Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Mai 7, 2018 @ 3:53

Ein neues Tanka

Butterwegge weiß:
Hartz 4 ist Pädagogik
vermittels Rohrstock

so wie im Mittelalter
oder im Ottocento.

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — Mai 6, 2018 @ 3:54

Haikuartiger Dreizeiler

O-la-la la-la.
Ein Birkenblätter-Rauschen.
Maiblauer Himmel.

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — Mai 3, 2018 @ 1:01

Lied-Ersatz*

Wenn der mehrfarbige Flieder
so üppig wie noch nie bisher blüht,
ist es eigentlich Zeit für ein schönes Lied …
.
*ein (merkwürdiger) Achtundzwanziger

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — April 29, 2018 @ 2:11

Dieses Jahr*

Ich komme kaum noch hinterher,
jede neue Blume im Gärtchen
wie es ihr gebührt würdig zu begrüßen.

.
*ein Achtundzwanziger (http://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ [neue Version!] )

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — April 28, 2018 @ 7:43

Beltane

Als Ausonius die blonde Bissula besang,
da schwang Maienlust durch die Luft.
Ein Feuer ward entzündet bei hellem Klang.
Uraltem Ritus folgte die Symphonie von Sang und Duft.

Belenus lächelte gar milde.
besiegt noch nicht vom doppelgesichtigen Janus.
Noch gehörte er zur antiken Gilde
der Götter, die um Rat gefragt beim bevorstehenden Annus.

In die Sphäre der Kelten war eingedrungen zwar
die Macht der Römer, die ihre Städte dort ließen
und deren Namen und wie sie bis heute hießen.

Beltane noch aber feierten Jahr um Jahr
die Erben der Unterworfenen, auch unter manch neue Herrschaft,
und feierten es im Bewusstsein einer neuen, heilenden Kraft.

Gespeichert unter: Aus älterem Archiv — April 26, 2018 @ 11:54

Kreislauf

Ich werf’ mich hinüber
ins Weite
und komme doch wieder
auf den Punkt.
Ich kreise im Orbit
des Seins und hoffe
nicht zu verglühen
beim Absturz.

Ich lebe im Werden, im Streben
nur verwurzelt
im Mutterboden
der Sammlung.

Herbstblätter vom Vorjahr
ernähren mein Wachsen.
Die Kraft hole ich mir
aus der Ruhe des Winters.
Mein nacktes Zögern
deckt mir der Schnee
der Erlaubnis.

Wohlwollendes Keimen
kündet im Innern
die Hoffnung des Frühlings.
Krokus und Herbstzeitlose,
im Blühwunsch geeint,
trennt der Sommer nur
des Gedeihens.

Gespeichert unter: Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik — April 25, 2018 @ 11:09

Quino sei Dank*

Ach ja, Mafalda hat bereits
die fünfzig hinter sich gelassen.
Bloß ich Idiot, ich habe das nicht gemerkt.
.
Da gab es eine, die gleichzeitig mit mir
die feine Gesellschaft in Frage stellte.
.
*ein Janka

Gespeichert unter: Allgemein — April 22, 2018 @ 4:30

Heute genau zehn Jahre alt

http://www.maierlyrik.de/blog/2008/04/22/limerick-in-kleinbuergerlichem-honoratiorenschwaebisch/

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — April 20, 2018 @ 4:05

Ach*

Ach, hörten wir endlich auf sie,
die Frauen und Männer der Vernunft.
Wir könnten alle gut und friedlich leben.
.
*ein Achtundzwanziger

Gespeichert unter: Aphorismen — April 19, 2018 @ 3:05

Aphorismus 3/18

Wer nicht das Glück hat ein gutes Benehmen zu haben, muss deshalb nicht unglücklich sein - eher diejenigen, die ihm begegnen.