibt
angesichts so schlimmer Lügen?
Gelinkt werden wir von denen,
die nicht den todbringenden Mechanismen
einer markthörigen Weltsicht
zukunftverheißende Alternativen
aussichtsreich [...]

Posted:Samstag, Juli 8th, 2017 @ 4:09 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Atomwaffenverbots-Vertrag*

Gut, dass so Unmoralisches
wie die Atomwaffen nun endlich
verbindlich illegitim geheißen wird.
*ein Achtundzwanziger

Posted:Mittwoch, Juli 5th, 2017 @ 4:24 in Neue Maier-Lyrik
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Fröhliche Tage

Fröhliche Weihnacht wünschen sich Leute gerne.
Oft liegt ja auch Fröhlichkeit anderwärts
in gar zu weiter Ferne.
Wie dankbar sind wir oft
für einen netten Scherz,
der ein Lächeln wenigstens zaubert unverhofft
und öffnet das Herz.
Aber trotz großem Leid,
trotz wenig Glück:
dass schließlich Menschen bereit
sind, zur Fröhlichkeit wieder zu finden zurück,
das setzt wohl voraus,
dass sie eingeübt haben, ja zu sagen zum Leben,
und [...]

Posted:Dienstag, Juli 4th, 2017 @ 12:49 in Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik
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Glück und Leid*

Was wiegt schwerer, Glück oder Leid?
Was ist von mehr Tränen begleitet,
den Perlen des ungebändigten Lebens?
Kann wenig Leid viel Glück verderben?
Oder trägt wenig Glück viel, viel mehr Früchte?
*ein Janka

Posted:Sonntag, Juni 25th, 2017 @ 10:14 in Neue Maier-Lyrik
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Aussichten

Was uns geschieht,
ist es ein offenkundiges Zeichen
für weiteres Schicksal?
Oder ist es eine versiegelte
Botschaft, die wir nicht zu öffnen
haben oder vermögen?
Oder sind wir gezeichnet
durch Segen oder durch Fluch?
Erkennbar für ein jedes?
Signum oder Signal?
Wo hinein gekerbt
sind die Zeichen?
Wo sind die Stäbe
der Erkenntnis?
Stehen Worte,
steht Schrift
für Verkündbares,
für Prophetie?
Wo bleibt dabei der Wille,
zu Nutz und Frommen
den Nächsten zu leben?
Entscheidet daran
sich [...]

Posted:Samstag, Juni 24th, 2017 @ 10:34 in Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik
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Vom Ende der Ruhe*

Ein Schweigen dauert nicht ewig.
Oft bricht ein Vulkan ganz jählings aus.
Trotzdem sollten zu lange wir nicht zögern.
*ein Achtundzwanziger